E-Scooter stehen in der Dresdner Altstadt
Auch in der Dresdner Altstadt anzutreffen: E-Tretroller Bildrechte: MDR/Axel Köhn

Verkehr Kommunen und Verleiher vereinbaren Regeln für E-Scooter

Seit Juni können E-Tretroller in deutschen Städten ausgeliehen werden und sorgen seitdem mitunter für Ärger, nicht nur wenn sie rollen. Die Kommunen sehen besonders die Verleiher in der Pflicht und vereinbarten Regeln für mehr Sicherheit.

E-Scooter stehen in der Dresdner Altstadt
Auch in der Dresdner Altstadt anzutreffen: E-Tretroller Bildrechte: MDR/Axel Köhn

Der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund haben sich mit vier großen Verleihfirmen von E-Tretrollern auf Maßnahmen für mehr Ordnung und Sicherheit geeinigt. So sollen die Verleiher künftig sicherstellen, dass die E-Tretroller "nicht ungeordnet auf Gehwegen, in Fußgängerzonen, auf öffentlichen Plätzen oder vor Denkmälern" aufgestellt werden, heißt es in der Vereinbarung "Nahmobilität stärken - E-Tretroller in den Straßenverkehr integrieren" , die am Montag offiziell vorgestellt werden soll.

Verleiher in der Pflicht

Zwei E-Scooter parkt neben Fahrrädern in Erfurt.
E-Scooter können so ... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

  • Die Verleiher sollen außerdem dafür sorgen, dass die Nutzer die Fahrzeuge wieder korrekt abstellen - beispielsweise durch eine Bestätigungsaufforderung via App oder indem sich die Verleiher ein Foto übersenden lassen. 
  • Technische Möglichkeiten wie Geofencing sollen dazu beitragen, dass die Roller nicht an denkmalgeschützten Orten abgestellten werden oder an Orten, an denen die Verkehrssicherheit besonders gefährdet ist.
  • Feste Verleihstationen und gekennzeichnete Bereiche sollen für eine bessere Ordnung sorgen.
  • Verstöße sollen durch Sperren der Nutzungsberechtigung sanktioniert werden.

Außerdem sollen sich die Verleiher verpflichten, falsch abgestellte und defekte Roller innerhalb einer mit der Kommune vereinbarten Frist zu beseitigen. Die Firmen sollen dazu eine Beschwerdemöglichkeit einrichten, sodass Roller, die andere behindern oder gefährden, gemeldet werden können.

Kommunen sehen E-Tretroller positiv - im Prinzip

Mehrere Elektrotretroller stehen auf dem Kaiserplatz.
... oder so abgestellt werden. Bildrechte: dpa

Die beiden kommunalen Spitzenverbände erklärten, grundsätzlich würden sie das Angebot an E-Tretrollern begrüßen, sie stellten "eine weitere Alternative zum Auto dar" und könnten "einen innovativen Baustein für die Verkehrswende in den Kommunen bilden".  Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, sagte der "Passauer Neuen Presse", E-Tretroller könnten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn sie tatsächlich Pkw-Fahrten ersetzen. "Damit sie sich gut in den Verkehr integrieren, braucht es vor allem die Rücksicht derer, die mit den E-Rollern unterwegs sind, sowie klare Regeln, wo Roller stehen dürfen und wo nicht."

Elektro-Tretroller seit Juni zugelassen

Elektro-Tretroller sind seit Juni in Deutschland zugelassen. Anbieter in mehreren Städten stellen sie seither zum Ausleihen zur Verfügung. Die Roller dürfen bis zu 20 km/h schnell fahren und müssen auf Radwegen unterwegs sein - gibt es keine, müssen sie auf die Straße.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. August 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2019, 19:02 Uhr