Kabinettsbeschluss Renteninformationen sollen künftig online abrufbar sein

Jährlich informiert die Renteninformation über die spätere Rente. Doch künftig sollen die Renten-Ansprüche auch online abrufbar sein. Nicht nur dieses Projekt hat das Kabinett am Mittwoch auf den Weg gebracht. Es stimmte auch für höhere Gebühren bei der Ausstellung des Personalausweises.

Zwei ältere Menschen mit Stohhüten überqueren Hand in Hand einen Fußgängerüberweg am Mainufer.
Der Überblick über Altersvorsorge soll vereinfacht werden. Bildrechte: dpa

Bürgerinnen und Bürger sollen es künftig leichter haben, einen Überblick über die eigene Altersvorsorge zu bekommen. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf, der die Einführung einer digitalen Rentenübersicht vorsieht.

Gebündelter Überblick im Internet

Die Informationen über die Ansprüche aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Altersvorsorge sollen auf einem Online-Portal gebündelt werden und für den Laien vereinfacht werden. Zunächst soll es ein Modellprojekt geben, ab 2023 soll das Portal allgemein verfügbar sein. Es wird vom Bundesfinanzministerium zusammen mit Renten- und Verbraucherschutz-Experten erstellt.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sagte am Mittwoch, nur wer Bescheid wisse, könne gut vorsorgen. Bisher müssen die Bürger ihre Ansprüche selbst zusammenrechnen oder sich dazu beraten lassen. Die gesetzlichen Rentenversicherungen verschicken jedes Jahr eine Renteninformation.

Geld und Spielfiguren auf dem jährlichen Schreiben zur Renteninformation
Das jährliche Schreiben der gesetzlichen Rentenversicherungen enthält schon jetzt die Renteninformation. Bildrechte: imago/Schöning

Personalausweis soll fast 30 Prozent teurer werden.

Personalausweis
Für Antragsteller über 24 Jahre ist der Personalausweis zehn Jahre gültig. Bildrechte: imago images / Jochen Tack

Zudem beschloss die Bundesregierung höhere Gebühren für die Ausstellung eines Personalausweises. Ab nächstem Jahr soll er 37 Euro kosten statt bisher 28,80 Euro. Begründet wird die fast 30-prozentige Gebührenerhöhung mit den gestiegenen Personal- und Sachkosten in den kommunalen Behörden.

Von den Linken kam Kritik an der Verteuerung. Die Ausstellung von Ausweisdokumenten sei keine Extraleistung der Behörden, sondern eine notwendige allgemeine Dienstleistung für alle Bürgerinnen und Bürger, hieß es von der Partei. Der Bundesrat muss die Erhöhung noch billigen, ehe sie in Kraft treten kann.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. August 2020 | 13:00 Uhr

19 Kommentare

Generation 55 vor 14 Wochen

Gebühren, Bus- und Ordnungsgelder sollten grundsätzlich prozentual vom Jahreseinkommen erfolgen, damit nicht nur Geringverdiener höher belastet werden. Ausweis z.b. 0,228% des Jahreseinkommens. Festgelegte Zeiten für Ausweise sind für ältere oder pflegebedürftige unsinnige Abzockerei und sollte Bürgern überlassen werden ob und wann Dokument benötigt wird.

winfried vor 14 Wochen

"... 10 Seiten von denen ich nix aber auch gar nix verstehe,"
Brauchen Sie nicht, die Höhe der zu erwartenden Rente sollten Sie realisieren.
Wobei es sich um die Brutto-Rente und nicht um den ausgezahlten Betrag handelt.

Anni22 vor 14 Wochen

@ matto Es braucht den Ausweis nicht kostenlos geben, aber eine Preiserhöhung um 30 % ist unangemessen. So sehr ist der Arbeitsaufwand nicht gestiegen.....
So man kann also nicht kontrollieren woher die Leute kommen. Das ist wahr. Und deshalb nehmen auch viele die kostenlosen Tests nicht in Anspruch, dass ist nämlich auch mit Aufwand verbunden....(Am Flughafen klappt es noch, aber bei Bus, Bahn und Auto, auf keinen Fall)