Amira Mohamed Ali
Amira Mohamed Ali möchte die Fraktion der Linken nach eigenen Angaben einen. Bildrechte: dpa

Fraktionsspitze der Linken Mohamed Ali folgt auf Wagenknecht

Amira Mohamed Ali ist Nachfolgerin von Sahra Wagenknecht an der Spitze der Bundestagsfraktion der Linken. Die Abgeordneten wählten sie am Dienstagnachmittag in das Amt und bestätigten zugleich den bisherigen Co-Vorsitzenden Dietmar Bartsch in seiner Funktion.

Amira Mohamed Ali
Amira Mohamed Ali möchte die Fraktion der Linken nach eigenen Angaben einen. Bildrechte: dpa

Die niedersächsische Bundestagsabgeordnete Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch bilden die neue Spitze der Linksfraktion. Bartsch wurde am Dienstag wiedergewählt, Mohamed Ali setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen Caren Lay durch. Sie folgt in diesem Amt damit auf Sahra Wagenknecht, die nach vier Jahren nicht noch einmal zur Wahl angetrat.

Die Abstimmung zwischen den beiden Frauen fiel knapp aus. Nach Angaben eines Fraktionssprechers bekamen weder Mohamed Ali noch Lay im ersten Wahlgang eine Mehrheit. In einem zweiten Wahlgang sprachen sich dann 36 Abgeordnete für Ali aus - das entspricht 52,2 Prozent. Caren Lay holte 29 Stimmen, 42 Prozent. Für Bartsch stimmten 44 Abgeordnete, was einem Anteil von knapp 64 Prozent entspricht.

Ali bisher unauffällig

Die Rechtsanwältin Mohamed Ali sitzt erst seit 2017 für die Linke im Bundestag und wird dem linken Flügel der Partei zugerechnet, zu dem auch Wagenknecht gehört. Öffentlich größer in Erscheinung getreten ist sie bisher nicht. In der Fraktion kümmerte sich Mohamed Ali bisher um Verbraucher- und Tierschutz sowie um Justiz und Ernährung. In ihrem Bewerbungsschreiben für den Vorsitz hatte sie es als zentrale Aufgabe bezeichnet, die Fraktion zusammenzuführen.

Wagenknecht geht nach Streit

Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende (Die Linke) spricht zu Beginn der Fraktionssitzung ihrer Partei im Bundestag zu den Medienvertretern.
Sahra Wagenknecht bleibt weiter Mitglied des Bundestages. Bildrechte: dpa

Die Zeit mit Sahra Wagenknecht an der Spitze war geprägt vom Streit zwischen Wagenknecht und der Parteispitze um Katja Kipping und Bernd Riexinger. Wagenknecht sieht eine Politik der offenen Grenzen für alle kritisch und ist der Ansicht, ihre Partei habe sich von ihrer eigentlichen Klientel entfernt.

Die Auseinandersetzungen und ein Burnout hatten Wagenknecht nach eigenen Angaben schließlich zum Rückzug von der Fraktionsspitze bewogen. Sie habe den Tag nun auch herbeigesehnt, sagte sie vor der Fraktionssitzung.

Einen Rückzug aus Politik und Öffentlichkeit plant Wagenknecht allerdings nicht. Ihr Bundestagsmandat nimmt die 50-Jährige weiter wahr - und auch eine erneute Kandidatur für den Bundestag bei der nächsten Wahl kann sie sich nach eigenen Angaben zum aktuellen Zeitpunkt gut vorstellen, wie sie der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. November 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. November 2019, 18:09 Uhr

23 Kommentare

W.Merseburger vor 3 Wochen

DER Beobachter,
als gelernter DDR Bürger habe ich nach der Wende nie die Linke gewählt, eben aus Erfahrung. Wenn sie aber Sahra Wagenknecht als Stalinistin bezeichnen, dann fehlt ihnen etwas an historischem Wissen. Sonst würden sie nicht so eine Meinung (um nicht Dummheit zu sagen) hier veröffentlichen. Da sie noch ansprechen, was mich stört, muss ich ihnen sagen: zunächst subjektiv der Name und zusätzlich ihre vollkommene Unbedarftheit im politischen Berlin.

DER Beobachter vor 3 Wochen

Zumindest dem RCDS pflegen allerdings eher rechtskonservativ Denkende beizutreten. Das mit dem Ramadan finde ich allerdings ausschließlich gegenseiig abgekupfert in der einschlägigen rechten Propagandablase... Haben Sie noch mehr solche Storys?

DER Beobachter vor 3 Wochen

Mit diesem Kommentar, in dem bekanntermaßen ganz andere Vorbeter durchschimmern, zeigt sich nun endgültig, dass der nicht aus Dresden Stammende ganz unten im braunen Dreck angekommen ist...