Eine Straßenbahn auf dem Campus der Universität Jena.
Der Städte- und Gemeindebund fordert, den öffentlichen Nahverkehr massiv auszubauen. Bildrechte: imago/Bild13

Mehr Hilfe von Bund und Ländern Kommunen fordern Masterplan für Klimaschutz

Die Städte und Gemeinden in Deutschland hoffen auf weitere Hilfe, um ihre Klimaschutzziele umsetzen zu können. Die Rede ist von einem bundesweiten Masterplan. Unter anderem sollten die Gelder aufgestockt werden.

Eine Straßenbahn auf dem Campus der Universität Jena.
Der Städte- und Gemeindebund fordert, den öffentlichen Nahverkehr massiv auszubauen. Bildrechte: imago/Bild13

Die Kommunen in Deutschland fordern mehr Hilfe beim Klimaschutz. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte der "Südwest Presse" und der "Märkischen Oderzeitung", man brauche einen Masterplan. Ohne ein konkretes Konzept zum Klimaschutz könnten die Kommunen ihre Ziele bei der CO2-Reduzierung nicht erreichen.

Landsberg betonte, inzwischen wüssten alle, dass eine Verkehrswende nötig sei. Es brauche mehr öffentlichen Nahverkehr. Das werde aber nur funktionieren, wenn Bund und Länder die Mittel deutlich aufstockten. Zudem müssten die Vorgaben des Gesetzgebers für neue Trassen deutlich erleichtert werden. Die Deutsche Bahn müsse ihr Netz in der Fläche deutlich ausbauen.

Klimaschutzgesetz in Arbeit

Landsberg forderte, einen solchen Masterplan in das Klimaschutzgesetz aufzunehmen, über das die Bundesregierung derzeit berät. Das Gesetz soll bis Ende 2019 auf den Weg gebracht werden. Aktuell ringen Union und SPD unter anderem darum, ob und auf welchem Weg der Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) verteuert wird. Zudem wird noch darüber diskutiert, wie konkret das Klimaschutzziel für einzelne Bereiche definiert wird.

Städtetag: Einsatz der Städte allein reicht nicht

Ähnlich wie Landsberg äußerte sich auch der Chef des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy. Er sagte, es fehlten noch immer klare Vorgaben und Anreize für Kommunen und Bürger. Der Einsatz der Städte werde nicht reichen, um die Klimaschutzziele zu erfüllen.

Konstanz ruft "Klimanotstand" aus

Der Gemeinderat von Konstanz hatte am Donnerstag auf Antrag der Schülerbewegung "Fridays for Future" den "Klimanotstand" ausgerufen. Dabei handelt es sich praktisch um einen Klimaschutzplan. Künftig soll in Konstanz etwa eine klimaneutrale-Energieversorgung von Neubauten geprüft werden. Zudem soll es ein Mobilitätsmanagement für die Stadt geben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. Mai 2019 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Mai 2019, 09:22 Uhr

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18 Kommentare

05.05.2019 12:52 Bernd L. 18

Ob Schwindel oder nicht- das ist nicht relevant. Mit dem Klimahype lässt sich so richtig Kohle abfassen, sowohl für den Staat als auch für alle Drittbrettfahrer. Auch mit Asyl konnte manche sehr gut verdienen.WER das wohl alles erarbeiten muss?

05.05.2019 10:45 007 17

@ Sabrina 16 ... Völlig richtig. Unser Klima verändert sich ständig. Es wäre etwas nicht in Ordnung, wenn es irgendwann in einer warm- oder Kälteperiode stehen bliebe. Derzeit erleben wir eine ganz normale Erwärmung, der wieder eine Kälteperiode folgen wird. Die Menschen die Freitags für "das Klima" demonstrieren halte ich einfach nur für naiv u unaufgeklärt. Außerdem erwärmt sich die Erde erst u dann steigt das CO², was übrigens, wie aktuelle Bilder aus dem All zeigen, unsere Erde grüner macht. Während der Nordpol Eispanzer verliert wächst das Eis am Südpol an. Alles völlig normale sich wiederholende Zyklen wie Frühling- Sommer- Herbst- u Winter. Käme je jemand auf die Idee gegen den Sommer zu demonstrieren? Und genauso gaga ist es gegen unser Klima zu demonstrieren. SERIÖSE Biologen haben übrigens vorausgesagt, dass wir uns derzeit auf einem "Wärme Plato" befinden. Wir haben quasi derzeit "Hochsommer"u danach kommt wieder ein Herbst ...

04.05.2019 22:09 Sabrina 16

@ 04.05.2019 12:49 Altmeister 50 10

Dass mit dem Abschmelzen der Himalaya-Gletscher war keine Fehleinschätzung, sondern dreiste Propaganda.

Pro 1000 m Höhe nimmt die Temperatur in der Troposphäre ca. 6 °C ab.
Da kann man sich dann ausrechnen in welchem Maße die Temperatur steigen müsste, damit auch in den Gipfellagen des Himalaya die Gletscher schmelzen.

Aber auch solche Lügen werden die Gläubigen nicht dazu bringen, vom Glauben abzufallen.

04.05.2019 22:04 Sabrina 15

@ 04.05.2019 10:18 Fragender Rentner

"Wir müssen erst einmal eine Kommission bilden und mal sehen was die uns vorschlagen werden."

Geht bei bildungsfernen Politikern nicht.
Da geht nur
Enquete-Kommission

Die müssen schließlich ihre Erbärmlichkeit in klangvolle Fremdworte kleiden.

04.05.2019 22:00 Sabrina 14

Natürlich ist der Klimaschutz nichts anderes als Schwindel. Das weiß auch jeder halbwegs gebildete Mensch.

Hier muss ich allerdings sagen, dass es clever ist, die Situation zu nutzen, die Infrastruktur zu verbessern.

Allerdings Batteriebusse müssen Tabu sein, solange keine andere Batterietechnik als derzeit verfügbar ist.

04.05.2019 14:39 jochen 13

11# Völlig richtig.

Ein Wahlkreuz an der richtigen Stelle bewirkt Wunder.
Das nennt sich Volkes Wille.

04.05.2019 12:57 lummox 12

das ist ja noch größerer mist als weltweit kühe mit ihren methan-fladen produzieren können. auf zum kinderkreuzzug gegen die reaktionären rindviecher :)

04.05.2019 12:52 Mane 11

Die ganze Welt lacht.Die dummen Deutschen geben der ganzen Welt die schwer erarbeiten Gelder der Bevölkerung aus.Die Regierung braucht einen Denkzettel.Es kommt ja die Wahl.

04.05.2019 12:49 Altmeister 50 10

Beim Klima ist es wie bei der Ernährung. Die einen sagen so, die anderen sagen so, und beide sagen erfahrungsgemäß morgen was anderes. War Milch früher gesund und Kaffee schädlich ist es heute umgekehrt.
Ähnlich beim Klima: Mitte der Siebziger warnten Experten noch vor einer dramatischen globalen Abkühlung. Wenige Jahre später lautete der Alarmruf Heißzeit statt Eiszeit. Jetzt schmelzen alle Gletscher, außer wenn plötzlich wieder welche wachsen. Sogar den Komplettschwund der Himalaya-Gletscher bis 2035 hatte der Weltklimarat IPCC schon prophezeit. Ein paar Jahre später musste man einräumen, dass man falsch abgeschrieben hatte, es sollte 2350 statt 2035 heißen.
Das ist im Grunde nicht weiter überraschend, denn IPCC-Berichte sind nichts anderes als „Schätzungen von Schätzungen von Schätzungen“. Unzählige Vorhersagen und Horrorszenarien mussten die Klimawächter daher schon korrigieren.
Wer schützt uns vor den Klimaschützern ?

04.05.2019 12:07 007 / Crazy country! 9

@ REXt 8 ... Hi REXt, so ist es. Zuerst muss eine Panik, eine Hysterie, ein Katastrophenszenario aufgebaut u manifestiert werden, sonst fließt keine Kohle. Gelder die in eine ideologische Klimakirche gepumpt u verschwendet werden. Die hunderte von Mio Eurodollars würde 007 in unsere Rentner u Familienpolitik investieren. Aber was will man tun, wenn unser Land nicht mehr von Vernunft u vom gesunden Menschenverstand, sondern von einfältigen Träumern u Ideologen regiert wird. Diese unrühmlich- naiv- infantile Zeit wird wohl als "bunte warm-periodische Torheit" oder so in die deutsche Geschichte eingehen ...