Politischer Aschermittwoch "Dienen und nicht rummosern" - Merkel wirbt für GroKo

Bundeskanzlerin Angela Merkel (M), CDU-Vorsitzende, trinkt beim politischen Aschermittwoch mit Vincent Kokert, CDU Landesvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern, Bier.
CDU-Chefin Angela Merkel hat beim Politischen Aschermittwoch ihrer Partei auf verbale Angriffe auf die Konkurrenz verzichtet und stattdessen für die Kompromissfähigkeit aller Parteien geworben. Zwar seien deutliche Worte mehr angebracht als in anderen Jahren, es gehe aber nicht darum, permanent zu fragen, was der andere falsch macht, sagte die geschäftsführende Kanzlerin in Demmin in Mecklenburg-Vorpommern: "Sondern es geht für jeden und in jeder Partei darum zu fragen, was kann ich für dieses Land tun, denn das ist die Aufgabe von Politik: zu dienen und nicht rumzumosern." Was die angestrebte neue GroKo von Union und SPD angeht, sagte Merkel: "Ich bin überzeugt: Wir schaffen das." Bildrechte: dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (M), CDU-Vorsitzende, trinkt beim politischen Aschermittwoch mit Vincent Kokert, CDU Landesvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern, Bier.
CDU-Chefin Angela Merkel hat beim Politischen Aschermittwoch ihrer Partei auf verbale Angriffe auf die Konkurrenz verzichtet und stattdessen für die Kompromissfähigkeit aller Parteien geworben. Zwar seien deutliche Worte mehr angebracht als in anderen Jahren, es gehe aber nicht darum, permanent zu fragen, was der andere falsch macht, sagte die geschäftsführende Kanzlerin in Demmin in Mecklenburg-Vorpommern: "Sondern es geht für jeden und in jeder Partei darum zu fragen, was kann ich für dieses Land tun, denn das ist die Aufgabe von Politik: zu dienen und nicht rumzumosern." Was die angestrebte neue GroKo von Union und SPD angeht, sagte Merkel: "Ich bin überzeugt: Wir schaffen das." Bildrechte: dpa
Der kommissarischen SPD-Vorsitzende Olaf Scholz spricht bei der Veranstaltung der SPD in Vilshofen.
Der kommissarische SPD-Chef Olaf Scholz nutzt die Bühne des Aschermittwochs, um gegen die Union zu wettern: "Man muss sich nur die Diskussion in der CDU anschauen, um zu wissen, dass wir es wohl irgendwie richtig hingekriegt haben müssen. Nicht nur ein bayerischer Politiker hat wohl den Zenit seiner politischen Karriere überschritten, sondern wohl auch eine Frau aus dem Norden", fügt Scholz in Anspielung auf CSU-Chef Horst Seehofer sowie Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hinzu. Bildrechte: dpa
Markus Söder (l, CSU), Finanzminister von Bayern und designierter Ministerpräsident, spricht beim politischen Aschermittwoch der CSU.
Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder versucht es eher mit Themen rechts der Mitte. Er erntet von seinen Zuhörern Jubel und langen Applaus für seine Forderung nach konsequenteren Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber. "Nach wie vor sind wir das einzige Land der Welt, in das man ohne Pass hinein- aber nicht mehr hinauskommt", sagt der CSU-Politiker ironisch. "Nehmen wir den Rechtsstaat ernst, dann darf er auf Dauer nicht kapitulieren." Bildrechte: dpa
Jens Spahn
CDU-Finanzstaatssekretär Jens Spahn betont mit Blick auf die AfD den Anspruch der CDU, rechts neben sich keine politische Kraft zu akzeptieren. "Wir wollen nicht mit der AfD koalieren, wir wollen sie überflüssig machen, indem wir Vertrauen zurückgewinnen", sagt er beim Politischen Aschermittwoch in Fellbach, Baden-Württemberg. Bildrechte: dpa
Der Bundeschef der FDP, Christian Lindner (r), und der Generalsekretär der FDP in Bayern, Norbert Hoffmann (l), blicken beim politischen Aschermittwoch der Partei in Richtung der Fernsehkameras.
FDP-Chef Christian Lindner nimmt sich die (eventuell) bevorstehende Koalition aus Union und SPD vor. Die geplanten Steuerentlastungen von zehn Milliarden Euro in dieser Wahlperiode nennt er einen "Scherz". Immer wieder heiße es, Deutschland könne sich höhere Steuerentlastungen nicht leisten. Das Gegenteil sei der Fall. Wenn Frankreich und die USA Steuern senkten, könne es sich Deutschland nicht leisten, die höchsten Belastungen zu haben. "Dann müssen wir die Wende einleiten." Bildrechte: dpa
Bundesvorstandssprecher der AfD, prostet beim politischen Aschermittwoch mit einem Bierkrug zu den Parteianhängern.
Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen schießt sich beim Politischen Aschermittwoch seiner Partei in Osterhofen auf die SPD ein. Die Sozialdemokraten näherten sich atemberaubend einer Position, "in der sie mehr Mitglieder als Wähler" hätten, sagt Meuthen unter dem Gejohle der Zuhörer. Bildrechte: dpa
Ludwig Hartmann (l-r), Spitzenkandidat für die bayerische Landtagswahl 2018, Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, und die Landesvorsitzende Sigi Hagl stoߟen nach Habecks Rede auf dem politischen Aschermittwoch der Partei mit Maߟkrügen an.
Der neue Grünen-Bundeschef Robert Habeck (Mitte) stimmt seine Partei kämpferisch auf die Landtagswahl in Bayern ein. "Die Grünen wollen den Absolutismus der CSU brechen", ruft Habeck vor etwa 400 Zuhörern in Landshut. "Dieses Land gehört keiner Partei, dieses Land gehört nicht der CSU." Bildrechte: dpa
Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Partei 'Die Linke' im Bundestag, spricht beim politischen Aschermittwoch der Partei auf dem Donauschiff.
Nachdem die Linke bei der Bundestagswahl in Bayern über fünf Prozent gekommen war, hofft Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch bei der bevorstehenden Landtagswahl auf ein ähnlich gutes Ergebnis. Den Schlüssel sieht er in der Kommunalpolitik und in einer gerechteren Vermögenspolitik. "Es kann doch nicht sein, dass die Zahl der Millionäre steigt und sich gleichzeitig Kinder ihr Schulessen nicht mehr leisten können oder Rentner Flaschen sammeln müssen", sagte Bartsch beim politischen Aschermittwoch in Passau. Bildrechte: dpa
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