30.08.2018, Berlin: Thilo Sarrazin stellt bei einer Pressekonferenz sein neues Buch "Feindliche ܜbernahme - Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht"
Thilo Sarazin bei einer Pressekonferenz Bildrechte: dpa

Schiedskommission Sarrazin darf aus SPD ausgeschlossen werden

Die SPD darf den früheren Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin aus der Partei ausschließen. Das hat die SPD-Schiedskommission entschieden. Sarrazin war wegen seiner Thesen zum Islam in die Kritik geraten.

30.08.2018, Berlin: Thilo Sarrazin stellt bei einer Pressekonferenz sein neues Buch "Feindliche ܜbernahme - Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht"
Thilo Sarazin bei einer Pressekonferenz Bildrechte: dpa

Der umstrittene frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin kann aus der SPD ausgeschlossen werden. Die Schiedskommission Charlottenburg-Wilmersdorf gab am Donnerstagvormittag einem entsprechenden Antrag des SPD-Parteivorstands statt. Generalsekretär Lars Klingbeil sagte, Sarrazin habe gegen die Grundsätze der Partei verstoßen.

Rassistische Gedanken haben in der SPD keinen Platz.

Lars Klingbeil

Die SPD ist schon zweimal mit dem Versuch gescheitert, Sarrazin aus der Partei zu werfen. Sarrazin erhielt dabei allerding nur die Auflage, der Partei keinen Schaden zuzufügen. Der frühere Politiker ist seit 45 Jahren Mitglied der SPD. Er hat sich bisher stets geweigert, die Partei zu verlassen.

Riesige Buchstaben bilden auf einer Bühne das Logo der SPD. 3 min
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Ein Porträt des umstrittenen Buchautors

MDR AKTUELL Do 11.07.2019 19:19Uhr 02:37 min

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Umstrittene Bücher schlagen Wellen

Sarrazin hatte 2010 in seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" die These aufgestellt, Deutschland steuere aufgrund muslimischer Einwanderung auf einen sozialen und kulturellen Niedergang zu. Sarrazin legte nach und brachte das Buch "Feindliche Übernahme. Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht" auf den Markt und verschärfte damit den Ton.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Juli 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2019, 21:23 Uhr

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101 Kommentare

13.07.2019 19:21 Wessi 101

@ 95 ...wir haben dies' "oben+unten" der Konservativen+Faschisten nicht.Der Parteivorstand der SPD besteht aus Mitgliedern, nicht aus Abgehobenen.@ 96 ...da stimme ich überein: der Polizeischutz sollte bei Islamkritikern aufgehoben werden.Sarrazin sollte wenigstens raus aus der Partei.

13.07.2019 15:45 Johny 100

Wenn man sich Deutschland im Jahre 2019 so anschaut, kommt man zu dem Schluß, dass das Gesetz nur noch dann wirklich angewendet wird, wenn es gegen politische Widersacher oder Gegenredner geht. Ansonsten sind Gesetzesbrüche ok, sogar von oberster Stelle. Dabei ist Sarazin der einzige Denker, den die sPD noch hat.

13.07.2019 15:12 Querdenker 99

Der Islamkritiker Thilo Sarrazin bleibt zunächst Parteimitglied der SPD. Laut seinem Anwalt hat Sarrazin vor, ggf. durch alle Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht zu gehen. Am Ende könnte es vielleicht viele Jahre gerichtliche Auseinandersetzungen geben.

Es wird der SPD hoffentlich schaden, diesen Islamkritiker loswerden zu wollen. Den Kernaussagen von Sarrazin stimmen viele Bürger zu (siehe hierzu „statista Meinung zu den Thesen von Thilo Sarrazin“).

Jetzt wird Sarrazin sich aber wohl erst mal an das Landes- und das Bundesschiedsgericht der SPD wenden. Dann wird man sehen, ob das Parteigericht des *Berliner SPD-Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf Bestand hat. Wobei ich die Chancen nicht so hoch einschätze.

*siehe hierzu auch mein Beitrag 44

13.07.2019 15:10 aus Dresden 98

@94 Annerose will
Wir wollen es der Kanzlerin nachsehen, dass sie die Entfernung von Thilo Sarrazin aus dem Aufsichtsrat der Bundesbank nach dem Erscheinen des Buches "Deutschland schafft sich ab" betrieb, da sie das Buch ja bekanntlich gar nicht gelesen hat.

13.07.2019 14:16 Manni an Annerose will (93) 97

Diese Verschwörungstheorien sind natorlich totaler Nonsens. Das wissen Sie auch. Merkel ist nicht an allem Schuld. Sarrazin hätte ja auch rechtlich dagegen vorgehen können. Das ist hier angeblich ein Rechtsstaat.
Sarrazin hat sogar das Recht "jederzeit dieses Land zu verlassen, wenn er will.“

13.07.2019 13:47 Querdenker 96

Parteien, die Islamkritiker rauswerfen, sollten finde abgewählt werden. Wir leben in einem Land, wo Islamkritiker Polizeischutz benötigen (siehe „ard Deutschland-Reportage: Leben unter Polizeischutz“).

Wir brauchen* in Deutschland finde in jeder Partei Islamkritiker. Religionskritik gehört mit zur Kultur von Deutschland.

Der deutsche Philosoph und Kritiker der Religion Karl Marx sagte: „Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen.“ und „Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.“

*siehe „br Türken in Deutschland: Koran statt Grundgesetz“
Zitat: „…Türkischstämmige... ...Jeder Dritte (32 Prozent) stimmt der Aussage zu: "Muslime sollten die Rückkehr zu einer Gesellschaftsordnung wie zu Zeiten des Propheten Mohammed anstreben."

[Lieber Querdenker, bitte bleiben Sie beim Thema. Kommentare ohne Themenbezug werden gemäß unserer Netiquette nicht freigegeben. Viele Grüße, Ihre MDR.de-Redaktion]

13.07.2019 13:35 Kieke 95

@81.. Interessant, wie Sie aus einer Frage nach dem Parteiprozedere und dem Anteil der Genossen, die hinter dem Verfahren oder der Person stehen, ein politisches Statement ("nichteigene Partei zu seiner eigenen Auffassung bringen"?) ableiten. Fakt ist, da dürften Sie mit mir hoffentlich übereinstimmen, dass die Schiedskommission Charlottenburg-Wilmersdorf über einen Antrag des SPD-Parteivorstands entschied und nicht über einen SPD-Mitgliederantrag. Kann dieser Antrag des SPD-Vorstands - gewollt oder nicht - der SPD nicht auch evtl. schaden? Wenn nämlich tatsächlich rassistische Thesen von einem Genossen, der 45 Jahre in der SPD ist und relativ hohe Ämter in Partei und Politik erreichen konnte, vertreten worden sein sollten, so würde das m.E. leider wieder einmal ein schlechtes Licht auch auf die SPD werfen. Daher würde ich z.B. die Meinungen hierzu von den jahrelangen Wegbegleitern von S. in Partei und Politik erfahren wollen. Gern aus einer MDR-Reportage ;-)

13.07.2019 12:26 Annerose will 94

Auf der Zunge zergehen lassen sollte man sich den Umstand, daß Angela Merkel die Entlassung Thilo Sarrazins von seinem Posten als Aufsichtrat der Bundesbank Betrieb, als er sein ersten Buch " Deutschland schafft sich ab" herausgebracht hatte. Das schreibt der Autor übrigens im Vorwort zum nächsten Buch "Wunschdenken" . Soetwas ist klare Willkür und war eines demokratischen Staates nicht würdig. Aus DDR Zeiten wat man solches gewohnt. Heute ist man entsetzt, daß es so etwas wieder gibt.

13.07.2019 11:35 jochen 93

90 # Der in Mode gekommene Ausdruck "Rassismus" ist das neue Totschlagwort gegen alle politischen Gegner.
Nicht mehr und nicht weniger.

13.07.2019 11:32 jochen 92

Dr. Sarrazin erkennt den Betrug an unserem Land.
Als Konsequenz muss er jetzt gehen, denn die Wahrheit darf in der BRD nicht ausgesprochen werden.
Er sollte zu den vernünftigen Politikern der Alternative wechseln.
Dort wäre sein Platz für Deutschland.