Der Eingang des Amtes für den Militärischen Abschirmdienst, 2013
Bildrechte: dpa

Fall Franco A. Auftakt für Prozess gegen MAD-Offizier

Am Mittwoch hat der Prozess gegen einen Offizier des MAD begonnen. Er soll Franco A. geholfen haben, jenem Oberstleutnant, der in Deutschland Anschläge auf Politiker verüben und es als Tat von Flüchtlingen darstellen wollte.

Der Eingang des Amtes für den Militärischen Abschirmdienst, 2013
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Am Amtsgericht Köln hat am Mittwoch der Prozess gegen einen Offizier des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) begonnen. Der Generalbundesanwalt wirft ihm vor, Informationen über geplante Durchsuchungen bei Soldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) weitergegeben zu haben.

Die Durchsuchungen beim KSK waren Teil der Ermittlungen im Fall Franco A., dessen Kontaktperson der angeklagte MAD-Offizier gewesen sein soll.

Tat mit "völkisch-nationalistischen Gesinnung"

Der Fall Franco A. hatte 2017 bundesweit für Aufsehen gesorgt. Dem aus Offenbach stammenden Oberleutnant Franco A. wird vorgeworfen, einen Anschlag auf den damaligen Justiz- und heutigen Außenminister Heiko Maas (SPD) geplant zu haben.

Zudem habe er sich als Asylbewerber ausgegeben, um den Verdacht auf Flüchtlinge zu lenken. Seine Taten habe Franco A. "aus einer völkisch-nationalistischen Gesinnung" begangen, so der Generalbundesanwalt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. März 2019 | 05:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. März 2019, 14:04 Uhr