Bundeskanzlerin Merkel Eine Million E-Ladestellen bis 2030

Die Bundesregierung will den Absatz von E-Autos mit Kaufprämien und mehr Ladestellen ankurbeln. Kanzlerin Merkel zufolge sollen in den nächsten zehn Jahren bundesweit eine Million Ladestellen gebaut werden.

Ola Källenius (l-r), Daimler-Chef, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bernhard Mattes, Präsident VDA, stehen beim IAA -Eröffnungsrundgang auf dem Stand von Mercedes neben einer E-Auto Konzeptstudie.
Daimler-Chef Källenius (l) mit Bundeskanzlerin Merkel und VDA-Präsident Mattes auf der IAA 2019 in Frankfurt am Main. Bildrechte: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel will mit Kaufprämien und einem flächendeckenden Ladestellen-Netz mehr Bürger zum Erwerb von Elektroautos bewegen. Die CDU-Politikerin rief in ihrem Video-Podcast die Industrie auf, dabei ihren Beitrag zu leisten.

Insgesamt eine Million Ladepunkte sollen nach Angaben der Kanzlerin bis 2030 bundesweit entstehen. Zum Vergleich: Nach Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) von Mitte August dieses Jahres gab es bis dahin deutschlandweit lediglich 20.650 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge.

Wir wollen eine Million Ladepunkte bis zum Jahr 2030 schaffen, und hieran wird sich auch die Industrie beteiligen.

Kanzlerin Angela Merkel im Videopodcast am 3. November 2019

Merkels Ankündigungen sind Teil des Klimapakets, auf das sich die große Koalition im September geeinigt hatte. Merkel äußerte sich im Vorfeld des Autogipfels, bei dem am Montagabend Vertreter von Industrie, Politik und Wissenschaft über die Mobilität der Zukunft beraten wollen.

Job-Transformation und Datenschutz

Neben der Förderung alternativer Antriebe und der Ladeinfrastruktur soll es auch um Auswirkungen auf die Automobilwirtschaft gehen, um die Transformation vom klassischen Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität. Beim Bau von E-Autos werden deutlich weniger Arbeitskräfte benötigt. Die Bundeskanzlerin sagte: "Wir wollen unsere Fachkräfte mitnehmen auf den Weg in eine moderne klimafreundliche Zukunft."

Merkel erwartet künftig stark vernetzte Mobilitätsangebote. Menschen könnten Plattformen nutzen, um zu entscheiden, wie sie am klimafreundlichsten von einem Ort zum anderen gelangen. Dabei gehe es auch verstärkt um autonom fahrende Fahrzeuge und um Fragen von Datenschutz und Datensouveränität.

Leitstelle für Ladeinfrastruktur geplant

Laut dem Masterplan Ladeinfrastruktur des Bundesverkehrsministeriums sollen bis 2023 drei Milliarden Euro in eine öffentliche Tank- und Ladeinfrastruktur für Pkw und Lkw mit CO2-freien Antrieben investiert werden.

Zusätzlich sollen 2020 erstmals auch 50 Millionen Euro für private Lademöglichkeiten bereitgestellt werden. Das Ministerium will verstärkt Ladepunkte auf Kundenparkplätzen etwa an Supermärkten fördern.

Für den koordinierten Aufbau der Ladeinfrastruktur soll noch in diesem Jahr eine Nationale Leitstelle eingerichtet werden. Die Industrie geht von etwa sieben Millionen E-Autos in Deutschland bis 2030 aus, die Bundesregierung will bis dahin sogar zehn Millionen Elektromobile auf die Straße bringen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. November 2019 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. November 2019, 15:22 Uhr

21 Kommentare

kennemich vor 15 Wochen

Wenn es keinen einheitlichen Standart für die Ladesäulen, Stecker und das Bezahlen gibt wird es auch nur ein Chaos.

Wie gestern im Fernsehen wo der Mann aus Berlin in seiner Fima verschiedene Apps und auch Ladekabel im Auto hat usw. !!!

Außerdem sind mittlerweile auch schon so einige Ladesäulen wieder defekt !!!

Ekkehard Kohfeld vor 15 Wochen

Hier noch etwas für ihre Sammlung.

Pendler: Elf Millionen Deutsche pendeln zur Arbeit | ZEIT ...
20.11.2018 - Mehr als jeder vierte Beschäftigte in Deutschland ist jeden Tag mehr als eine Stunde unterwegs.

Das ist ja kaum der Rede wert .
☹️☹️☹️☹️☹️☹️☹️☹️☹️☹️☹️
Und dann noch die paar LKW,s kann man ja ganz vernachlässigen.

Ekkehard Kohfeld vor 15 Wochen

Was für ein tolle Logik die machen Urlaub bei ihrem Arbeitgeber
ich dachte die arbeiten da.
Und Tankstellen braucht der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter bei normalen Kraftstoffen ja auch nicht den die sind ständig und überall verfügbar.
Waren sie in der der letzten Zeit mal ausserhalb ihre Elfenbeinturms oder auch mal auf eine Autobahn in Ballungsgebieten da könnten sie dann prima ihre 10 %
beobachten wie die die Autobahnen verstopfen.
Es würde sogar reichen mal die täglichen Staumeldungen zu hören die Staus macht wer,die 10 % Pendler die nicht mal täglich fahren?
🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣
Und aus ländlichen Gebieten kommen wahrscheinlich gar keine.
Es kann doch nicht so schwer sein die Augen selber auf zu machen.
Ach das dürfen bezahlte Trolle (Schreiber) ja nicht.

😊😊😊😊😊😊😊😊😊😊😊😊😊😊😊😊😊😊😊