Stromstecker auf Geldscheinen
Was kostet eine Kohlendioxid-Bepreisung den Bürger? Bildrechte: imago/Bernhard Classen

Beispielrechnungen Das bedeutet die CO2-Steuer für Privathaushalte

Wie belastet eine mögliche CO2-Steuer die Bürger? Was bringt der geplante Sozialausgleich? Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat an Beispielhaushalten errechnet, welche Kosten auf Privatpersonen zukommen könnten. Als Basis wurde eine CO2-Bepreisung im Jahr 2023 von 80 Euro je Tonne Treibhausgas angesetzt, im Gegenzug dazu ein sogenannter Klimabonus von 80 Euro jährlich für jeden Einwohner. Es wird von einer Senkung der Stromsteuer und EEG-Umlage um 6 Cent/Kilowattstunde ausgegangen.

Stromstecker auf Geldscheinen
Was kostet eine Kohlendioxid-Bepreisung den Bürger? Bildrechte: imago/Bernhard Classen

Allein lebende Studenten in einer Stadt:

Bei einem Nettoeinkommen von etwa 949 Euro im Monat bei durchschnittlichen Ausgaben von 108 Euro für Strom, Wärme und Benzin müsste ein Student oder eine Studentin unter dem Strich fünf Euro weniger im Monat zahlen.

Single in Mietwohnung, ein Auto:

Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 2.044 Euro bei durchschnittlichen Ausgaben von 179 Euro für Strom, Wärme und Benzin müsste laut DIW-Berechnung die allein lebende Person fünf Euro pro Monat mehr bezahlen.

Rentnerin oder Rentner, allein auf dem Land zur Miete lebend, ein Auto:

Bei einem Nettoeinkommen von 1.576 Euro im Monat und Ausgaben von im Schnitt 182 Euro für Strom, Wärme und Benzin müsste der Senior oder die Seniorin einen Euro mehr im Monat ausgeben.

Paar mit doppeltem Einkommen, keine Kinder, im Eigenheim lebend, zwei Autos:

Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 5.097 Euro im Monat bei durchschnittlichen Energie-/Benzin-Ausgaben von 371 Euro müsste das Paar zwölf Euro pro Monat mehr bezahlen.

Familie mit einem Kind in Mietwohnung, beide Eltern verdienen, kein Auto:

Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 3.406 Euro im Monat bei durchschnittlichen Energieausgaben von 169 Euro würde die Familie um 27 Euro pro Monat entlastet.

Familie mit zwei Kindern in der Stadt zur Miete lebend, ein Verdiener, ein Auto:

Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 3.171 Euro im Monat bei durchschnittlichen Ausgaben von 282 Euro für Strom, Wärme und Benzin blieben der Familie fünf Euro pro Monat mehr im Portemonnaie.  

Familie mit drei Kindern auf dem Land in Eigenheim lebend, ein Verdiener, zwei Autos:

Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 2.223 Euro im Monat bei durchschnittlichen Ausgaben von 242 Euro für Strom, Wärme und Benzin müsste die fünfköpfige Familie einen Euro pro Monat mehr bezahlen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. Juli 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Juli 2019, 16:01 Uhr