deutschen Luftwaffe Bombardier BD-700-1A11 Global 5000
Die Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft. Bildrechte: imago/Horst Galuschka

Nächste Panne Regierungsflieger hängt weiter in Afrika fest - Minister muss umsteigen

Eigentlich wollte Entwicklungsminister Müller in dieser Woche drei afrikanische Länder an drei Tagen bereisen. Durch wiederholte Pannen seines Regierungsfliegers sind nun zwei Länder an fünf Tagen daraus geworden.

deutschen Luftwaffe Bombardier BD-700-1A11 Global 5000
Die Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft. Bildrechte: imago/Horst Galuschka

Die Afrika-Reise von Entwicklungsminister Müller ist wegen einer erneuten Panne an seinem Regierungsflugzeug wiederholt umgeplant worden. Nach der Landung der Maschine in Ndola in Sambia sei ein Fehler im System angezeigt worden, sagte ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur.

Der CSU-Politiker und seine Delegation sollen nach Angaben seines Ministeriums nun mit einer zivilen Fluggesellschaft zurück nach Deutschland reisen. Die mittlerweile zweite Panne während der Afrika-Reise steht nach ersten Untersuchungen nicht in Zusammenhang mit einem defekten Ventil, das einen Start der Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft zu Wochenbeginn in Malawi unmöglich gemacht hatte.

So musste Müller seine Pläne ändern

Ursprünglich wollte Müller am Montag Malawi bereisen, am Dienstag in Sambia verweilen und schließlich am Mittwoch Namibia besuchen. Nachdem das defekte Ventil die Weiterreise von Malawi nach Sambia mit dem Regierungsflieger verhinderte, reiste Müller am Montagabend mit einer Linienmaschine nach Sambia.

Gerd Müller, 2015
Entwicklungsminister Gerd Müller Bildrechte: dpa

Dort musste Müller seinen Aufenthalt bis zum Freitag verlängern, der Besuch in Namibia war abgesagt worden. Am Freitagmorgen war die Bombardier-Maschine nach zunächst erfolgreicher Reparatur schließlich Müller von Malawi nach Sambia hinterhergereist. Müller und seine Delegation sollten zur Rückreise nach Deutschland zusteigen.

Der CSU-Politiker sagte bereits am Donnerstag, dass die wiederholten technischen Probleme mit den Flugzeugen der Bundesregierung dem Ansehen Deutschlands in der Welt schaden würden. Die Pannen hätten eine "enorm negative Symbolwirkung für das High-Tech-Land Deutschland".

Verteidigungsministerium: Ausfallzeiten statistisch niedrig

Erst im November hatte Kanzlerin Angela Merkel ihren Flug zum G20-Gipfel in Buenos Aires wegen eines schweren technischen Defekts am Kanzler-Airbus "Konrad Adenauer" unterbrechen müssen. Das Verteidigungsministerium hatte zuletzt argumentiert, die Ausfallzeiten der Maschinen seien statistisch betrachtet niedrig.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Januar 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2019, 12:01 Uhr

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17 Kommentare

12.01.2019 11:52 jochen 17

"Entwicklungsminister" Die Position ist eigentlich unbedeutend- ob das den Einsatz eines großen Flugzeuges so einfach rechtfertigt ?
Der Steuerzahler bezahlt für diese Leute wirklich alles - oder wie sieht der Bürger das ?

12.01.2019 09:45 jochen 16

13 CDU Wählerin # Nach meiner Meinung besteht die derzeitige Regierung zum größten Teil aus nicht wissenden versagenden Parteigenossen, die unser Steuergeld mit vollen Händen in aller Welt ausgeben oder in alle Welt verschenken. Es ist um jeden Euro schade, den diese Parteigenossen in die Hände bekommen.

12.01.2019 09:38 Ekkehard Kohfeld 15

@ Moritzmax 14 Liebe CDU Wählerin (13): die Milliarden gibt es sicherlich nur auf dem Papier. Wenn unsere Kanzlerin sagt "Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen" , da gingen alle Alarmglocken an und seitdem halte ich meinen Geldbeutel fest zu. Ich fürchte, es wird nichts nützen.##
Was man dabei auch nicht vergessen darf liebe Olga,das ist Plus bei wie viele Schulden?

"Auf unsere Kinder wartet die 7,7-Billionen-Euro-Lücke .welt.de"

11.01.2019 22:30 Moritzmax 14

Liebe CDU Wählerin (13): die Milliarden gibt es sicherlich nur auf dem Papier. Wenn unsere Kanzlerin sagt "Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen" , da gingen alle Alarmglocken an und seitdem halte ich meinen Geldbeutel fest zu. Ich fürchte, es wird nichts nützen.

11.01.2019 21:47 CDU Wählerin 13

wir sollten unserer Regierung das Sicherste, Beste und Modernste spendieren - wozu haben wir 11 Milliarden zu viel in der Kasse.

11.01.2019 18:46 Leon 12

Und wenn die olle Kiste wieder fliegt, kann er gleich noch ein paar Facharbeiter mitbringen, die den Pannenflieger instand setzen kann. Die BW kann es anscheinend nicht!

11.01.2019 18:30 REXt 11

Falls sein Flieger kaputt bleibt, kann er zur Heimreise ja die „ Mittelmeerroute“ benutzen, da warten schon die NGO,s auf neue Gäste u. gestrandete Entwickl. Minister.

11.01.2019 17:04 Moritzmax 10

@Saxe (5): Kleiner Zusatz: hier trifft es die Richtigen!

11.01.2019 16:57 Franzi 9

@ 6 der hätte ja auch mit dem Teppich vom Niebel zurück fliegen können was der am Fiskus vorbei geschmuckelt hatte der feine Kolonialminister den gene sau braucht.

11.01.2019 15:06 Ekki 8

Merz könnte sich nützlich machen und gleich was von den Regierenden lernen. Lehrmeister sagen oft Azubis sollen aufmerksam bei den Gesellen zuschauen.