Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, wird von einem Hubschrauber zum Bundesgerichtshof (BGH) zu einem Ermittlungsrichter gebracht.
Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, soll vor drei Jahren versucht haben, einen Iraker zu ermorden. Bildrechte: dpa

Rechtsextremismus Mordversuch: Neue Ermittlungen gegen mutmaßlichen Lübcke-Mörder

Der Tatverdächtige im Lübcke-Mord, Stephan E., soll ein weiteres rechtsextremistisches Gewaltverbrechen begangen haben: einen Mordversuch an einem Iraker. Auch in diesem Fall ermittelt jetzt die Generalbundesanwaltschaft.

Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, wird von einem Hubschrauber zum Bundesgerichtshof (BGH) zu einem Ermittlungsrichter gebracht.
Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, soll vor drei Jahren versucht haben, einen Iraker zu ermorden. Bildrechte: dpa

Gegen Stephan E., den Tatverdächtigen im Mordfall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, wird auch wegen des Anfangsverdachts eines versuchten Mordes an einem Iraker ermittelt.

Es gebe "Anhaltspunkte, dass der Beschuldigte am 6. Januar 2016 in Lohfelden versucht hat, einen irakischen Asylbewerber heimtückisch und aus niederen Beweggründen zu töten", teilte die Bundesanwaltschaft, die den Fall von den Kasseler Justizbehörden an sich zog, am Donnerstag in Karlsruhe mit. Demnach soll sich E. "dem Opfer unbemerkt von hinten genähert und ihm dann unvermittelt mit einem Messer in den oberen Rücken gestochen haben".

Ausschlaggebend für die Tat soll die rechtsextremistische Weltanschauung des Beschuldigten gewesen sein, die sei ein niederer Beweggrund.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. August 2019 | 13:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2019, 11:26 Uhr