Stefan Jagsch (NPD) steht vor dem Gemeinschaftshaus und telefoniert.
Die Wahl des NPD-Politikers Stefan Jagsch hat bundesweit für Empörung gesorgt. Bildrechte: dpa

Hessen NPD-Politiker als Ortsvorsteher abgewählt

Seine Wahl hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Im September war ein NPD-Mitglied mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP Ortsvorsteher in Hessen geworden. Nun wurde er wieder abgewählt.

Stefan Jagsch (NPD) steht vor dem Gemeinschaftshaus und telefoniert.
Die Wahl des NPD-Politikers Stefan Jagsch hat bundesweit für Empörung gesorgt. Bildrechte: dpa

In Hessen ist ein NPD-Mitglied als Ortsvorsteher einer Gemeinde im Wetteraukreis abgewählt worden. Der Ortsbeirat der Gemeinde Altenstadt-Waldsiedlung stimmte am Dienstagabend für die Abberufung des NPD-Politikers Stefan Jagsch. Als Nachfolgerin wurde die 22-jährige CDU-Politikerin Tatjana Cyrulnikov gewählt.

Die Wahl von Jagsch, der auch stellvertretender Landesvorsitzender seiner Partei ist, hatte im September bundesweit Empörung ausgelöst. Er war damals von den anwesenden Vertretern des Ortsbeirates von CDU, SPD und FDP gewählt worden. Ihre Entscheidung hatten sie unter anderem damit begründet, dass es keinen anderen Kandidaten gegeben habe und dass die Parteizugehörigkeit keine Rolle gespielt habe.

Jagsch hat bereits rechtliche Schritte gegen seine Abwahl angekündigt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Oktober 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2019, 09:25 Uhr

22 Kommentare

Werner vor 2 Wochen

"Die Sache ist doch ganz einfach. Wer gewählt wird kann auch wieder abgewählt werden. So läuft Demokratie."

JA eben. Aber Naja, Manche aktuell Gewählten sehen das ziemlich eng und verbissen, und stemmen sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen... "feuern" aus und mit allen direkten und indirekten Rohren - Volle Pulle. Da krachen Theorie und Praxis nach 30 Jahren schon schon wieder aufeinander, und manchmal ganz hart, mit Einsatz von Polizei, Feuerwehren, Ärzten und Sanitätern - und immer schneller und häufiger.

wo geht es hin vor 2 Wochen

Sie scheinen nicht nur die "Aufregung" nicht zu verstehen...Ist es der Wert unserer Demokratie, so lange wählen zu lassen, bis einem das Ergebnis passt? Dann kann mir diese "Demokratie" gestohlen bleiben, denn es ist dann keine.

Eulenspiegel vor 2 Wochen

Also ich verstehe diese Aufregung nicht.Die Sache ist doch ganz einfach. Wer gewählt wird kann auch wieder abgewählt werden. So läuft Demokratie. Denn niemand wird auf Lebenszeit gewählt sonder prinzipiell nur auf Zeit. Und diese Zeit kann durch Wahl auch verkürzt werden.