Eine Gruppe Migranten geht zu einem Registrierungszentrum in der Stadt Motril.
In der spanischen Stadt Motril geht eine Gruppe Migranten zum Registrierungszentrum. Sie war im Mai von der Küstenwache des Landes im Mittelmeer aufgegriffen worden. Bildrechte: dpa

Route über Gibraltar Bundesregierung stellt sich auf Migranten aus Spanien ein

Während in der EU insgesamt deutlich weniger Flüchtlinge ankommen, sind es in Spanien schon jetzt so viele wie im gesamten Jahr 2017. Einem Medienbericht zufolge denkt das deutsche Innenministerium über die Folgen nach.

Eine Gruppe Migranten geht zu einem Registrierungszentrum in der Stadt Motril.
In der spanischen Stadt Motril geht eine Gruppe Migranten zum Registrierungszentrum. Sie war im Mai von der Küstenwache des Landes im Mittelmeer aufgegriffen worden. Bildrechte: dpa

Die Bundesregierung stellt sich darauf ein, dass viele der nach Spanien kommenden Migranten nach Deutschland weiterziehen wollen. Man gehe davon aus, "dass sich viele Migranten auf den Weg nach Frankreich, den Beneluxländern und Deutschland machen könnten", sagte der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Helmut Teichmann, der "Bild am Sonntag".

Sollte sich das bewahrheiten, so Teichmann, würden Schleierfahndung und Kontrollen an der deutsch-schweizerischen und der deutsch-französischen Grenze verstärkt.

Mehr Flüchtlinge in Spanien, weniger insgesamt

Erstmals seit Beginn des stärken Flüchtlingsaufkommens 2015 sind im ersten Halbjahr 2018 mehr Bootsflüchtlinge in Spanien angekommen als in Italien. In Spanien waren es rund 23.500 - etwa so viele Migranten, wie im gesamten Jahr 2017 in Spanien angekommen waren.

Kritiker werfen dem neuen sozialdemokratischen Regierungschef Pedro Sanchez vor, Migranten zur Einreise nach Spanien zu ermuntern, während Länder wie Italien die Kontrollen verstärkt haben. Insgesamt liegt die Zahl der Neuankömmlinge in der EU aber deutlich unter den Spitzenwerten von 2015. Zugleich sind in diesem Jahr schon 1.500 Migranten im Mittelmeer ertrunken.

Menschen aus afrikanischen Krisenländern

Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) stammen die meisten der in Spanien Anlandenden aus afrikanischen Krisenländern südlich der Sahara sowie aus Marokko, Mali und Mauretanien.

Die spanischen Behörden registrieren die Ankommenden und bearbeiten gegebenenfalls Asylanträge. "Wir haben der spanischen Regierung unsere Unterstützung angeboten", sagte Staatssekretär Teichmann der "Bild am Sonntag".

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. August 2018 | 02:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. August 2018, 09:27 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

140 Kommentare

07.08.2018 09:16 Bingo 140

Spanien, lässt sie großzügig herrein nach Europa, statt die Grenzen der EU zu schützen.Und "unsere Gutmenschen" werden die "neuen Mitbürger" aus Afrika sicher wieder an der deutschen Grenze willkommen heißen.Gute nacht Deutschland, wie wir es heute noch kennen....

07.08.2018 02:13 Querdenker 139

Zitat: „Die Bundesregierung stellt sich darauf ein, dass viele der nach Spanien kommenden Migranten nach Deutschland weiterziehen wollen.“

Und wie muss ich mir das jetzt konkret vorstellen? Blumenstrauß und Sekt? Wer das „Codewort“ Asyl sagt, hat doch oft keine Probleme an der deutschen Grenze.

siehe „Deutscher Bundestag Plenarprotokoll 8/101 Bonn Freitag, den 23. Juni 1978“

Zitat Reinhard Bühling (SPD 1978): „Durch die große Masse der sogenannten Asyltouristen kommt der wirklich Asylbedürftige allzuleicht in die Gefahr, allzulange hingehalten zu werden oder vielleicht auch mit einem Mißtrauen betrachtet und behandelt zu werden, das gerade er nicht verdient.“

Dem damaligen Zitat kann ich nur zustimmen. Ist also schon länger ein Thema und hat sich nicht viel geändert. Geschichte wiederholt sich, aber eben nicht immer gleich.

06.08.2018 22:45 Rosmarie Hansbauer 138

Klar - die kommen nach Spanien - bleiben aber nicht - können nach 24 Stunden ohne Asyl zu beantragen weiterreisen - wohin - natürlich nach Deutschland. In Spanien gibts nur ein Dach übern Kopf und zu Essen - kein Geld!!!

06.08.2018 22:42 Chance auf ein Bleiberecht tendiert wohl eher gegen Null 137

Real betrachtet muss doch festgestellt werden, dass
die Chancen dieser Migranten auf ein Bleiberecht in Deutschland gegen Null tendieren. Daher ist es unverantwortlich, dass deren Erwartungen auf Europa durch rot-grün noch genährt werden. Sowohl das Asylrecht , als auch die GFK definieren, wer unter welchen Umständen und für welchen Zeitraum Aufnahme findet. Denjenigen, die auf die Einhaltung geltenden Rechts bestehen, auch noch ein schlechtes Gewissen einreden zu wollen, ist schon sehr bizarr. Die Menschen fliehen vor der Armut in den Heimatländern, das ist unstrittig. Also muss vor Ort Hilfe geleistet werden. Diesen Ländern auch noch die jungen möglichen Arbeitskräfte zu entziehen und sie stattdessen Geld in die Heimat schicken zu lassen, führt zur weiteren Verödung, weil dann niemand mehr bereit ist, im Herkunftsland Werte zu schaffen. Zum Glück muss man feststellen, dass Deutschland zwar in der Geschichte endloses Leid verursacht hat, dies aber nicht auf Kolonialismus beruhte.

06.08.2018 21:00 nie mehr SPD in Deutschland, bedeudet nie mehr soziale Ungerechtigkeit in Deutschland 136

@D.o.M. 130

"@Wessi125, ach Mann, jetzt seien Sie doch nicht gekränkt. Keiner feindet Sie an und natürlich dürfen Sie Ihre Meinung und vor allem Ihr Empfinden äussern."

aber um so mehr er schreibt, um so wirrer wird es
und um so weniger interessiert seine Meinung.

Unterhaltsam, belustigend vielleicht, mehr aber auch nicht.

Übrigens: interessanter Schreibstil ;-)

[Liebe User,
bitte bleiben Sie beim Thema.
Kommentare ohne Bezug zum Thema des Artikels werden entsprechend unserer Kommentarrichtlinien (http://www.mdr.de/service/kommentarrichtlinien100.html) nicht freigegeben.
Ihre MDR.de-Redaktion]

06.08.2018 20:34 Fragender Rentner 135

@Dorfbewohner

Sollte nicht auf dich gemünzt sein, weil du auch auf jemanden geantwortest hast, auf den u.ä..

06.08.2018 20:29 Fragender Rentner 134

Wie brachten sie vorhin im Fernsehen, da fahren welche mit dem Jetski die ca. 12 KM von Marokko nach Spanien.

Und die Küstenwache kommt da nicht hinterher.

06.08.2018 20:15 Norbert 133

Ach Wessi so langsam wird es einsam auf Ihrer Wolke stimmst ?
Wer soll den hier schäumen und warum ? Als Provokateur gehen Sie schon längst nicht mehr durch, eher als extrem lernresistent und unbelehrbar populistisch. War da nicht mal was, das Sie genau diesen Menschenschlag aufs tiefste verachten oder so ähnlich ?? Und argumentativ treten Sie schon lange auf der Stelle..

06.08.2018 19:55 Wessi 132

@ 128 Es geht mir nur um den deutschen Humanismus+Klärung darüber, wie die iberischen Völker so "ticken".Mit dem Wegschauen haben Sie aber Recht, bei allem Trennenden.Aber damals war z.B. ein Gauland in hoher Position der CDU (ich war niemals auch nur Abgeordneter), andere von rechtsaussen in anderen "alt"-Parteien (lächerliches Wort; bei uns sind hauptsächlich junge Leute eingetreten).Also mal schön leise.@ 127 Welcher "Religion"? Mein Großvater,mein Vater waren getauft, sie wurden nur zu etwas gemacht.Oder soll das wieder einer Deiner Antisemitismen sein?Gerade DANN bist DU verantwortlich, wenn nicht sogar nachrangig schuldig!Ausserdem: Frankreich trägt die Verantwortung für Napoleon+seine Kriege, die US für Hiroshima etc., Russland für Stalins Untaten.Noch mehr, Mann?

06.08.2018 19:40 psteffen 131

@ Wessi

Zitat „.@ 116 ...der innerspanische Konflikt ist kein rassistischer Konflikt, da spielt Fremdenfeindlichkeit keine Rolle, sondern Politik!

Genau ! Wenn eine ethnischen Gruppe die andere ethnischen Gruppe unterdrückt , oder man sich gegenseitig bekriegt oder ..oder.. hat das natürlich nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun !

Zitat „ Wo nimmt die Islamfeindlichkeit zu? Belege?“

Bist du nicht dazu in der Lage deine Suchmaschine zu fragen ??

Weitere Meldungen