Ein Mopedfahrer.
Besonders Jugendliche im ländlichen Raum sollen durch eine frühere Fahrerlaubnis mobiler werden. Bildrechte: dpa

Medienbericht Scheuer will Moped-Führerschein ab 15 ermöglichen

Was bisher Modellprojekt in den ostdeutschen Bundesländern ist, könnte bald bundesweit Standard sein: Verkehrsminister Scheuer will das Mindestalter für den Moped-Führerschein auf 15 Jahre herabsenken.

Ein Mopedfahrer.
Besonders Jugendliche im ländlichen Raum sollen durch eine frühere Fahrerlaubnis mobiler werden. Bildrechte: dpa

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will Jugendlichen deutschlandweit künftig das Mopedfahren ab 15 Jahren ermöglichen. Das sieht einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge ein Gesetzentwurf vor, über den das Kabinett am kommenden Mittwoch entscheiden soll.

Demnach dürften bereits 15-Jährige Kleinkrafträder wie Mopeds und Roller bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde fahren. "Die Landesregierungen werden ermächtigt, durch Rechtsverordnungen das Mindestalter für die Klasse AM auf 15 Jahre herabzusetzen", zitierte das RND aus Scheuers Gesetzentwurf.

Modellprojekt in ostdeutschen Ländern bis 2020

In einem Modellprojekt der fünf ostdeutschen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es den Moped-Führerschein ab 15 bereits. Damit soll unter anderem die Mobilität von Jugendlichen im ländlichen Raum gestärkt werden. Im April 2020 läuft das Projekt "Moped mit 15" nach bisheriger Planung aus. Regulär können Jugendlich erst ab 16 Jahren den Moped-Führerschein erwerben - bereits in der DDR war das Fahren von Kleinkrafträdern ab einem Alter von 15 Jahren erlaubt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. Mai 2019 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Mai 2019, 11:29 Uhr

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10 Kommentare

11.05.2019 23:07 Paul 10

Eine Frage die ich mir seit heute morgen stelle die Leute die eine Mofa prufbescheinigung haben sollten doch dann auch auf 45 kmh zugelassen werden oder nicht? Würde es bissle unfair finden wenn wir Mofa Fahrer 25 fahren dürfen und die anderen Leute die 15 Jahre alt sind dann halt 45 oder nicht

11.05.2019 18:55 Mirko Thüringen 9

Wau Herr Scheuer. Sie erfinden das Rad auch jeden Tag neu. Wir durften mit 14 unseren Moped Führerschein in der DDR schon machen und sie kommen jetzt rüber als wenn es eine neue Errungenschaft waere Kompliment.

11.05.2019 13:06 Norbert NRW 8

Richtiger Ansatz, ich finde es gut wir im Westen durften den erst ab 16 machen. @2 also das muss wohl jede Familie selber entscheiden, und da hat die Politik nichts mit am Hut, wer bitte hat Heutzutage mit 15 eine Arbeitsstelle ? Da müssen die meisten noch zur Schule. Ich habe auch mein erstes Mopped zusammengeschnorrt, zusätzlich zur Lehre noch Zeitung dafür ausgetragen und Autos gewaschen.
Und jetzt mit knapp 60 noch nicht mal deswegen ein schlechtes Gewissen....Grundsätzlich ist das das Vorhaben völlig in Ordnung denn es gibt nichts besseres als unabhängig zu sein. Man kann aber auch wirklich alles zerreden.

11.05.2019 11:28 Andreas 7

Das wird die Nachfrage nach den 60km/h Simsons zusätzlich ankurbeln. Hätte vor 20 Jahren nicht gedacht, dass die ollen Zweitakter mal zu Goldstaub werden.

11.05.2019 06:02 peter 6

Jetzt legt er aber los, der Herr Scheuer, wau!!!
In der DDR hatte ich den Mopedschein schon ab 14. Hat super geklappt!

10.05.2019 20:10 Bindafür 5

Endlich mal ein brauchbarer Vorschlag .
Hier in ländlichen Bayern wär das ein echter Pluspunkt.

Meine Tochter hat gerade den Mofa-Schein angefangen, der wird wohl erstmal pausiert , und dann falls die hohen Herren hier in Bayern es für machbar halten , darf sie sofort dem Moped-Schein machen.

Mit 25 auf der Bundesstraße ist man schon echt lahm unterwegs.

Ich würde sogar einen Moped-schein befürworten der mit 16 automatisch zum 125er-Schein wird.

10.05.2019 19:48 frank 4

Den Mopedführerschein mit 15 gab es schon mal in der DDR. Das Fahrrad wir gerade neu erfunden. BRD high live......Kicher, Kicher.

10.05.2019 19:07 Ulf 3

Wenn Scheuer die Mobilität im ländlichen Raum verbessern möchte, sollte er doch besser für einen guten ÖPNV die Weichen stellen. Damit kann er auch etwas für ältere Menschen tun, die nicht mehr allein motorisiert unterwegs sein können.

10.05.2019 18:29 Kritischer Bürger 2

Da möchte ein Hr. Scheuer dann auch erst einmal voraussetzen, das man als Jugendlicher mit 15 Jahren schon einmal für (s)ein Moped-Führerschein das Geld verdienen würde!! Also Arbeit haben möchte! Ansonsten ist dies auch nur die finanzielle Abzocke der Eltern von Jugendlichen, die dann wohl diesen Führerschein bezahlen und ggf. auch gleich noch das dazu gehörige Moped! Wieder ein Punkt, der diese Gesellschaft schon im jugendlichen Alter zu spalten gedenkt! Frei nach der Feststellung: Wer Geld hat der kann, wer nicht ist arm dran!

10.05.2019 14:20 Werner 1

Die Idee ist hervorragend, weil es CO² spart. Da sind die ab 15 nicht mehr auf die SUV´s ihrer Alten angewiesen, wenn sie selbst zum Klima-Schwänzen fahren können. Dann muss man aber unbedingt dem Mopeddingsbumsschein ab 15 einen anderen Namen geben, dass kein Verdacht entsteht, oder irgendein Bezug hergeleitet werden kann, dass es den schon in der DDR-Diktatur mit so riesigem Zuspruch gab, wie heute das Smartphone - wer Keines hatte, war Außenseiter. "Poliklinik" heißt ja auch jetzt "Ärztehaus", und "Kindergarten" "KiTa", weil es ja auch eigentlich was vollkommen anderes ist - als neue Erfindung der Politik, viel demokratischer und freier, und so. Vorschlag: FEF (Fast Erwachsenen Fahrerlaubnis) - keinesfalls mehr "Dingsbums-Schein", ihr Dings, das sollte man ebenfalls blitzartig verbieten lassen. Der alte Dings-Schein ist nicht mehr mit "unseren Werten" und "unserer Demokratie" vereinbar.