Autonome randalieren während des G20 Gipfels im Schanzenviertel in Hamburg.
Autonome haben wähend des G20 Gipfels vor allem im Hamburger Schanzenviertel randaliert. Bildrechte: dpa

Gewalt in Hamburg Europaweite Fahndung nach mutmaßlichen G20-Randalierern

Fast ein Jahr nach der Gewalt beim G20-Gipfel in Hamburg lässt die Polizei europaweit nach Verdächtigen fahnden. Schon die deutschlandweite Fahndung hatte Kritik von Linken und Datenschützern ausgelöst.

Autonome randalieren während des G20 Gipfels im Schanzenviertel in Hamburg.
Autonome haben wähend des G20 Gipfels vor allem im Hamburger Schanzenviertel randaliert. Bildrechte: dpa

Die Polizei lässt europaweit nach 24 mutmaßlichen Randalierern beim G-20-Gipfel in Hamburg fahnden. Das Bundeskriminalamt habe schon Mitte April eine Fahndungsliste mit Bildern der bisher unbekannten Verdächtigen an ausländische Dienstellen übersandt, heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums an die Linksfraktion im Bundestag. Aus dem Papier zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Gegen die Verdächtigen werde demnach wegen schweren Landfriedensbruchs, Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Fahndungsanfragen gingen dem Bericht zufolge an 15 europäische Polizeien, unter anderem nach Spanien, Großbritannien, Frankreich und Polen.

Am Rande des Gipfeltreffens G20 in Hamburg im Juli 2017 war es zu schweren Ausschreitungen, Brandstiftungen und Plünderungen gekommen. Die Hamburger Polizei hatte zunächst eine deutschlandweite öffentliche Fahndung nach mehr als 100 Unbekannten eingeleitet. Datenschützer und linke Politiker übten scharfe Kritik an der öffentlichen Fahndung mit Fotos.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. Mai 2018 | 05:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Mai 2018, 11:07 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

11 Kommentare

13.05.2018 14:15 der_Silvio 11

Hätte die Polizei sofort durchgegriffen und die Täter gleich festgesetzt, dann wäre das Gezerre jetzt nicht notwendig.

12.05.2018 20:20 REXt 10

An@1 hercule, ja nach einem Jahr Ermittlungen u. Prodest von Links Politikern, warum Jammer die um ihr Klientel ? Brauchen die solche Chaoten um ihre Politik „schmackhaft“ zu machen?

12.05.2018 16:43 Uwe 9

@Sachse43
Die Ermittlunger brauchen erst einen richterlichen Beschluss ehe sie so eine Fahndung durchführen dürfen. Bei der heutigen Justiz ist es unter diesen Umständen ein Wunder daß die den überhaupt bekommen haben. Es geht schließlich um Täter aus dem Umfeld der guten Täter.

12.05.2018 16:26 W. Merseburger 8

Datenschützer und linke Politiker üben scharfe scharfe Kritik an einer öffentlichen Fahndung mit Fotos. Gegen welche Gesetze verstoßen nun die Ordnunghüter des Staates. Das wäre wichtig zu wissen, weil ja Täter zu schützen sind und Opfer sich selbst überlassen werden. Oder, liebe Linke, sehe ich da etwas falsch?

12.05.2018 15:30 ralf meier 7

Man ermittelt gegen Einzeltäter wegen schweren Landfriedensbruchs ... und linke Politiker kritisieren die Fahndung mit Fotos. Interessant.

Nach den Krawallen sprachen CDU Politiker noch von organisierter linksextremistischer Kriminalität, gegen die entsprechend vorgegangen werden müßte.
Siehe dazu : NDR 18.07.2017
'Hamburger CDU will Rote Flora schließen lassen.'
Zitat: 'Die Rote Flora sei ein Biotop und Keimzelle des Linksextremismus. "Wir wissen aus den Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden, wie sehr sie auch in die Vorbereitung dieser Proteste eingebunden war .."' . Gleiche Forderungen gab es auch gegen die Rigaer Strasse in Berlin und gegen Conne Island in Leipzig. Haben 'linke Politiker und Datenschützer' eventuell gegen diese weitergehenden Maßnahmen scharfe Kritik geübt ? Wenn ja, wären Sie diesmal erfolgreich gewesen. Von einer Strafverfolgung wegen organisierter Linkskriminalität hört man nichts mehr.

12.05.2018 14:38 Na so was 6

"Das Bundeskriminalamt habe schon MITTE APRIL eine Fahndungsliste ... übersandt". Da seht ihr alle mal, wie "schnell" die Polizei sein kann, wenn sie will. Ich möchte mir aber nicht vorstellen müssen, wie "schnell" sie ist, wenn sie nicht will! Man kann sich normalerweise nur tief verneigen, dass sie alle Aufgaben gebacken kriegen. Und 4@ Sachse 43, also ich sehe das so, ein bißchen Ruhe haben sich die Beamten wirklich verdient.

12.05.2018 14:22 Michael Möller 5

friedlich gegen etwas Demonstrieren ja , Straftäter sind sofort zur Rechenschaft zu ziehen ohne ansehen der Person . es ist ein Armutszeugnis das die Polizei und die Justiz solange brauchen bis Sie sich entschließt eine Fahndung ein zu leiden . das hätte schneller gehen müssen würde ich sagen bzw. behaupten.

12.05.2018 13:07 Sachse43 4

Nach einem Jahr? Haben die Beamten schon ausgeschlafen?

12.05.2018 12:36 winfried 3

Die "Fahndung" hat in meinen Augen lediglich - Alibicharakter.
Robustes "zugreifen" am Randale-Tag hätte meinerseits Vertrauen in einen starken Rechtsstaat zur Folge gehabt. So aber weiß ich nur, dass ich bei Geschwindigkeitsüberschreitung oder Steuern fest in staatlicher Hand bin.

12.05.2018 11:58 Klaus 2

Wer Verbrechen begeht, nach dem sollte auch gefahndet werden dürfen.
Wem das nicht passt, der muss sich nur an die grundlegenden Gesetze halten.