Volumen 2019 Länderfinanzausgleich sinkt um 300 Millionen Euro

Beim Länderfinanzausgleich ist erstmals seit Jahren weniger Geld verteilt worden. Nach vorläufigen Zahlen verringerten sich die Ausgleichszahlungen zwischen reichen und armen Bundesländern auf etwa 11,16 Milliarden Euro. Größtes Geberland bleibt Bayern. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehören zu den größten Empfängern.

Der Bayerische Staatsminister der Finanzen, Markus Söder (CSU), wühlt einer Kiste mit 2-Euromünzen
Krösus ist weiter Bayern: Der Freistaat zahlte 2019 rund 6,7 Milliarden Euro in den Länderfinanzausgleich ein. Bildrechte: dpa

Der Finanzausgleich zwischen finanzstarken und –armen Bundesländern ist nach einem Medienbericht erstmals seit zehn Jahren gesunken. Demnach wurden 2019 etwa 11,16 Milliarden Euro umverteilt, nach 11,45 Milliarden Euro im Vorjahr.  Das meldete die "Neue Osnabrücker Zeitung"  unter Berufung auf vorläufige Daten des Bundesfinanzministeriums.

Bayern sind Zahlmeister

Größtes Geberland bleibt demnach Bayern, das so viel wie noch nie einzahlte: 6,70 Milliarden Euro waren ein Plus binnen Jahresfrist um 30 Millionen Euro. Die Einzahlung des zweitgrößten Gebers Baden-Württemberg sank hingegen um mehr als 60 Millionen auf 2,44 Milliarden Euro. Deutlich mehr als im Vorjahr steuerten auch die beiden weiteren Geberländer Hessen mit 1,91 Milliarden (2018: 1,61 Milliarden) und Hamburg mit 120 Millionen Euro nach zuvor 83 Millionen Euro bei.

Berlin kassiert am meisten 

Größtes Empfängerland ist weiter mit Abstand Berlin. Die Bundeshauptstadt kassierte mit 4,33 Milliarden Euro allerdings etwas weniger als im Jahr davor. Weitere große Profiteure sind erneut Sachsen mit unverändert 1,18 Milliarden Euro und Nordrhein-Westfalen, wo die Summe leicht auf 1,04 Milliarden Euro stieg.

Sachsen-Anhalt und Thüringen dürften nach Zahlungen von rund 670 Millionen Euro im Jahr 2018 weiter im Mittelfeld liegen.

Der Finanzausgleich regelt die Verteilung der Einnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Jedes der 16 Bundesländer hat aufgrund seiner wirtschaftlichen und regionalen Besonderheiten unterschiedlich hohe Einnahmen. Der Ausgleich zielt auf die laut Grundgesetz angestrebten einheitlichen Lebensverhältnisse.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. Januar 2020 | 06:30 Uhr

8 Kommentare

CrizzleMyNizzle vor 44 Wochen

auch blauer, keine Ahnung aber andere anmaulen.
Allein in meinem Umfeld gibt es 5 Freunde und Bekannte die in Erfurt, Leipzig oder Jena studiert haben und nun (halten Sie sich fest) in Westdeutschland arbeiten... (in vielen Richtungen, von Mediziner bis Sozialpädagoge). Wenn es denn so "viel Schwachsinn" ist, als was arbeiten all die Pendler oder weggezogenen in Westdeutschland, als Reinemachfrauen?
Weiterhin (aber das haben Sie ignoriert) sprach ich von ehemaligen Azubis die ebenfalls rüber gemacht haben (kenne ich persönlich aber nur 2).
Ja ich weiß Ihr Bauchgefühl und so ... aber mit der Realität hat das nichts zu tun.

Zsifkovits vor 44 Wochen

ha ha ha ha selten so viel Schwachsinn gelesen - wer an Elite Unis studiert hat beste Karrierechancen, außer der Charité und Jena im Osten keine in Sicht und selbst Sozialarbeiter studieren in Dortmund - Osten hinkt oder humpelt auf besseren Straßen als im Westen wirtschaftlich hinterher

Dreibeiner vor 44 Wochen

Eam schugg o - ageh, a so a Scharrn - nä bis keine Schwäbin -mir gäbe nix @H.E. - wenn dann gäbe mir gern - aber mir gäbe nix - woll'n ma do net - host mi?