E-Scooter auf einem Gehsteig
Scheuer gegen E-Tretroller auf Fußwegen. Bildrechte: imago images / Viennareport

Bundesverkehrsminister E-Tretroller sollen nicht auf Gehwegen fahren dürfen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer reagiert auf die Kritik aus den Bundesländern und will das Fahren von E-Tretrollern auf Gehwegen nun doch nicht erlauben. Es solle niemand gefährdet werden.

E-Scooter auf einem Gehsteig
Scheuer gegen E-Tretroller auf Fußwegen. Bildrechte: imago images / Viennareport

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will das Fahren von E-Tretrollern auf Gehwegen entgegen der bisherigen Planung nicht erlauben.

Der CSU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur, er sei bereit, auf die Länder, die Bedenken hätten, zuzugehen und das Fahren auf Gehwegen mit Schrittgeschwindigkeit aus der geplanten Verordnung herauszustreichen.

Scheuer erklärte: "Mir geht es darum, neue Formen der Fortbewegung so zu ermöglichen, dass sie niemanden gefährden." Egal ob jung oder alt, die Bürger sollten sich auf den Verkehrswegen sicher fühlen. Wichtig sei, jetzt zügig eine Regelung zu bekommen. "Wir brauchen jetzt im Sommer das Ja der Länder - und nicht erst in der Weihnachtszeit, wenn Schnee liegt", so Scheuer.

Bundesrat muss zustimmen

Die ursprünglichen Pläne des Bundes sahen vor, dass nur E-Roller, die schneller als 12 km/h sind, in der Regel auf Radwegen fahren sollen und langsamere bis 12 km/h auf Gehwegen. Dort sollten sie nur mit Schritttempo unterwegs sein dürfen.

Mehrere Länder, Fußgänger-Vertreter und Experten warnten aber vor neuen Gefahren etwa für Kinder, ältere und sehbehinderte Menschen, sollten zusätzliche Gefährte auf die Bürgersteige kommen.

Der Bundesrat soll voraussichtlich am 17. Mai über die Verordnung abstimmen. Im Verkehrsausschuss der Länderkammer hatten sich bereits Bedenken formiert. Das Gremium empfahl mehrheitlich, dass alle E-Roller auf Radwege gehören und langsamere Modelle nicht auf Gehwege sollen. Über diese Empfehlung sollte aber erst noch das Plenum des Bundesrats abstimmen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. Mai 2019 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Mai 2019, 11:48 Uhr

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7 Kommentare

07.05.2019 22:41 Sabrina 7

Wichtig ist, dass die nicht auf Radwegen fahren. Die Unfallgefahr durch die Fußgänger auf Rollern ist einfach zu groß.

07.05.2019 19:50 Flizikowski 6

Für den Gehweg zu schnell - für die Straße zu langsam und zu unübersichtlich. Dieses Teil wird eine kurze Modeerscheinung sein, weil sie extra versicht werden sollten, ein Kennzeichen bräuchten und zum aufladen kommt dann noch die CO²-Steuer.

07.05.2019 17:27 maheba 5

So ein Aufriss wegen eines Spielzeuges. Also ehrlich mal, haben wir keine anderen Probleme? Ist doch einfach lächerlich.

07.05.2019 14:50 Fragender Rentner 4

Fordert er dann auch noch eine Extrafahrspur für die E-Roller?

07.05.2019 13:40 Sonja 3

R I C H T I G, jedesmal diese Zustimmung kotzt einem langsam an, was man voraussetzt zu diesem Problem.

07.05.2019 13:06 REXt 2

Bei den vielen kaputten Straßen u. Gehwege im Osten, obwohl ja viel Geld hierher geflossen ist, kann man mit diesen Dingern sowieso nicht fahren!

07.05.2019 11:32 Norbert NRW 1

Also ich wüsste zumindest hier nicht, auf welchem Radweg oder Strasse diese Spielzeuge schmerzlos bewegt werden könnten. Diese Rädchen sind in einem Schlagloch oder einer Auffahrkante auf den Radweg etc. völlig überfordert. Von der zappeligen Lenkung mal ganz abgesehen. Als Zweiradfahrer der herkömmlichen Art ist das alles schon brandgefährlich, aber die Dinger sind für mich ein momentaner Hype der nicht ansatzweise taugt eine Alternative zu sein..dagegen sprechen auch die geringen Fahrzeiten mit den schwächlichen Akkus.