Schüler und Studenten demonstrieren gemeinsam mit Plakaten und Schildern gegen die Energiegewinnung aus Kohle und für eine nachhaltige Energiepolitik vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Die Schüler kamen am Freitag vor dem Bundeswirtschaftsministerium zusammen, in dem die Kohlekommission tagt. Bildrechte: dpa

"Fridays for Future" Tausende Schüler demonstrieren für mehr Klimaschutz

Am Freitag sind erneut Tausende Schüler auf eine Klimaschutzdemonstration statt in die Schule gegangen. In Berlin versammelten sich die Jugendlichen vor dem Wirtschaftsministerium, in dem die Kohlekommission tagte.

Schüler und Studenten demonstrieren gemeinsam mit Plakaten und Schildern gegen die Energiegewinnung aus Kohle und für eine nachhaltige Energiepolitik vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Die Schüler kamen am Freitag vor dem Bundeswirtschaftsministerium zusammen, in dem die Kohlekommission tagt. Bildrechte: dpa

Tausende Schüler haben am Freitag in mehreren deutschen Städten für mehr Klimaschutz und einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle demonstriert. Die größte Protestkundgebung fand vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin statt, in dem zeitgleich die von der Regierung eingesetzte Kohlekommission tagte. Dort kamen nach Angaben des Initiatorennetzwerks "Fridays for Future" (Freitage für die Zunkunft) am Mittag bereits bis zu 4.500 junge Menschen zusammen. Sie wollten vom Wirtschaftsministerium zum Kanzleramt ziehen. Beobachter sprachen laut der Nachrichtenagentur epd von rund 5.000 Teilnehmern.

In München kamen rund 3.000 Menschen, wie die Organisatoren mit Berufung auf Polizeiangaben erklärten. Auch in anderen Städten kamen Schüler zusammen.

Altmaier redet mit Schülern

Wirtschaftsminister Altmaier hatte am Mittag mit einigen Schülern über die Proteste gesprochen. Vertreter von "Fridays for Future" übergaben zudem eine Erklärung an die Mitglieder der Kohlekommission, in der sie zu einem schnellstmöglichen Ausstieg aufriefen.

Bereits in den vergangenen Wochen hatten Schüler aus ganz Deutschland für mehr Klimaschutz demonstriert. Am vorigen Freitag waren es nach Veranstalterangaben mehr als 25.000. Die Bewegung "Fridays for Future" geht auf die junge schwedische Aktivistin Greta Thunberg zurück. Die 16-Jährige geht seit etwa einem halben Jahr jeden Freitag nicht in die Schule, sondern demonstriert vor dem schwedischen Parlament in Stockholm für Klimaschutz.

Diskussion um Schulpflicht

Viele der Jugendlichen hatten am Freitag an einem Schulstreik teilgenommen, um sich an den Demonstrationen beteiligen zu können. Dies hatte eine Debatte um die Schulpflicht ausgelöst. Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner hatte angesichts der geplanten Schülerproteste an die Schulpflicht erinnert. Der CDU-Politiker sagte MDR AKTUELL, Demonstrations- und andere Bekundungen könnten auf den Nachmittag verlegt werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zeigte Verständnis für die streikenden Schüler. Auch Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres bewertete die Demonstration am Freitag positiv. Die Senatorin sehe das politische Engagement der Schüler mit Sympathie, sagte eine Sprecherin.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. Januar 2019 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Januar 2019, 15:15 Uhr

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101 Kommentare

27.01.2019 15:24 Udo K 101

@ Thomas 99
Einen besseren Beweis für die Arroganz und Überheblichkeit überzeugter Weltverbesserer konnten Sie mit Ihrem Beitrag gar nicht bringen.
Und noch eins: Diese unsinnigen Streiks und die Teilnahme der Kids IST das Ergebnis der linksgrünversifften Dauerberieselung unserer Lehranstalten.
Da ist plötzlich vom Unterricht fern bleiben was Gutes, die Schulpflicht Nebensache.
Ernst nehmen könnte ich diese Schüler, wenn Sie konkrete Angaben machen würden, was sie persönlich in ihren Gewohnheiten ändern wollen, worauf sie verzichten wollen, um ihre Zukunft zu sichern.
Angst um die Zukunft? Da gibt es so viele Gründe, über die mal nachgedacht werden sollte.

27.01.2019 15:11 Udo K 100

@ Eulenspiegel 69
Immer schön bei der Sache bleiben!
Auf die Schulpflicht weiche ich nicht aus, denn es gehört zum Thema des Artikels.
Was Sie unter "gehässig" verstehen, bleibt wohl Ihr Geheimnis.
Ja, ich stehe dazu, ich bin gegen den gewaltsam herbeigeführten Kohleausstieg, weil das ganze Thema Klimawandel falsch angegangen wird.
Von welchen Folgen sprechen Sie? Der Ausstieg wird noch viel schlimmere Folgen haben, als es sich grüne Träumer vorstellen können.

27.01.2019 14:14 Thomas 99

Oh mein Gott - diese Schüler "schwänzen" die Schule!

Dabei müssten doch die besorgten Bürger hier noch Beifall klatschen dafür, kommen doch die No-Future-Kids dadurch wenigstens temporär aus der linksgrünversifften Dauerberieselung unserer Lehranstalten heraus.
So nebenbei hocken sie dann auch nicht als bewegungsmuffel vor irgendeinem digitalen Endgerät wie anscheinend etlicher der chronischen Muffler hier, sondern werden mit sauerstoffhaltiger Frischluft konfrontiert, die ggf. noch Serotonin-Schübe zur Folge hat.

Das wiederum kann sehr gut dabei helfen, nicht immer alles so negativ zu sehen und beständig zu meckern.

Interessant auch die Meinungen oder besser die Argumente zum Thema Klimaschutz. Da müssen Flüchtlinge und für die gefällte Bäume als Killerargument herhalten. Die ganzen Umweltsauereien oder auch ein Hambacher Forst ist dagegen toll, wenn er für klimaschädliche Wirtschaftsinteressen geopfert wird - whataboutism?

Tststs...

27.01.2019 12:46 Wessi 98

@ 94/95 ...noch einmal: ich habe NIE irgendwelche Öko-Demos besucht, finde es aber zu 100% richtig, daß Schüler ihre Meinung offen darstellen, unabhängig von der meinung.Auch während der Unterrichtszeit.Sie haben doch auch in der FDJ derzeit mitdemonstriert?!Was die Menschen anbelangt haben Sie ja nicht Unrecht.Aber die Europäer werden ja schon weniger...!

27.01.2019 09:32 ein schon länger in Deutschland lebender 97

@FAKT 96
"Das Team des Kognitionspsychologen John Cook wertete knapp 12.000 Studien zum Thema globale Erwärmung aus"

leider geht daraus nicht hervor wer die Studien in Auftrag gegeben hat und ob sie Ergebnis orientiert waren.

27.01.2019 02:40 FAKT 96

>>007, #81;
"Wenn die Klimaforscher recht haben, u ich rede hier von Wissenschaftlern u keinen selbsternannten grünen Experten, dann durchleben wir derzeit eine ganz normale Kaltzeitphase."<<

Na, dann mal ein Zitat aus der Zeitung "Die Zeit":
"Oft wird behauptet, es gäbe große Uneinigkeit darüber, ob der Klimawandel stattfindet und ob er auch menschengemacht ist. Das ist falsch. Das Team des Kognitionspsychologen John Cook wertete knapp 12.000 Studien zum Thema globale Erwärmung aus: 97 Prozent derjenigen, die sich zum Klimawandel positionierten, waren sich einig, dass der Klimawandel auch menschengemacht ist."

26.01.2019 22:50 007 95

@ Wessi 91... Wie kommen sie auf das schmale Brett ich würde ihre Thesen vertreten. Übrigens reden wir nicht in diesem populistischen öko Jargon. Ich spreche von Klimaschwankung, einen "Klimawandel" gibt es nicht. Weil unser Klima unbeständig ist kann man nicht von einem Wandel reden. Klar soweit? Achja sie haben ja Abi, dann sollten sie mir auch folgen können. Selbstverständlich hat der Mensch Einfluss auf unser Ökosysteme ist doch klar. Aaaber Wessi, der Einfluss des Menschen auf das Klima besteht nur in Thesen. Es ist von der Politik direkt schon unverschämt zu behaupten, wir könnten wegen dieser Thesen, durch Veränderung unserer Lebensweise das Weltklima beeinflussen. Vielleicht wenn wir wieder in Höhlen leben u 8 Milliarden Menschen weniger wären. Die Menschen waren im Weltall, auf dem Mond u wissen nüscht über unsere Erde? Wenn es sicher wäre das wir unser Klima derart beeinflussen, wäre es wissenschaftlich längst bewiesen. Bis dahin ist die Erde eine Scheibe ...

26.01.2019 21:04 007 94

@ Wessi 91 ... Ich hab es schon X-mal gesagt, dass ich Klimaschwankungen in keinster weise in Frage stelle? Sie können selbstverständlich gegen u für das Klima oder Wetter demonstrieren. Oder wie ein User geschrieben hat, gegen die Gezeiten oder von mir aus gegen die O'Beine ihrer Oma. Es ist mir egal, jeder kann sich zum Gespött machen wie er will, wir sind ein freies Land. Ich stelle fest, dass der Raubbau an der Natur durch die vielen, zu vielen Menschen, uns allen schadet. Mit Umweltschutz, Schluss mit der Zersiedlung unseres Landes, mit weltweiter Geburtenkontrolle beginnt für mich die Rettung unseres Planeten. Zuviel Menschen, zuviel Fresser auf dieser Erde. DE ist am dichtesten besiedelt in EU u sie stehen auch für noch mehr Zuwanderung. Sehen sie, u da geht der Umweltschutz u ihr "Klimaschutz" völlig an ihnen vorbei. Sie erkennen die Zusammenhänge nicht. Wie viel Bäume müssen wohl pro Hundert Zuwanderer weichen? ...

26.01.2019 20:23 007 93

@ @ Wolfgang 86 ... Zitat; "Eigentlich sollte man die Schüler doch bewundern".

Nö, die sollte man zur Ordnung rufen u die Lehrer abmahnen. Die Kinder u Jugendlichen geben wir Eltern in die Obhut der Schule um zu lernen u nicht für Spielchen politischer Interessengruppen. Im StGB gibt es dazu einige Vorschriften, die gegenüber Schutzbefohlenen einzuhalten sind. Die Eltern sind dafür erst ausdrücklich zu fragen. Nicht zu informieren, zu FRAGEN. Ich hätte die Lehrer, wenn die Demo ohne Einverständnis der Eltern war, verklagt. Auch wenn es während der Schulzeit war. Politische Demos sind absolute Privatsache u stehen nicht auf dem Stundenplan. Meine Kinder erziehe ich nach meinen politischen Vorstellungen+ Werten u nicht einer amtierenden Partei ...

26.01.2019 20:06 Klaus Schubert 92

Warum demonstratieren die Schueler nicht gegen China, Indien oder die afrikanischen Staaten die doch "mehr" Schaden mit dem Klimawechsel?? zutun haben?