Glaserfaseranschlüssein einem Verteilerkasten
Der Bund fördert den Breitbandausbau - doch bisher werden die verfügbaren Mittel kaum abgerufen. Bildrechte: dpa

Breitbandausbau Fördermittel für schnelles Internet werden kaum abgerufen

Seit 2015 existiert ein milliardenschweres Förderprogramm für den Breitbandausbau. Doch eine Kleine Anfrage der Grünen beim Verkehrsminsterium ergab nun, dass die Mittel bisher kaum abgerufen wurden.

Glaserfaseranschlüssein einem Verteilerkasten
Der Bund fördert den Breitbandausbau - doch bisher werden die verfügbaren Mittel kaum abgerufen. Bildrechte: dpa

Die staatlichen Fördermittel für den Ausbau des schnellen Internets werden bisher kaum abgerufen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich auf Zahlen des Bundesverkehrsministeriums. Demzufolge wurden seit 2015 insgesamt 3,8 Milliarden Euro bewilligt. Davon wurden bislang aber nur rund 100 Millionen Euro ausgezahlt. In konkrete Bauprojekte flossen sogar lediglich gut 40 Millionen Euro.

Eigentlich sollte durch das Förderprogramm ein Großteil der Deutschen schon bis Ende 2018 mit schnellem Internet versorgt werden. Erst im Sommer hatte das Bundesverkehrsministerium die Richtlinie überarbeitet, um den Abfluss der Gelder zu beschleunigen.

Ministerium: Große Nachfrage nach Programm

Internetkabel und Glasfaser
In vielen Regionen Deutschlands gibt es immer noch kein schnelles Internet. Bildrechte: IMAGO

Das Verkehrsministerium hatte die Zahlen als Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Oliver Krischer, Margit Stumpp und Matthias Gastel genannt. Die Grünen forderten nun weitere Änderungen an dem Förderprogramm. "Das Prozedere bleibt aufwendig und kompliziert, viele Kommunen können sich nicht einmal den Eigenanteil für Projekte leisten", sagte Stumpp der "Süddeutschen Zeitung".

Das Verkehrsministerium räumte ein, dass "die knappen Ressourcen im Baubereich" zu den größten Herausforderungen des Programms gehörten. Gleichzeitig wies das Ministerium die Kritik aber zurück. Die Nachfrage nach dem Programm sei sehr groß. Der Erfolg lasse sich an der Zahl der Anträge ablesen - nicht am Abfluss der Mittel.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. Dezember 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Dezember 2018, 09:16 Uhr

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14 Kommentare

23.12.2018 00:24 Dorfbewohner 14

“CDU Wählerin 12

sry spare meist Antworten ^^ seit 8-Wochen mit 400 MBit/s in Roschwitz unterwegs, dörfliche LTE-Misere kennend”

Meinen Sie, dass noch irgendein Unternehmen, nachdem schon eines Glasfaserkabel hierher verlegt wurde und es bis zum letzten Haus insgesamt nicht bedeutend schneller wurde, noch ein diesmal schnelleres Kabel hierher legt?

Ich zitiere mal 'Welt am Sonntag' mit Äußerungen des damaligen Telekom Chef Van Damme vom 21.02.2016:
“...Die 80 Milliarden Euro, die ein flächendeckender Glasfaserausbau kostet, hat niemand“ und “...Warum sollen wir nicht erst die Kupferleitungen ausreizen, da ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht...“

Also werte Wählerin, eins nach dem anderen und nicht für jedes Dorf sind 10 neue Anbieter mit gleich 10 neuen Glasfaserzuleitungen möglich nur weil es irgend jemandem so vorschwebt. Schnelles und super schnelles Internet muss außerdem nämlich auch noch gefragt sein …
ist auch eine Geldfrage oder?

22.12.2018 19:32 Ralle 13

22.12.2018 18:12 Dorfbewohner 11

Wenn man CDU Wählerin ist, sieht man nur seinen Bereich ohne die Rückseite des Tellers. Wie wa das noch mal? Jeder Teller hat eine Rückseite................

22.12.2018 19:25 CDU Wählerin 12

sry spare meist Antworten ^^ seit 8-Wochen mit 400 MBit/s in Roschwitz unterwegs, dörfliche LTE-Misere kennend
besinnliches christliches Weihnachtsfest allen CDU Wählern ^^

22.12.2018 18:12 Dorfbewohner 11

“CDU Wählerin 5

ups ^^ 20 MBit/s bis zu 120 Mbit/s im Download
und 6 Mbit/s im Upload oder 400 MBit/s pyur bietet privatkunden datenautobahn aber du bist nur am jammern; bei allen Internet-Tarifen ist ein WLAN-Router kostenfrei für Dich dabei.”

Lassen Sie doch diese überheblichen Antworten.
Aufgrund der Festnetzzuleitung zu unserem Ort geht nichts schneller und ein verlegtes Glasfaserkabel bringt zwar etwas mehr aber durch die dann spätere Einspeisung in das Kupferkabelortsnetz haben die letzten Abnehmer auch kein erwähnenswerteres schnelleres Internet. Und per Funknetz schon gar nicht, da das ¾ Dorf ein weißer Fleck ist, Sie Schlaumeier/-in!

22.12.2018 16:15 Bronko 10

22.12.2018 13:52 Theo Clüver 8

Genau Theo, deshalb verbringen immer mehr ihren Ruhestand in Bulgarien/Ungarn, weil diese erfolgreich an der Altersarmut und des fehlendem Nachwuchses bauenden Regierung alles super managt, wegen der Ausgewogenheit und so. Lesen Sie mal, wie Ungarn mit dem bösen Orban (ja, der tut auch was anderes, außer dem angeblichen Populismus, der hier ständig publiziert wird!), umgeht. Zur Bildung, lieber Herr Clüver. MIR ist es mehr als wichtig, Rechnen und Schreiben zu vermitteln. Aber - die Politik ihrer geliebten Regierung hat andere Pläne. Andere Dinge werden vermittelt, nicht Gundwissen. Das gehrt - ohne Tablett und Handy - in JEDES Kinderhirn! Nur leider haben die linken SED Parteien andere Vorlieben.

22.12.2018 14:09 Bronko 9

22.12.2018 12:50 Ricarda 7

Gute Idee, Ricarda. Wenn mal wieder zu Hause das Internetz nichts mehr hergibt, einfach mal ne Bahnfahrkarte kaufen. Aber Ricarda, was mache ich, wenn bei uns keine Bahn mehr fährt?????

Grandios!

22.12.2018 13:52 Theo Clüver 8

Unsere erfolgreiche Regierung hat eben alles im Blick und auf die gesunde Ausgewogenheit kommt es an, das sind christlich-soziale Werte die uns wichtig sind und wegen deren so viele zu uns und nicht nach Bulgarien wollen. Spanien ist zur Relaxen und des ewigen Frühlingswetters begehrt. Wir entspannen ohne Handy, Web und TV.
Die Zukunft scheint trotz vieler Gefahren vernetzt und deshalb lernen unsere Kids viel zu früh damit umzugehen. Manche umgehen das laute Lesen und Kopf-Rechnen, bereuen es später und andere beim sinnfreien grölen fremdenfeindlicher Parolen es nie.
Nichts ist perfekt, es gibt immer wieder was zu meistern damit uns nie langweilig wird

22.12.2018 12:50 Ricarda 7

statt zu mosern einfach öfter Bahn fahren: Die Bahntochter Elbe-Saale-Bahn bietet in immer mehr Zügen im Regionalverkehr kostenloses Wlan an. Ermöglicht wird dies mit Fördermitteln des Landes.

22.12.2018 12:18 Bronko 6

Wenn man sich mal offenen Auges im Ausland umsieht - Spanien - nur noch Glasfaser, Bulgarien - Glasfaser bis in die Toilette und und und. Standard dort, und hier? Hier faselt man was von "Fördermitteln", die nicht abgerufen werden. Fakt ist und bleibt, Gemeinden kÖNNEN sich den Eigenanteil nicht leisten, genau so kann man dies auch mal kommunizieren. Genau wie bsp. bei Schulsanierungen. Gemeinden KÖNNEN den Eigenanteil nicht stemmen. Da kann man "Projekte" land auf, land abwärts nehmen, der Eigenanteil ist so ziemlich überall das Problem. Bis auf - klar - ein paar Gemeinden, die richtige Steuerzahler haben. Die kannste aber an einer Hand abzählen. SO WIRD DAS NICHTS!

21.12.2018 23:58 CDU Wählerin 5

ups ^^ 20 MBit/s bis zu 120 Mbit/s im Download
und 6 Mbit/s im Upload oder 400 MBit/s pyur bietet privatkunden datenautobahn aber du bist nur am jammern; bei allen Internet-Tarifen ist ein WLAN-Router kostenfrei für Dich dabei.