Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von Shinzo Abe, Premierminister von Japan, beim G20-Gipfel begrüßt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich beim Treffen mit Japans Ministerpräsident Shinzo Abe gut aufgelegt. Bildrechte: dpa

Sorgen um Gesundheitszustand Merkel: "Mir geht es gut"

Bei zwei öffentlichen Auftritten der letzten Wochen hatte die Bundeskanzlerin stark gezittert. Das hatte im In- und Ausland Spekulationen über ihre Gesundheit ausgelöst. Jetzt hat Merkel bekräftigt, es gehe ihr gut.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird von Shinzo Abe, Premierminister von Japan, beim G20-Gipfel begrüßt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich beim Treffen mit Japans Ministerpräsident Shinzo Abe gut aufgelegt. Bildrechte: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf Sorgen um ihren Gesundheitszustand reagiert und versucht diese zu zerstreuen. Nach dem G20-Gipfel im japanischen Osaka sagte Merkel, sie habe nichts Besonderes zu berichten, "mir geht es gut". Sie fügte hinzu: "Ich bin überzeugt: So wie diese Reaktion aufgetreten ist, wird sie auch wieder vergehen."

Zuvor war die Regierungschefin von einem Journalisten gefragt worden, ob sie nach ihren öffentlichen Zitteranfällen einen Arzt aufgesucht habe.

Flüssigkeitsmangel bei Selenkyi-Besuch?

Das erste Zittern war Mitte Juni beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin aufgetreten. Die 64-jährige Kanzlerin erklärte anschließend, sie habe in der sommerlichen Hitze offenbar zu wenig getrunken.

Der letzte Zitteranfall ereignete sich am Donnerstag bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue. Merkel wurde ein Glas Wasser gereicht, was sie allerdings ablehnte.

Entschuldigung von Grünen-Chefin

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, spricht in der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag.
Grünen-Chefin Annalena Baerbock hatte einen Zusammenhang zwischen der Hitze und dem Zittern der Kanzlerin hergestellt. Bildrechte: dpa

Unterdessen hat sich auch Grünen-Cehfin Annalena Baerbock für Spekulationen über den Gesundheitszustand der Kanzlerin entschuldigt. Baerbock hatte am Freitag mit Blick auf die Temperaturen der letzten Tage gesagt: "Auch bei der Bundeskanzlerin wird deutlich, dass dieser Klimasommer gesundheitliche Auswirkungen hat."

Am Samstagmorgen schrieb die Grünen-Chefin auf Twitter, die Äußerung sei ein Fehler gewesen. Sie habe einen Zusammenhang hergestellt, den es nicht gebe und die Bundeskanzlerin um Entschuldigung gebeten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Juni 2019 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. Juni 2019, 13:27 Uhr