Volker Kauder (l-r), Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andrea Nahles, Bundesvorsitzende der SPD, und Alexander Dobrindt, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, sprechen nach einem Koalitionstreffen vor dem Bundeskanzleramt in Mikrofone von Pressevertretern.
Volker Kauder, Andrea Nahles und Alexander Dobrindt (von links) nach dem Spitzentreffen im Kanzleramt. Bildrechte: dpa

Spitzentreffen Union und SPD einigen sich auf Rentenpaket

Der tagelange Streit der Bundesregierung in der Rentenpolitik ist bei einem Spitzentreffen der Koalition am Dienstagabend beigelegt worden. Sozialminister Hubertus Heil von der SPD gab die Pläne für ein umfassendes Rentenpaket bekannt. Sie wurden im Anschluss vom Kabinett verabschiedet.

Volker Kauder (l-r), Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andrea Nahles, Bundesvorsitzende der SPD, und Alexander Dobrindt, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, sprechen nach einem Koalitionstreffen vor dem Bundeskanzleramt in Mikrofone von Pressevertretern.
Volker Kauder, Andrea Nahles und Alexander Dobrindt (von links) nach dem Spitzentreffen im Kanzleramt. Bildrechte: dpa

Nach langem Ringen haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD auf Verbesserungen bei der Rente sowie bei der Arbeitslosenversicherung geeinigt. Noch in der Nacht zum Mittwoch traten Vertreter der drei Parteien vor die Presse. Sie sprachen von einer guten Atmosphäre und einem Durchbruch in mehreren offenen Fragen. Das erste Rentenpaket wurde bereits am Mittwoch im Kabinett beschlossen. Anfang kommenden Jahres soll es in Kraft treten.

Stabilisierung des Rentenniveaus bis 2025

Mit dem in der Nacht gefundenen Kompromiss werden die Renten auf dem aktuellen Niveau von 48 Prozent bis 2025 stabilisiert. Die Debatte über längere Rentengarantien bis 2040 , wie von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) gefordert, wurde verschoben. Die Union lehnt das ab und will zunächst Vorschläge einer eingesetzten Kommission abwarten.

Heil und Kauder zufrieden

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil äußerte sich im Anschluss zufrieden mit dem Kompromiss. Im ZDF-"Morgenmagazin" sagte der SPD-Politiker, man habe das Bestmögliche durchgesetzt. Damit gebe es beim Rentenniveau und den Beiträgen erst einmal Stabilität und Sicherheit bis 2025. Heil bekräftigte zugleich die Forderung nach einer langfristigen Rentengarantie. Dahinter stehe die ganze SPD.

Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte im ZDF-"Morgenmagazin": "Wir können uns dieses Ergebnis leisten, wir übertreiben es ja auch nicht." Die finanzielle Grundlage für die Beschlüsse sei gut.

Weitere soziale Vorhaben sollen folgen

Gleichzeitig verständigte sich die Koalition auf weitere sozialpolitische Maßnahmen. So sollen noch im September das Baukindergeld für Familien, Vorhaben für mehr bezahlbare Wohnungen sowie eine bessere Kita-Betreuung und ein Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz folgen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. August 2018 | 20:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. August 2018, 12:56 Uhr

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31 Kommentare

30.08.2018 17:18 Fragender Rentner 31

@Peter zu 23

Keiner will dir folgen?

Wie steht bei t-online jetzt, 41% sind befristete Arbeitsverhältnisse. :-(

Ist doch schön wenn man eine Partei fragt, die erst kurz im BT ist und diese Bösen haben noch keine Lösungen die andere über Jahrzente verursacht haben.

30.08.2018 17:05 Wie bestellt -so geliefert 30

Hallo PETER. Warum hat die SPD, die doch so sozial eingestellt sein will den Vorschlag der CSU abgelehnt? Mütter die ihre Kinder vor 1992 geboren haben 1Rentenpunkt zu zusprechen. Am Geld kann es doch wohl nicht gelegen haben. Ihre Meinung als eingefleischter Sozi würde mich da sehr interessieren.

30.08.2018 11:57 Doro 29

Warum werden Unterschiede bei Müttern gemacht, die ihre Kinder vor 1992 und die ihre Kinder danach geboren haben? Warum werden nicht alle Mütter gleichgestellt? Den Vorschlag von der CSU zur Mütterrente hätte ich auf alle Fälle gerechter gefunden, als die jetzige Einigung.

30.08.2018 08:29 Ekkehard Kohfeld 28

@ Pinocchio 23 @14 Rentner: Wie die Lösungen der Anderen aussehen, habe ich gerade noch mal dem REXt erklärt.Sie können Sie auch nachlesen: Blättern Sie mal im AfD-Wahlprogramm.##Ich glaube ich nenne sie ab jetzt Pinocchio,was bitte hat die AFD mit dem bestehenden oder jetzigen Rentensystem zu tun???Absolut gar nichts die gab es noch lange nicht bei der Erstellung dieses Systems und ist auch an der derzeitigen Situation nicht beteiligt.Warum versuchen sie der ständig Verantwortung für etwas zu geben mit dem sie nichts zu tun hat oder mit ungelegten Eiern.Sind sie wirklich so naiv das sie das nicht verstehen das ist doch so einfach das müßte sogar {Klausperterwessi} verstehen das kann doch nicht so schwer sei.Da können sie auch die Schuld Trump geben das kommt auf selbe raus,der hat da auch nichts mit zu tun.Ist schon ein blödes Gefühl wenn man keine Argumente hat aber lügen hilft da nicht weiter,sie rutschen immer weiter in ihren eigenen Lügensumpf.

30.08.2018 08:07 Ekkehard Kohfeld 27

@ Johny 21 Mit anderen Worten: Das Kastensystem bei der Altersversorgung bleibt weiter bestehen und das niedrige Rentenniveau von 48 Prozent (Platz 24 von 26) vs. Beamte 71 Prozent auch. Wer was ändern will, muß selbst was tun z.B. nach der Ausbildung gar nicht erst in D. mit arbeiten anfangen, sondern gleich sich woanders was Besseres suchen.##Völlig richtig meine Kinder sind auch schon weg
man muß nur etwas mehr wie unser Klauspeterwessi auf dem Kasten haben dann geht das,meinen beiden geht es in Kanada prima,die haben Eigentum (Firma) und ein super Auskommen ohne den Stress wie in Deutschland da ticken die Uhren anders und besser.

30.08.2018 06:32 peter 26

Mogelpackung!!!

30.08.2018 06:21 SabineSorglos 25

Unverantwortliche Politik: Die geburtenstarken Jahrgänge werden beschenkt, die wenigen Kinder sollens bezahlen.

29.08.2018 22:26 Kritischer Bürger 24

@Peter 23: BLEIBEN SIE DOCH BITTE bei den VERANTWORTLICHEN der jetzigen Regierung!! Alles andere ist nur Ausdruck der dazu angemessen erscheint hier Stimmung zu machen. Ich habe auch schon oft geschrieben: DIE OPPOSITION IST zum 1. NICHT DIE REGIERUNG und zum 2. Also nicht dazu da Programme vorzulegen die ggf. in die Regierungsvereinbarungen einzugehen hätten. ALSo nur eine Opposition und nicht mehr!! Zwar aus Protest von Seiten der Bürger die jene Politiker ihre Stimmen gaben um ein Zeichen der Unzufriedenheit "auszusenden" was eben die etablierten Politiker nicht verstehen wollen!

29.08.2018 20:51 Peter 23

@14 Rentner: Wie die Lösungen der Anderen aussehen, habe ich gerade noch mal dem REXt erklärt.
Sie können Sie auch nachlesen: Blättern Sie mal im AfD-Wahlprogramm.
Interessant wäre Ihre Meinung zu deren Rentenplänen.

29.08.2018 20:47 Peter 22

@25: Huch REXt: Die SPD sorgt dafür, dass das Rentenniveau stabil bleibt.
Was will die AfD? Laut Wahlprogramm Rentenkürzung von 25% für einen deutschen Durchschnittsrentner. Ich erklär´s Ihnen noch mal: Die AfD will den Rentnern erst nach 45 Arbeitsjahren die volle Rente auszahlen. Ansonsten wird gekürzt. Der Durchschnittsdeutsche geht nach 38 Arbeitsjahren in Rente.