Berlin: Die Klima-Aktivisten Svenja Kannt (l-r), Sebastian Grieme, Linus Steinmetz und Sana Strahinjic stellen bei einer Pressekonferenz im Sauriersaal des Museums für Naturkunde die konkreten Forderungen der deutschen Bewegung von Fridays For Future vor. Seit einigen Monaten streiken Schüler, Studenten und Auszubildende jeden Freitag bundesweit für besseren Klimaschutz.
"Fridays for Future" stellte einen Forderungskatalog vor. Bildrechte: dpa

Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" fordert Ende der Kohlesubvention

Mit drastischen Forderungen haben sich die jungen Klimaschützer von "Fridays for Future" an die Politik gewandt. So verlangen sie, dass noch in diesem Jahr die Subventionen für Kohle, Gas und Öl beendet werden.

Berlin: Die Klima-Aktivisten Svenja Kannt (l-r), Sebastian Grieme, Linus Steinmetz und Sana Strahinjic stellen bei einer Pressekonferenz im Sauriersaal des Museums für Naturkunde die konkreten Forderungen der deutschen Bewegung von Fridays For Future vor. Seit einigen Monaten streiken Schüler, Studenten und Auszubildende jeden Freitag bundesweit für besseren Klimaschutz.
"Fridays for Future" stellte einen Forderungskatalog vor. Bildrechte: dpa

Erstmals hat die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" grundsätzliche Forderungen an die deutsche Politik gestellt. Die vier Jugendlichen des deutschen Ablegers riefen am Montag im Sauriersaal des Berliner Naturkundemuseums die Bundesregierung dazu auf, dafür zu sorgen, dass Deutschland bis zum Jahr 2035 gänzlich auf erneuerbare Energien setzt.

Die wichtigsten Forderungen der Klimaschützer:

  • ein "Ende der Subventionen für fossile Energieträger" wie Kohle, Öl und Gas noch in diesem Jahr
  • die Abschaltung von einem Viertel aller Kohlkraftwerke bis Ende des Jahres, der Kohleausstieg soll so bis 2030 geschafft sein
  • eine Steuer auf den Ausstoß von Treibhausgasen von 180 Euro pro Tonne CO₂
  • das Erreichen der "Nettonull" bis 2030 - also dass nur noch so viel an Treibhausgasen ausgestoßen wird, wie die Natur binden kann

Berlin: Die Klima-Aktivisten Svenja Kannt (l-r), Sebastian Grieme, Linus Steinmetz und Sana Strahinjic stellen bei einer Pressekonferenz im Sauriersaal des Museums für Naturkunde die konkreten Forderungen der deutschen Bewegung von Fridays For Future vor. Seit einigen Monaten streiken Schüler, Studenten und Auszubildende jeden Freitag bundesweit für besseren Klimaschutz.
Svenja Kannt, Sebastian Grieme, Linus Steinmetz und Sana Strahinjic von Fridays For Future. Bildrechte: dpa

Die Bewegung hatte ihre Forderungen nach eigenen Angaben in Rücksprache mit Experten und Wissenschaftlern erarbeitet. Die Jugendlichen kündigten an, dass die Schülerstreiks weitergehen werden, bis ersichtlich sei, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens tatsächlich angestrebt werden.

Das Abkommen setzt das Ziel, die Erdeerwärmung auf unter zwei Grad, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Jeden Freitag - weltweit

Unter dem Motto "Fridays for Future" demonstrieren vor allem Schüler, aber auch Studenten und Auszubildende, seit Monaten bundesweit jeden Freitag während der Unterrichtszeit, um die Politik zu mehr Klimaschutz zu bewegen. Ausgelöst wurde "Fridays for Future" durch die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die im Sommer 2018 mit ihrem Schulstreik für den Klimaschutz begann. Auch in vielen mitteldeutschen Städten wie Leipzig, Dresden, Magdeburg und Erfurt gehen Jugendliche regelmäßig freitags auf die Straßen. Zudem treffen sie sich zu Umwelt-Aktionen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. April 2019 | 10:55 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. April 2019, 13:38 Uhr

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161 Kommentare

10.04.2019 13:45 Eulenspiegel 161

Hallo Mikro 152
Zuerst ein mal als die Ewiggestrigen bezeichne ich Personen die sich voll darauf Konzentrieren daß das alles nicht geht.Und ständig dieses beweisen wollen und alles Andere gar nicht wahrnehmen. Ganz egal worum es da geht. Und nicht einmal anfangen zu schauen was geht denn eigentlich. Also wenn ich die Wahl hätte direkt in der Innenstadt an einer Hauptstraße zu wohnen oder in der Nachbarschaft zu einem Windrad, und direkt neben einem Windrad wohnt keiner. Da gibt es Abstandvorschriften. Ich würde das Windrad vorziehen.

10.04.2019 13:31 Eulenspiegel 160

Hallo Norbert NRW 146
Also sie scheinen a wohl alle Andersdenkenden für besonders dumm zu halten.
Also es geht natürlich nicht darum:
„Jetzt schalten wir mal ganz schnell alle Kohlekraftwerke ab und dann sehen wir mal weiter“.
Natürlich muss bei jedem Kohlekraftwerk das abgeschaltet wird erst garantiert sein das es tatsächlich nicht mehr benötigt wird. Und dann kann erst abgeschaltet werden. Und ich denke diese jungen Menschen haben wesentlich mehr Ahnung von der Materie als sie.
Hallo Wo geht es hin? 151
Ich denke bevor sie hier auf einen Kommentar Antworten sollten sie versuchen diesen zu verstehen.
Vielleich sollten sie meinen Kommentar noch ein mal lesen.

10.04.2019 13:09 Ekkehard Kohfeld 159

@ NoFakt 156
Also bei uns in Schleswig-Holstein gehören die Windräder seit Jahrzehnten zum Landschaftsbild, über das sich nur wenige aufregen. ##

Wenn sie das so gut finden kann man den Rest auch noch bei ihnen aufstellen,bauchen wir den Schrott später nicht zu entsorgen und es bleiben doch ein paar mehr Vögle übrig.
Schauen sie sich mal die Schrottlpätze von vor sich hin gammelneden Winparks in den USA an da können sie sehen was auf uns zu kommt.Für ein einzige Kraftwekrzelle zu ersetzen werden 200 Windräder benötigt ich weis nicht welche Ökoblinz das wirklich besser ist.Zudem sie ja trotzdem da sein müßen für den Fall das Wind und Sonne aus fallen was ja schon öfter passiert ist oder trampeln sie dann selber?Ihr seit vielleicht Träumer.

10.04.2019 12:41 Fakt 158

>>c. urio, #155:
"In China entstehen tausende neuer Kohlekraftwerke,"<<
--------
Nun mal nicht übertreiben.
Weltweit sind zurzeit laut Handelsblatt 1400 Kohlekraftwerke in 59 Ländern in Bau oder Planung. Da können es in China allein kaum "Tausende" sein.
Hinzukommt die andere Seite der Medaille hinsichtlich der chinesischen Energiepolitik:

"Kein Land der Welt investiert so viel Geld in erneuerbare Energien wie China. 2017 flossen global rund 200 Milliarden US-Dollar in neue Solarzellen, Windparks, Wasserkraftwerke oder Biomasseanlagen – 45 Prozent davon in China."
(Quelle: taz)

10.04.2019 11:52 Mane 157

Man schreit nach erneuerbahrer Energie.Dann könnte man ja die schlauen Studenten, warum geht dann Betriebe kaputt,wo Wind Anlagen gebaut werden?

10.04.2019 11:37 Fakt 156

>>Mikro, #152:
"Was glauben Sie denn wie toll die Menschen Das finden in der Nähe wohnen zu müssen?"<<
--------
Also bei uns in Schleswig-Holstein gehören die Windräder seit Jahrzehnten zum Landschaftsbild, über das sich nur wenige aufregen.

10.04.2019 11:02 c. urio 155

Diese Kinder haben bisher noch nichts beigetragen, nichts geleistet im Leben, dass überhaupt irgendetwas aus Steckdose und Wasserhahn kommt aber diesen Grünsprech nachplappern.
Man sollte ihnen sofort Handy und Playstation entziehen .
Selbst wenn es Deutschland gar nicht gäbe, würde das nichts am Klima ändern.
In China entstehen tausende neuer Kohlekraftwerke, was für einen Wahnsinn u. Unsinn will man uns hier weiß machen ?
Und wo hat Greta eigentlich das Geld her , womit sie um die Welt fliegt und uns ihre Weisheiten verkündet , uns erzählen will, wie wir leben sollen.

So wie manche Grüne , welche noch nicht einmal einen Berufsabschluss haben.

10.04.2019 10:41 Günter Kromme 154

#138, Hallo Wessi, sie sind mir ja ein ganz Schlauer, erklären sich, mich und den Rest aller Erwachsen für durchweg dümmer als unsere Kinder, und damit natürlich auch alle sogenannten Experten gleich mit. Herzlichen Dank! Da kann man nur mit Grönemeyer antworte "Kinder an die Macht, den sie bedenken nicht was sie tun!" Den Klimawandel gibt es seit Anbeginn der Existenz dieses Planeten und war Milliarden Jahre NICHT menschengemacht, ebenso gäbe es ohne CO2 keine Grünpflanzen und Menschen gleich garnicht. Pflanzen und Tiere haben überlebt weil sie sich den sich änderten Klima anpassen konnten, wer es nicht konnte ist ausgestorben. Und ein weit verbreiteter Irrtum muß ausgeräumt werden, es geht nicht vorrangig um den unaufhaltbaren Klimawandel, es geht um Umweltschutz, und wenn die Menschheit weiter explosionsartig wächst wird auch dieser dramatisch unter die Räder kommen, zwangsläufig. Denn was kümmern einen Ertrinkenden der Salzgehalt des Wassers!

10.04.2019 09:30 Ekkehard Kohfeld 153

@Mikro 152 141Eulenspiegel Förderung läuft aus und nun werden die ersten verschrottet.##

Das verschrottet ist da auch richtig gewählt weil vieles
davon kann man nicht mal recyceln des halb stehen ja
in den USA schon viel Windparks in der Lanschaft und verrotten vor sich hin.

10.04.2019 08:03 Mikro 152

141Eulenspiegel Sie sollten erst mal versuchen höflich zu bleiben.Alle die nicht Ihrer Meinung sind können gar nicht die ewig gestrigen sein.Das sind normale gebildete Menschen die das etwas anders sehen als Sie.Das Sie sich über so viel Windkraft freuen erstaunt mich.Haben Sie die Damit verschandelte Landschaft gesehen?Was glauben Sie denn wie toll die Menschen Das finden in der Nähe wohnen zu müssen?Ganz abgesehen von den Schäden bei der Tierwelt.Förderung läuft aus und nun werden die ersten verschrottet.Super.Freue mich auf Ihre tollen Wasserspeicherkraftwerke.