Interview Merz zu Flüchtlingen aus der Türkei: 2015 darf sich nicht wiederholen

Der CDU-Politiker Friedrich Merz hält die Situation für Flüchtlinge zwischen Griechenland und der Türkei für eine humanitäre Katastrophe. Die Bundesregierung sollte helfen, aber aus seiner Sicht nicht wie im Jahr 2015.

Griechische Soldaten installieren einen Stacheldrahtzaun, um die Ankunft von Migranten aus der Türkei über den Fluss Mariza (Fluss Evros in Griechenland) zu verhindern.
Griechische Soldaten bauen einen Zaun, um einen Grenzübertritt von Migranten zu verhindern. Bildrechte: dpa

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat sich über den Flüchtlings-Andrang an der EU-Außengrenze besorgt gezeigt. Merz sagte MDR AKTUELL, es sei eine große humanitäre Katastrophe, was sich da zwischen Griechenland und der Türkei abspiele.

Deutschland sollte mehr helfen als bisher, um die Flüchtlinge einigermaßen menschenwürdig unterzubringen. Zugleich müsse die Bundesregierung das Signal geben, es habe keinen Sinn, nach Deutschland zu kommen. So ein Flüchtlingszustrom wie 2015 und 2016 dürfe sich nicht wiederholen. Einen Kontrollverlust an den Grenzen dürfe es nicht noch einmal geben.

Türkei öffnet Grenze zur EU

Die Türkei hatte am Sonnabend ihre Grenzen zur EU geöffnet. Nach UN-Angaben versammelten sich an der türkisch-griechischen Grenze mindestens 13.000 Migranten. Die griechische Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, um sie am Grenzübertritt zu hindern.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. März 2020 | 08:00 Uhr

99 Kommentare

der_Silvio vor 12 Wochen

"Die Meinungsfreiheit halten wir hoch, deshalb weisen wir ihren Vorwurf zurück."

Walter Ulbricht sagte auch mal:
"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten"

MDR-Team vor 12 Wochen

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Dreissiger vor 12 Wochen

Vollkommen falsch, schon jetzt fließt ein nicht unerheblicher Betrag aus dem Steuersaeckl in die Rentekasse. Das scheint dem MDR entgangen zu sein, von den aus den Rentnern rausgepressten Steuern ganz zu schweigen.