Polizeiliche Kriminalstatistik Erneuter Rückgang der Straftaten

Deutschland ist nach Aussage von Bundesinnenminister Seehofer eines der sichersten Länder der Welt. Zugleich räumte der Minister jedoch ein, dass die Statistik das Sicherheitsempfinden der Menschen nicht widerspiegele.

Die Zahl der Straftaten in Deutschland ist erneut gesunken. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sprach in Berlin von einem der niedrigsten Werte seit Jahrzehnten. Demnach wurden im vergangenen Jahr rund 5,56 Millionen Straftaten registriert - etwas weniger als im Vorjahr.

"Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt"

Die Aufklärungsquote liege bei 56,5 Prozent. Das sei der höchste Wert seit 2005. Laut Seehofer ist Deutschland damit eines der sichersten Länder der Welt. Weniger als ein Prozent der Bevölkerung seien von Straftaten betroffen. Unklar ist allerdings, wie viele Vergehen den Sicherheitsbehörden nicht bekannt sind.

Der CSU-Minister räumte ein, Zahlen seien das eine, das subjektive Empfinden müsse damit aber nicht übereinstimmen. Das Gefühl der Verunsicherung habe bei vielen Bürgern zugenommen, was sich ändern müsse, so Seehofer. Das könne "nur gelingen, wenn wir die personelle und sachliche Ausstattung der Sicherheitsbehörden weiter verbessern.

Weniger Wohnungseinbrüche und Taschendiebstähle

Der Bundesinnenminister fügte hinzu, zudem müssten die rechtlichen Grundlagen der Polizeiarbeit zum Teil verbessert werden, etwa um zu verhindern, dass Ermittlungen "aus falsch verstandenem Schutz der Daten" behindert würden. Er hoffe, dass die Zustimmung des Koalitionspartners bekommen werde.

Laut Statistik gab es im Bereich Diebstahl einen überdurchschnittlichen Rückgang von 7,5 Prozent auf rund 1,94 Millionen Fälle. Das Bundesinnenministerium nannte als Grund einen besonders starken Rückgang bei Wohnungseinbrüchen um 16,3 Prozent und Taschendiebstählen um 18,2 Prozent.

Wenig Änderungen gab es beim Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen. Er betrug im vergangenen Jahr der Statistik zufolge etwa 30 Prozent. Seehofer sprach von einer "Stabilisierung des Anteils" und warnte davor, diese Zahlen zum "Instrument der politischen Auseinandersetzung" zu machen.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik beinhaltet unter anderem die bekannt gewordenen Straftaten einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche und die Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen. Nicht enthalten sind Staatsschutz- und Verkehrsdelikte, Steuerstraftaten sowie Ordnungswidrigkeiten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. April 2019 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. April 2019, 20:31 Uhr

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114 Kommentare

04.04.2019 19:50 Bürger 114

Hallo Klaus "Sie wollen nur die Statistik die ihnen in den Kram passt. Das ist aber ihr Problem" Klaus, kann es sein, das sie vielleicht ein viel grösseres Problem haben? Wenn man ihre Kommentare mit den vergleichen der männlichen Straftäter durchlist, könnte man denken sie kommen von einen anderen Planeten. Nehmen sie doch mal die Statistiken die hier von einigen Usern mit Quellenangaben angeboten worden sind zur Kenntnis und versuchen sie nicht durch irgend welchen Unsinn zu relativieren.

04.04.2019 19:15 Dieter 113

Mediator:
Dis Aussage, dass viele kleinere Delikte nicht angezeigt/aufgenommen wurden (z.B. Berlin-Drogendelikte), stammt von der PK, nicht von mir.
Ich habe Vergewaltigungen, Tötungsdelikte und schwere Körperverletzungen von Migranten/Geflüchteten von 2017 und 2014
(also ein Jahr vor der Merkelschen Grenzöffnung) verglichen, das ist der wichtigste Vergleich. Schwere Körperverletzungen, Morde, Tötungen waren 2014 und 2017 gleiche Delikte, haben sich bei Geflüchteten verdoppelt, im Schnitt gab es 2017 jeden Tag einen Mord durch einen Migranten. Das ist Statistik die kann so grausam sein für die Mediatorparallelwelt.

04.04.2019 18:58 Klaus 112

@ { 04.04.2019 16:41 der_Silvio }
Das Verhältnis spielt in der Realität aber keine Rolle.
Sie sollten schon bei der Realität bleiben und nicht bei Ihrer Phantasie-Statistik.
Die Anzahl der deutschen Verbrecher ist nach wie vor deutlich höher als die Anzahl der ausländischen Verbrecher.

04.04.2019 18:32 der_Silvio 111

@108 Klaus; "Und in absoluten Zahlen sind die deutschen Männer sowieso in der Mehrheit, was die Kriminalstatistik angeht."
Und warum ist das so? Ich hätte es fast nicht geglaubt, aber wir sind hier in Deutschland. Die Zahl der deutschen Einwohner ist sieben mal höher als die Zahl der nichtdeutschen Einwohner (siehe mein Kommentar #98).

"Sie wollen nur die Statistik, die Ihnen in den Kram passt. Das ist aber Ihr Problem."
Das gebe ich getrost an sie zurück!

04.04.2019 18:06 der_Silvio 110

@106 Klaus;
Was soll jetzt das?!? Sie sind mir ja ein Schelm...
Es ist doch herzlich egal, wie alt Straftäter sind!
Jeder, ob jung oder alt, Deutscher oder Ausländer, hat sich an hiesige Gesetze zu halten! Und JEDER ist für seine eigenen Taten verantwortlich! JEDE Relativierung ist da fehl am Platz!

04.04.2019 17:58 Klarheit 109

@Klaus,
---"...Sie wollen nur die Statistik, die Ihnen in den Kram passt. Das ist aber Ihr Problem...."-----,

genau dies scheint Ihr Problem zu sein - die Zahlen der Statistik sind eindeutig, und mir gefallen die überhaupt nicht , aber ich versuche nicht mit kruden Relativierungen mit Männer-Chromosomen , ausl. Frauen etc. die Fakten zu verdrehen !

Was ist Ihr nächster Versuch , evtl. sind ja ausl. Frauen auffälliger als 8 bis 10 Jährige dt. Kinder oder die dt. Männer über 80 gefährlicher als eingewanderte Eskimos ... wenn ja dann bitte belastbare Zahlen und keine Fake-Verdrehungen ........

04.04.2019 17:23 Klaus 108

@ { 04.04.2019 17:09 Klarheit }
Das ist nun mal die Realität, dass deutsche Männer (in absoluten Zahlen und auch im Verhältnis zur Bevölkerung) wesentlich öfter durch Verbrechen auffallen, als deutsche oder ausländische Frauen.
Da gibt es nichts daran zu rütteln. Und in absoluten Zahlen sind die deutschen Männer sowieso in der Mehrheit, was die Kriminalstatistik angeht.
Sie wollen nur die Statistik, die Ihnen in den Kram passt. Das ist aber Ihr Problem.

04.04.2019 17:09 Klarheit 107

mein Kommi an Klaus , vor dem an "Mediator" geschrieben scheint ja untergegangen zu sein....

Klaus seine Relativierungsversuche werden immer abenteuerlicher - jetzt müssen sich dt. Männer schon mit den ausl- Frauen vergleichen lassen - komplett faktenresistent der Mit-Kommentator!

Und Klaus - auch die dt. Jugendlichen / jg. Männer in der Altersgruppe der "Zugereisten" ist bei weiten nicht so kriminell auffällig ... der Silvio versucht es ja schon mehrmals Ihnen das zu verdeutlichen ....

04.04.2019 16:48 Klaus 106

Wenn man die Kriminalstatistik betrachtet, dann muss man ja auch sehen, dass die Zugereisten eine ganz andere Altersstruktur haben. Ältere Menschen beispielsweise, sind deutlich weniger an Verbrechen beteiligt als jüngere Menschen. Die Altersstruktur der Zugereisten ist nämlich so, dass da fast keine ältere Menschen dabei sind.
Das wäre von unseren Besorgten zuviel verlangt, dass man sich jetzt auch noch differenziert rechnen können muss.
Und wie schon mehrfach geschrieben, die deutschen Männer stehen in der Kriminalstatistik auch nicht gut da. Da sind selbst die ausländischen Frauen deutlich besser.

04.04.2019 16:41 der_Silvio 105

@102 Klaus; "Und die Männer, die sich benehmen können, können doch auch nichts dafür, wenn der Anteil der männlichen Verbrecher im Vergleich zu den Frauen so enorm hoch ist.
Es geht doch um die Gesetzesbrecher und nicht um die, die sich an die Gesetze halten."
Das steht für mich auch nicht zur Debatte.
In #91 schrieben sie: "Die Wahrscheinlichkeit, dass man es mit einem deutschen Täter zu tun bekommt ist immerhin fast doppelt so hoch."
Im Verhältnis betrachtet ist das falsch, wie ich ihnen in #98 versucht habe zu zeigen.
"Also, wenn man schon die Mathematik bemühen will, dann aber richtig und vollumfänglich und nicht nur da, wo es in die politische Denkweise passt."
Wenn sie mir dies bitte genauer erläutern bzw. so rechnen würden, wie sie die Verhältnisse Einwohnerzahl (deutsch / nichtdeutsch) & die dazugehörigen Zahlen der Straftaten.
Das hat NICHTS mit 'Besorgter' zu tun, das ist ihre Art mit diesen Dingen umzugehen - wenig hilfreich