Familienministerin Franziska Giffey im Bundestag
Familienministerin Franziska Giffey ist eine von zwölf ostdeutschen Frauen, die es in die Bundesregierung schafften. Bildrechte: dpa

Erhebung zum Internationalen Frauentag Mehr Frauen als Männer aus Ostdeutschland in der Bundespolitik

Wenn es Politiker mit ostdeutscher Herkunft ins Zentrum der Macht schaffen, dann sind es überwiegend Frauen. Kanzlerin Merkel ist dabei kein Sonderfall. Zwölf von bislang 17 ostdeutschen Bundesministern waren Frauen.

Familienministerin Franziska Giffey im Bundestag
Familienministerin Franziska Giffey ist eine von zwölf ostdeutschen Frauen, die es in die Bundesregierung schafften. Bildrechte: dpa

Ostdeutsche sind in der Bundespolitik noch immer unterrepräsentiert. Wenn es Politiker mit ostdeutscher Herkunft jedoch in das Zentrum der Macht schaffen, dann sind es überwiegend Frauen. Das hat eine Erhebung von MDR und RBB im Zusammenhang mit dem TV-Projekt "Ostfrauen - Wege zum Glück" ergeben.

Zwölf von 17 Ost-Ministern sind Frauen

Danach liegt der Frauenanteil unter den Ostdeutschen, die seit 1990 Mitglieder der Bundesregierung waren, mit 71 Prozent weit höher als der Frauenanteil unter den westdeutschen Regierungsmitgliedern (27 Prozent). Von den 17 Mal, die es Ostdeutsche in die Bundesregierung schafften, waren es zwölf Mal Frauen. Allein Angela Merkel (CDU) sitzt länger auf der Regierungsbank als alle männlichen Minister aus dem Osten zusammen.

Merkel ist in der Politik kein Sonderfall. Unter den wenigen Ostdeutschen, die es etwa in bundespolitische Spitzenämter geschafft haben, sind fast ausschließlich Frauen. Beispiele dafür sind Katrin Göring-Eckardt (Die Grünen), Manuela Schwesig (SPD), Sahra Wagenknecht (Die Linke), Katja Kipping (Die Linke), Frauke Petry (ehemals AfD) sowie Familienministerin Franziska Giffey (SPD).

Die Erhebung Die Erhebung hat neben der Bundespolitik auch die Repräsentanz ostdeutscher Frauen in Spitzenämtern von Wirtschaft, Justiz und Wissenschaft betrachtet. Methodisch zählt die Erhebung jene Personen als "Ostdeutsche", die vor 1990 in der DDR geboren und aufgewachsen sind oder, wenn nicht in der DDR geboren, dort bis 1990 den größeren Teil ihres Lebens verbracht haben. Auch jüngere Menschen, die bis zum Erreichen des Erwachsenenalters den überwiegenden Teil ihres Lebens in Ostdeutschland verbracht haben, gelten als "ostdeutsch".

Dieses Thema im Programm: MDR-Fernsehen | 08. März 2019 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. März 2019, 16:21 Uhr

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18 Kommentare

07.03.2019 06:53 lummox 18

hört doch endlich auf mit dem quotenquatsch, demnächst kommt vielleicht noch jemand auf die idee eine spd-quote einzuführen :) entscheidend müßte doch qualität sein und nicht geschlecht, sonst bekommt die ganze sache einen geschmack von sexismus und rassismus !

06.03.2019 11:10 Dieter 17

Göring-Eckart, Kipping, Schwesig, Giffey sind ja nun nicht gerade Argumente für eine Förderung von Ostfrauen.

06.03.2019 11:04 Stena an Die kleine Meerjungfrau (15) 16

Was war ich doch früher im Osten doch unselbständig. Da mußte ich erst meinen Mann fragen , ob ich mir die Schnürsenkel zubinden darf. :-))

heut darf ich als Frau alles. Sogar weniger Gehalt kriegen.
1990 mag für Gauck und andere Gauckler ein schönes Jahr gewesen sein. Als Ostfrau bin ich aber nur von einer Diktatur in die nächste gekommen.

06.03.2019 08:24 Die kleine Meerjungfrau an Axel (10) 15

Schafft das Ehegattensplitting Ab und fördert das Wechselmodell!
DANN haben Frauen auch die gleichen Chancen. DANN hört das "Teile und Herrsche"-Spiel endlich auf.
DANN brauchen wir auch keine Feministinnen mehr.

05.03.2019 21:31 Paule 14

Halt unsere Rache für die West-"Geschäftsführer" nach der Wende

05.03.2019 21:19 Bronko 13

...........wenn ich aber diese Frauen sehe und höre, da zweifle ich an Hirn Verstand, denn was da unten aufgelistet ist, ist schon dermaßen unterirdisch, da fällt mir nix mehr zu ein, allen voran Beispiel Nr.1.

05.03.2019 19:27 Baldur von Ascanien 12

So lange ich mich auf 17.500 Euro p/M Penison freuen kann. Was 75% meines letzten Gehalts ausmacht und ich weiblich wäre, würden auch meine "Journalisten" jede Qutenfrau als überragenden Sieg darstellen. Wenn nicht wäre ich ja bescheuert! Ich will doch auch "Herrschen und teilen"..........................

05.03.2019 19:18 Ricarda 11

> Zwölf von bislang 17 ostdeutschen Bundesministern waren Frauen. <

na also, wer sagt denn das der frosch keine haare hat ^^

05.03.2019 15:08 Axel an MarcIlm (8) 10

"Sehr merkwürdige Geschlechterdiskurse...geht es auch um Menschen?"

Nein. Den Eindruck, das es um "Menschen" geht, muß man auf jeden Fall vermeiden. Ansonsten würde das System "Teile und Herrsche" sehr bald in sich zusammenbrechen. Dann wären nämlich Quoten, Frauenförderung, Feministinnenseminare etc überflüssig.
DANN würden sich die "Menschen" nämlich fragen, WER hat von diesem "Teile und Herrsche"-System eigentlich profitiert?
DANN würden sich die "Menschen" auch fragen, WER hat sich auf unsere Kosten jahrzehntelang profiliert?
DANN würden sich die "Menschen" fragen, VON WEM und WARUM lassen wir uns dieses "Teile und Herrsche"-System eigentlich aufzwängen?

05.03.2019 14:17 Gerald 9

Familienministerin Franziska Giffey? Wie lange noch? Immerhin wird ihre Doktorarbeit von der FU Berlin nochmal überprüft! Habe ich vor einigen Wochen mal gelesen!