Die aufgehende Sonne hinter einem Absetzer für Abraum am Rande des Braunkohletagebaus Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG).
Die Kohlekommission soll auch Ideen entwickeln, wie in der Lausitz neue Jobs entstehen sollen. Bildrechte: dpa

Kohlekommission Milliardenhilfen sollen Kohleausstieg erleichtern

Die Braunkohle ernährt in der Lausitz viele - der Kohleausstieg wird die Region heftig treffen. Um die Folgen abzumildern, schlägt die Kohlekommission deshalb einem Zeitungsbericht zufolge Milliardenhilfen vor. Der Zwischenbericht der Kommission wurde am Donnerstag einstimmig verabschiedet, veröffentlicht wurde er zunächst aber nicht.

Die aufgehende Sonne hinter einem Absetzer für Abraum am Rande des Braunkohletagebaus Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG).
Die Kohlekommission soll auch Ideen entwickeln, wie in der Lausitz neue Jobs entstehen sollen. Bildrechte: dpa

Im Ringen um den Kohleausstieg bahnt sich offenbar eine Lösung an. Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, sollen die betroffenen Reviere für ein schnelles Abschalten der Kohlekraftwerke mit milliardenschweren Investitionen entschädigt werden. Die Zeitung beruft sich auf ein internes Papier der Kohlekommission.

Neuer Handystandard

Dem Bericht zufolge soll die Lausitz etwa bessere Anbindungen an Berlin und Dresden erhalten. Görlitz solle von einer neuen ICE-Verbindung zwischen Berlin und Polen profitieren. Auch seien die Lausitz und das Rheinische Revier als Modellregionen für den neuen Mobilfunkstandard im Gespräch.

Zudem sollten die Braunkohle-Kraftwerke zwischen 2035 und 2038 vom Netz gehen. Dadurch könnten bis zu 60.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Zwischenbericht verabschiedet

Am Donnerstag verabschiedete die Kohlekommission ihren Zwischenbericht. Veröffentlicht wurde er zunächst nicht, soll aber noch im Oktober vorliegen. Dabei geht es darum, wie vor allem in der Lausitz, im Rheinischen und im Mitteldeutschen Revier neue Jobs entstehen sollen.

Ein Entwurf von Dienstag enthielt unter anderem konkrete Vorschläge zum Ausbau von Bahnstrecken und Straßen sowie zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Um in den betroffenen Kohleregionen Arbeitsplätze zu schaffen, war zudem die Rede davon, Behörden etwa bei Erweiterungen gezielt in dort anzusiedeln.

Auf ein Enddatum für den Kohleausstieg hat sich die Kohlekommission nach Angaben von BUND-Chef Hubert Wieger noch nicht verständigt. Wieger sagte am Donnerstag: "Da ist noch nichts gesetzt. Wir haben darüber in der Kommission noch nicht gesprochen."

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. Oktober 2018 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2018, 20:43 Uhr

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52 Kommentare

27.10.2018 20:47 Eulenspiegel 52

Hallo Ekkehard Kohfeld 50
Und was wollen sie mir damit beweisen?
Haben sie sich auch mal über die Rückbau-und Entsorgungskosten von AKWs und Kohlekraftwerken informiert?
Ich habe den Einbruch sie versuchen verzweifelt zu beweisen das die Energiewende ein Irrtum ist. Sie bilden sich in ihrer Dummheit ein das sie mehr Ahnung habe als die Väter der Energiewende. Tatsache ist und bleibt das der Mensch fleißig dabei ist am Ast zu sägen auf den er sitzt. Und nein es ist nicht so das die Weltklimakonferenz beschlossen hat das Deutschland alleine das Klima retten muss. Und alle anderen können so weiter machen wie bisher. Nehmen sie auch mal zur Kenntnis das Kohlestrom und Atomstrom beides hoch subventioniert wird. Dies geschieht nur direkt mit Steuergeldern.

27.10.2018 19:45 Wolfgang Nawalny 51

@ Eulenspiegel 48 - Habe gerade Ihre Zeilen gelesen und musste ehrlich gesagt für mich hingrinsen.

Wer ist eigentlich "man" ?

Haben Sie schon gehört, dass unsere Nachbarländer in den Lieferstartlöchern stehen für die deutsche Energieversorgung nachdem hier alles grundlastige abgeschalten ist. Haben Sie schon gehört, dass Polen und Tschechien letzten Sommer "Stromsperren" an den Grenzen in Betrieb genommen haben um nicht vom überschüssigen deutschen "Ökostrom" geflutet zu werden der zu der Angebotszeit kein Mensch braucht und die Netze an den Blackout führt?

27.10.2018 19:14 Ekkehard Kohfeld 50

@ Eulenspiegel 44 Hier noch etwas zu ihren geliebten WK "Rückbau bei Windrädern oft mangelhaft | NDR.de - Nachrichten ...Teure Hinterlassenschaften - Die Rückbaukosten von Windrädern ...Rückbau von Windenergieanlagen: Eine ungelöste Problematik?Das ungewisse Schicksal ausgedienter Windräder - SPIEGEL ONLINE.##So und mit Quellenangabe wie üblich bitte mal abspeichern damit sie nicht im nächsten Forum wieder von vorne anfangen müssen.##Und noch mal extra für sie das kommt nicht von mir sondern namhaften Experten und Medien wenn ihnen deren Ausführungen nicht in ihr Weltbildpassen schreiben sie das bitte denen und nicht mir, ich habe das nicht verfasst da ich genau wie sie kein Experte bin.Wenn das immer noch nicht passt,sind sie ein Troll der stänkern will und sonst nichts.

27.10.2018 19:05 Eulenspiegel 49

Ich zitiere aus Tagesschau.de:
„Tausende Menschen demonstrieren für einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle.“

27.10.2018 18:56 Eulenspiegel 48

Darum ist das so auf jeden Fall falsch denn hier kann-es nur um einen Ausstieg über einen langen Zeitraum gehen. Zu erst werden die ältesten Dreckschleudern abgeschaltet und die Kohleförderung gedrosselt. Dann kümmert man sich um die frei werden Arbeitskräfte. Und so weiter. Man teilt sich die Energiewende in Etappen ein. Dann gibt es nicht diese eine Große Problem für das man die eine große Lösung braucht. Das ist so wie beim Springreiten. Hat der Reiter alle Hürden im Kopf die er auf seinem Sparkur überspringen muss dann wird er garantiert schon bei der ersten Hürde scheitern. Er muss sich voll und ganz auf die Hürde konzentrieren die gerade vor ihm liegt. Nur so schafft er den ganzen Parkur erfolgreich.
Und was macht der Braunkohleverbandes? Er stellt ganz gezielt hier alle Hürden zusammen und geballt in den Raum damit der Eindruck entsteht das geht gar nicht. So kann man ganz geschickt persönliche Profitinteressen schützen.

27.10.2018 18:42 Eulenspiegel 47

Und sie behaupten der Braunkohleverbandes vertritt hier eine sachbezogene Position und lässt seine eigenen Interessen außen vor?
„Ein vorzeitiger Ausstieg aus der Braunkohleverstromung aus Klimaschutzgründen würde nach Auffassung des Braunkohleverbandes“
Ich denke die aussage ist doch klar und eindeutig. Unsere Profitinteressen sind uns wichtiger als der Klimaschutz. Und weiter steckt da die Aussage drin wir werden uns auf keinen Fall daran Beteiligen das die Leute eine neu Arbeit bekomme.
„100 Milliarden Euro kosten
und bei den Jobs wird das wahrscheinlich sogar in die Hunderttausende gehen den von dem Ausstieg“
Das sind Zahlen die von einem Verband in den Raum gestellt werden der um seine Profite bangt. Diese Zahlen sind durch nichts bewiesen. Sie sind aber auch nicht widerlegt. Sie werde aber hier als Albtraum da hingestellt nach dem Motto wenn der Ausstieg jetzt beschlossen wird dann tritt das Morgen in Kraft und wird Übermorgen Realität.

27.10.2018 18:27 Eulenspiegel 46


„Wenn ich das nicht getan hätte könnte ich hier nicht argumentieren oder ihnen sogar Belege dafür bringen was sie hier ständig loslassen so nicht funktioniert und ich habe ihnen schon mehrfach Berichte von namhaften Instituten geliefert die ihre Behauptungen widerlegen und das Wind und Sonne so wie sie sich das denken nicht funktioniert und auch das ist schon lange nachgewiesen ,aber das interessiert sie nicht die Bohne. Entweder sie sind ein Troll oder wollen nur stänkern. „
So und das belegt jetzt das die Energiewende wie wir uns das vorstellen nicht funktioniert.

27.10.2018 16:23 Ekkehard Kohfeld 45

@ Generation 55+ 37 Ein vorzeitiger Ausstieg aus der Braunkohleverstromung aus Klimaschutzgründen würde nach Auffassung des Braunkohleverbandes Debriv fast 100 Milliarden Euro kosten und Zehntausende Jobs vernichten.##Bei den Jobs wird das wahrscheinlich sogar in die Hunderttausende gehen den von dem Ausstieg sind ja auch andere Bundesländer dann betroffen,nachzufragen bei unserem Wirtschaftsminister (NRW).Aber was kümmert das unsere selbst ernannten Weltretter.Die übernehmen dann deren Unterhalt und nicht der Steuerzahler.

27.10.2018 16:15 Eulenspiegel 44

Hallo Ekkehard Kohfeld 42
Ich denke das muss ich ihnen noch mal sagen:
Was sie hier vertreten sind Glaubenssätze. Und die Berichte von den namhaften Instituten haben sie bisher nur Behauptet und nie konkret benannt trotz mehrmaliger Nachfrage von meiner Seit. Aber das können sie je jetzt nachholen. Da bin ich neugierig was von ihnen kommt.

27.10.2018 16:02 NEWS 43

MDR Aktuell meldet Wasserwerfer gegen Demonstranten die zu Tausenden für sofortigen Ausstieg aus der Kohleverstromung sind