Ursula von der Leyen und Annegret Kramp-Karrenbauer
Ursula von der Leyen übergibt das Verteidigungsressort an Annegret Kramp-Karrenbauer. Bildrechte: dpa

"AKK" folgt von der Leyen Werteunion lobt Wechsel der Verteidigungsministerin

Die Konservativen in der CDU sehen die Berufung von Parteichefin Kramp-Karrenbauer zur Bundesverteidigungsministerin positiv. Vositzender Mitsch hofft, dass sich mit der "Quereinsteigerin" das Vertrauensverhältnis zwischen Truppe und Ministerium verbessert.

Ursula von der Leyen und Annegret Kramp-Karrenbauer
Ursula von der Leyen übergibt das Verteidigungsressort an Annegret Kramp-Karrenbauer. Bildrechte: dpa

Der Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums ist nach Einschätzung der Werteunion eine gute Nachricht für die Bundeswehr.

Der Vorsitzende des Zusammenschlusses konservativer CDU-Mitglieder, Alexander Mitsch, begrüßte es, dass niemand aus dem Ministerium den Posten bekommen habe, der die Zustände mitzuverantworten habe.

Mitsch sagte MDR AKTUELL, die Truppe könne so wieder Vertrauen zu ihrer Ministerin entwickeln.  Er betonte, mit dem Ministerposten stelle sich Kramp-Karrenbauer der Verantwortung, die ihr die Kanzlerin zugewiesen habe.

AKK: "Mit Merkel die Situation neu bewertet"

Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer hatte in den ARD-Tagesthemen erklärt, sie wolle ihr politisches Gewicht für die Bundeswehr einbringen. Es gehe nicht um persönliche Profilierung.

Die Parteivorsitzende der größten Regierungspartei hat über die Funktion einen besonderen Einfluss. Und den will ich für die Bundeswehr einsetzen.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer

Einen Widerspruch zu ihrer früheren Absage an einen Kabinettsposten sieht Kramp-Karrenbauer nicht. Sie habe sich dazu zwei Wochen intensiv mit Kanzlerin Angela Merkel beraten und "die Situation sehr deutlich neu bewertet".

"Frauenpower" in der CDU

Kramp-Karrenbauer sieht ihre Berufung auch als Zeichen der Emanzipation von Frauen. Sie sagte der ARD: "So wie ich von der Arbeit der Frauengeneration vor mir profitiert habe, so will ich, dass jüngere Frauen auch von meiner Arbeit profitieren." Dieser Wechsel von Frau zu Frau an der Spitze des Verteidigungsministerium sei schön - aber auch Verpflichtung, dass das "nicht nur das Bild eines Tages" bleibe. Frauen in Führungspositionen müssten selbstverständlich werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Juli 2019 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2019, 10:25 Uhr

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16 Kommentare

19.07.2019 16:38 Karl Stülpner 16

Es ist schön eine Überraschung gewesen, dass es Frau Kramp-Karrenbauer ins Verteidigungsministerium geschafft hat.
Das Vermittlungsproblem wird die CDU nicht nur außerhalb sondern besonders auch innerhalb haben. Dort stinkt es viele Mitglieder einfach nur an, dass die da oben nur an sich und ihre Karrieren denken. Ich meine, dass sich das böse rächen wird.
Letzten Endes wählen die Menschen ihren persönlichen Vorteil. Und da gibt's nichts bei den Regierungsparteien zu finden. Schade, ist aber so.
Frau Kramp-Karrenbauer sollte man eine echte Chance geben, sich zu bewähren. Schafft sie es, dann verdient sie aller Bürger Respekt. Schafft sie es nicht, dann jage man sie in die Wüste und noch ein Stück weiter. Das Wort zum Freitag.

19.07.2019 08:33 Bingo 15

Werteunion ?? Warscheinlich gibt es in der CDU zwei Teile, "die Werteunion" die mehr "Wert" hat und dan denn anderen Teil, der wertlos oder weniger wert hat....Was sonst, soll diese Wortschöpfung bedeuten ??

18.07.2019 19:00 jochen 14

Eine "Werteunion" ? Wer soll das ein ?
Vielleicht die überzeugten CDU/CSU Ja - Sager ?

18.07.2019 16:09 M.S. 13

Die integre Frau Kramp-Karrenbauer kommt bei konservativen CDU-Wählern gut an. Wenn Friedrich Merz noch ins Kabinett eintreten würde, wäre auch dies ein gutes Signal für diejenigen Wähler, die sich eine konservativere Ausrichtung der CDU wünschen.

18.07.2019 14:30 Ossi 65 12

Die Bundesregierung macht sich in der Welt immer mehr zur Lachnummer. Mediator, da können Sie mich ruhig wieder als Politisch Unfähigen dahin stellen ist mir egal. Die Politik der Bundesregierung ist für mich schon seit der Wende ein Rotes Tuch, und dazu stehe ich auch, denn mein Staat war die DDR. Ich war nicht in der SED, ich war nicht in der Stasi, ich habe nur 3 Jahre bei der NVA gedient bei der ARI, ansonsten bin ein DDR Normali der dort gerne gelebt hat, anders als heute in der BRD. Trotzdem akzeptiere ich das Grundgesetz der BRD, würde aber im Kriegsfall für diesen Staat keine Waffe in die Hand nehmen, weil dazu fehlt mir die volle Loyalität zur BRD. Meine Meinung bleibt, in so ein Amt muss ein Erfahrener/Erfahrene EX Bundeswehr Angehöriger ob Männlich oder Weiblich Berufen werden. Das Militär ist nicht irgendeine Werkzeugfabrik Mediator.

18.07.2019 13:14 Winter 11

Das es da in der cdu welche gibt die das alles Positiv sehen,ist doch klar. Das sind eben genau solche,die zu allem Ja und Amen sagen,was von höherer Stelle vor geplappert wird !!!

18.07.2019 13:10 Winter 10

Sie hat sich mit Frau M. zwei Wochen beraten !!! ALLES KLAR !!!!!! Dann muss Ja alles gut sein!!! LoL

18.07.2019 12:55 Frank 9

Der Beweis, der Satz:" Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.", ist passend für jede(n) Politiker(in) aller Parteien, allen voran der Regierungsparteien!

18.07.2019 12:17 Wachtmeister Dimpfelmoser 8

@ 11:09 | Bernd: "Wie will man denn das dem Bürger noch vermitteln?"
Klare Antwort, Bernd: Gar nicht! Weil das in diesem Staat und mit diesem Volk auch gar nicht notwendig ist. Der vollkommen berechtigte Unmut über diese Postenbeschaffungsmaßnahmen im Inner Circle der Kanzlerin nähert sich doch schon jetzt, am Tag 3, asymptotisch einer Nulllinie. Das Volk hält ruhig, wie immer. Und der einzige etwas aggressiver ausfallende Tweet ob dieses Nepotismus, der des AfD-Politikers Uwe Junge ("Wann kommt endlich der Aufstand der Generäle?") wird mit den üblichen Empörungsfloskeln weggewischt. Da muss man nichts vermitteln, überhaupt nichts. Würden Sie das tun? Wozu? Deutschland ist wieder einmal das beste(?) Beispiel für "Das Schweigen der Lämmer".

18.07.2019 12:06 Gerd Müller 7

Wer lässt sich noch täuschen vom Begriff „Werteunion“, der ist genauso schäbig wie „Wertewesten“.
Was soll das bedeuten, Leyen verbrennt Millionen an Steuergeldern und wird noch hochgelobt in der EU.
Werteunion, zu Glück habe ich noch nicht gegessen.
Mit diesen beiden Frauen werden wir in die Aufrüstung getrieben, und zu Schluss in einen Krieg gegen Russland.
Alle beide sind in meinen Augen, Kriegstreiber.
Das Volk wurde von vorne und hinten verkohlt. Im Herbst kommt die Quittung für die Verlogenheit.