Deutsche Umwelthilfe
Die Deutsche Umwelthilfe kann weiter mit Fördergeldern vom Bundesumweltministerium rechnen. Bildrechte: dpa

Streit mit der CDU SPD-Ministerium will Umwelthilfe weiter unterstützen

Das Bundesumweltministerium will die Deutsche Umwelthilfe weiter fördern. Das SPD-geführte Ministerium stellt sich damit gegen die CDU, die dem Verein unter anderem über den Status der Gemeinnützigkeit ans Geld will.

Deutsche Umwelthilfe
Die Deutsche Umwelthilfe kann weiter mit Fördergeldern vom Bundesumweltministerium rechnen. Bildrechte: dpa

Das Bundesumweltministerium will die Deutsche Umwelthilfe weiter fördern. Ein Sprecher sagte, über die Gemeinnützigkeit der Organisation entschieden ausschließlich die Finanzbehörden. Das Ministerium werde wie immer die Fördermittel projektbezogen anschauen und wie in der Vergangenheit bewilligen.

CDU will Gemeinnützigkeit prüfen lassen

Die CDU hatte auf ihrem Parteitag in Hamburg beschlossen, den Status der Deutschen Umwelthilfe als gemeinnützige Organisation überprüfen zu lassen. Würde dieser Status aberkannt, wären unter anderem Spenden an den Verein nicht mehr steuerlich absetzbar.

Die CDU will sich zudem dafür einsetzen, dass der in vielen Städten auf Dieselfahrverbote klagende Verein keine Mittel mehr aus dem Bundeshaushalt bekommt.

Umwelthilfe klagte Fahrverbote ein

Die Deutsche Umwelthilfe hat vor Gerichten in mehreren deutschen Städten Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge erstritten. Die Organisation spielte auch eine entscheidende Rolle bei der Aufdeckung des Abgas-Betrugs verschiedener Autokonzerne.

Deutsche Umwelthilfe Der 1975 gegründete Verein hat rund 100 Mitarbeiter und Geschäftsstellen in Radolfzell am Bodensee, Berlin und Hannover. Der Jahresetat liegt früheren Angaben zufolge bei rund acht Millionen Euro.

Das Geld kommt zum einen als Projektzuschüsse - etwa von der EU-Kommission, von Bundes- und Landesministerien, nationalen und internationalen Stiftungen. Daneben gibt es Förderer und Spender.

 

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. Dezember 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Dezember 2018, 20:35 Uhr