Bundestagsabgeordnete nehmen an der Sitzung des Bundestags teil.
Der Bundestag hat am Donnerstagabend höhere Pflegeversicherungsbeiträge beschlossen. Bildrechte: dpa

0,5 Prozentpunkte mehr Pflegeversicherung wird teurer

Der Beitrag für die Pflegeversicherung wird im kommenden Jahr auf 3,05 beziehungsweise 3,3 Prozent des Bruttoeinkommens steigen. Ziel sind Mehreinnahmen in Höhe von 7,6 Milliarden Euro, die der Pflege zugute kommen sollen.

Bundestagsabgeordnete nehmen an der Sitzung des Bundestags teil.
Der Bundestag hat am Donnerstagabend höhere Pflegeversicherungsbeiträge beschlossen. Bildrechte: dpa

Die Pflegeversicherung wird ab Januar um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent des Bruttolohns steigen. Kinderlose müssen 3,3 Prozent vom Bruttolohn in die Versicherung zahlen. Der Bundestag beschloss am späten Donnerstagabend eine entsprechende Gesetzesänderung, die jährlich 7,6 Milliarden Euro mehr für die Pflege generieren soll.

Gesundheitsstaatssekretär verteidigt umstrittene Erhöhung

Mit dem Geld sollen bereits erweiterte Leistungen unter anderem für die Versorgung Demenzkranker sowie anstehende Ausgaben für Verbesserungen im Pflegesektor finanziert werden. Die Erhöhung ist umstritten, zuletzt hatten die Arbeitgeber vor einer übermäßigen Belastung gewarnt, die zum einen die Entlastung bei der Arbeitslosenversicherung zunichte mache und zum anderen die Konjunktur gefährden könne. Gesundheitsstaatssekretär Thomas Gebhart verteidigte die umstrittene Erhöhung. Gute Pflege müsse der Gesellschaft etwas wert sein. Es handle sich um einen absolut notwendigen Schritt. Derzeit zahlen Eltern 2,55 Prozent und Kinderlose 2,80 Prozent.

Milliardenhilfen für Flüchtlingsintegration gebilligt

In der Nachtsitzung billigten die Abgeordneten auch weitere Milliardenhilfen für die Integration von Flüchtlingen. Länder und Kommunen sollen für diesen Zweck 2019 insgesamt fast fünf Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus stellt der Bund weitere 500 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau bereit.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. November 2018 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. November 2018, 09:00 Uhr

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43 Kommentare

01.12.2018 20:07 Frank 43

@ 38: "Nein, nein, ich orientiere mich an den realen Zahlen."
Nein, genau das tun Sie eben nicht! Sie orientieren sich an nominalen Zahlen und verkennen deren Wirkung in der Lebenswirklichkeit der betroffenen Menschen. Klartext: Das Geld in prekären Beschäftigungsverhältnissen reicht real nicht zum Leben und reicht real nicht adäquate Rentenanwartschaften zu erwerben. Deshalb heißen sie prekäre Beschäftigungsverhältnisse!

01.12.2018 19:47 Kritischer Bürger 42

@Peter 38: +...Der Mindestlohn steigt im Januar um 4%. Auch das fließt in die durchschnittliche Lohnentwicklung ein...+
So SO nachfolgend begründen die Worte: NICHT BEI ALLEN!
+...Im Groß- und Einzelhandel, für die beide in diesem Jahr keine Tarifverhandlungen stattfinden, sehen die Tarifabschlüsse aus dem Vorjahr für 2018 Erhöhungen von 2,8 bzw. 2,7 Prozent vor. Ebenfalls keine
Tarifverhandlungen gibt es in diesem Jahr bei Banken und Versicherungen, wo ältere Tarifverträge für 2018 Erhöhungen von 1,3 bzw. 1,8 Prozent vorsehen.
Gleiches gilt für die Eisen- und Stahlindustrie, wo die Tariflöhne 2018 um 1,7 Prozent steigen....+ (Quelle WSI 01.08.2018)
Genügend ArbG. sehe zu das sie die Mindestlöhne umgehen!

01.12.2018 17:59 Wolfgang Nawalny 41

@Peter 38 - Warum sackt die SPD fast in die Einstelligkeit ab wenn so große Glanzleistungen vollbracht wurden wie Sie hier immer behaupten? Was ist nur der Grund dafür?

01.12.2018 17:58 noch 11 Tage (UNO-Migrationspakt) 40

@Peter 38

"Und noch was zur Erinnerung: Der Mindestlohn steigt im Januar um 4%."

jetzt fangen sie nicht wieder mit dem Mindestlohn an, der ja nun mal Dank der SPD nur einige betrifft.

01.12.2018 17:10 Fragender Rentner 39

Heute stand in der LVZ, dass es ca. 4,2 Mio. Menschen in Deutschlan gibt die im Niedriglohnsektor arbeiten "dürfen" !!! :-(((

01.12.2018 16:11 Peter 38

@007: Tja, Gewerkschaften und Arbeitgeber haben die Tarifverträge für 2019 bereits abgeschlossen. Man muss also kein Prophet sein, um die Lohnsteigerungen zu berechnen.
Und noch was zur Erinnerung: Der Mindestlohn steigt im Januar um 4%. Auch das fließt in die durchschnittliche Lohnentwicklung ein.
Mein Lieber, ich rede "Stuss" oder bin ein "Träumer"? Nein, Nein. Ich orientiere mich an den realen Zahlen.

01.12.2018 11:44 Kritischer Bürger 37

@007 33: Da muss ich Ihnen zustimmen im Punkt "Experten" (aber bei entsprechendem Kommentar 27 fehlte ein Wort .... VON...Experten)
Was ich von Experten halte, hatte ich gerade erst hier vorher geschrieben. Mal sehen ob hier anschließend lesbar! Ist "scharfe Kritik" die nicht jeden passen wird!
Zu Lohnerhöhungen, das gab es auch zu DDR Zeit, war (zumindest bei mir auf Arbeit) an Arbeitsjahre gekoppelt und an ehemaligen Lohnklassen I bis V. Würde ich mir heute wieder wünschen dann endet es ggf. mit den jeweiligen immer fortwährend steigenden Alltagsausgaben bei höheren Einkommen und sonstigem was der Endkunde immer wieder zu tragen hat. Auch die Armen hier im Lande.
ABER ZUM THEMA: Pflegeversicherungssteigerung wird wohl nur zu einem Teil für das (zusätzliche) Personal Verwendung finden. In Pflegestätten steigen auch die Verbrauchskosten und da wird viel von diesem Geld hin gehen!

01.12.2018 11:31 Kritischer Bürger 36

@Peter 27: +...Nur: Die Löhne und Gehälter werden in 2019 wiederum um 3,1% steigen...+
DA fehlt der Anhang =NOMINAL (steigen)= denn bei der =REALEN STEIGERUNG= sind nur 1,4% nachlesbar! Auch nicht von mir! Wenn dann bitte alles genauer bezeichnen.

01.12.2018 11:27 Kritischer Bürger 35

@Peter 27: War wohl nicht deutlich genug. Ich muss da nicht rechnen denn ich habe auch nur die von Experten angeführten Unterschiede zwischen Nominalen und Realen Beispiel aus der auch von Ihnen angeführten Tabelle entnommen!
Experten sind für mich nur Fürsprecher der momentanen Politik,deren Folgen und Ziele-mehr nicht! War früher so und ist heute nicht besser!!!
Muss man doch nur auf anderen Gebieten nachschauen. ArbL-Zahlen(senkung) mal kurz als Beispiel angeführt. So ist es eben wenn man nur das Positive sehen will und das Negative unter den Tisch fallen lässt (um mal in Abwandlung Ihrer Worte zu schreiben)

01.12.2018 11:05 Fragender Rentner 34

Was regt ihr euch nur auf darüber, man nimmt es doch gern von uns wo man dann auch wieder etwas bekommt!

Wie rechte Tasche, linke Tasche.