Gesine Schwan, Ralf Stegner
Wollen offenbar gemeinsam die SPD führen: Gesine Schwan und Ralf Stegner Bildrechte: IMAGO

Nahles-Nachfolge Schwan und Stegner greifen offenbar nach SPD-Vorsitz

Im Rennen um den SPD-Vorsitz hat sich offenbar das nächste Duo in Position gebracht. Aus Parteikreisen hieß es, Gesine Schwan und Ralf Stegner wollten sich gemeinsam um die Nachfolge der zurückgetretenen Andrea Nahles bewerben.

Gesine Schwan, Ralf Stegner
Wollen offenbar gemeinsam die SPD führen: Gesine Schwan und Ralf Stegner Bildrechte: IMAGO

Gesine Schwan und Ralf Stegner wollen sich um den SPD-Vorsitz bewerben. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios wollen sich die Chefin der Grundwertekommission und der stellvertretende Bundesvorsitzende am Freitag öffentlich erklären. Die drei kommissarischen Parteivorsitzenden hätten sie bereits informiert.

Schwan seit Wochen bereit

Gesine Schwan
Gesine Schwan Bildrechte: Heide Fest

Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan hatte bereits vor Wochen ihre Bereitschaft zu einer Kandidatur erklärt, unter anderem auch mit Juso-Chef Kevin Kühnert. Im "Spiegel" sagte die 76-Jährige ihren Kritikern: "Allen, die mir vorwerfen, ich sei naiv, sage ich: Und wie weit habt ihr es gebracht mit eurer vermeintlichen Professionalität?".  Man sehe nicht mehr, wofür die SPD brenne, begründete die frühere Präsidentin der Viadrina-Universität von Frankfurt (Oder) zur Motivation ihrer Kandidatur. Nötig sei jemand, der Politik handfest etwa in Berlin-Wedding verkaufen könne.

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Gesine Schwan und Ralf Stegner wollen gemeinsam antreten

MDR AKTUELL Mi 14.08.2019 15:06Uhr 01:12 min

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Stegner wäre ranghöchster Kandidat

Ralf Stegner
Ralf Stegner Bildrechte: dpa

Stegner hat sich bislang noch nicht zu einer Kandidatur geäußert. Mit ihm würde sich schließlich doch einer der Parteivize um den Vorsitz bewerben. Der 59-Jährige gilt als einer der bekanntesten Vertreter der Parteilinken.

Seit 2003 steht der Harvard-Absolvent in der ersten Reihe der Landespolitik von Schleswig-Holstein. Zwischenzeitlich war er Finanz- und Innenminister. Im Juni wurde er als Chef der SPD-Landtagsfraktionschef bestätigt.

Bisher drei Duos und zwei Einzelbewerber

Bisher haben sich drei Duos und zwei Einzelpersonen um die Nachfolge der zurückgetretenen Parteichefin Andrea Nahles beworben. Als erste erklärten die nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordnete Christina Kampmann und Europa-Staatsminister Michael Roth und ihre Kandidatur. Es folgten die Bundestagsabgeordnete Nina Scheer und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sowie das Oberbürgermeisterduo Simone Lange (Flensburg) und Alexander Ahrens (Bautzen). Zudem kündigten jeweils der Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums, Robert Maier, und der frühere Bundestagsabgeordnete Hans Wallow ihre Bewerbung an.

Bewerbungsfrist endet am 1. September

Die Bewerbungsfrist bei der SPD läuft noch bis 1. September. Die neue SPD-Spitze soll dann in einer Mitgliederbefragung faktisch bestimmt und auf einem Parteitag Anfang Dezember gewählt werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. August 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2019, 16:16 Uhr

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80 Kommentare

16.08.2019 18:54 zeitzeichen 80

Die SPD-Genossen sollen die Beiden (Stegner, Schwan) ruhig wählen. Damit ist dann garantiert das die angebliche Arbeiterpartei endgültig verschwindet.

16.08.2019 18:31 Wessi 79

@ 78 Das ist schlichtweg FALSCH,da verwechseln Sie die Niederlande mit Daenemark+deren fremdenunfreundlichen Sozis.Ob die sich allerdings nur so gebaerhden ist auch noch'ne Frage.

16.08.2019 15:33 na dann 78

warten wir ab, ob sich auch noch Hundedame Lima um den Vorsitz bewirbt....
@Wessi, die Sozis in den Niederlanden haben an Zustimmung gewonnen, weil sie haben ihren Kurs geändert haben. Sie sind dabei aber nicht nach links gerückt, wie Ihnen aufgefallen sein sollte. Das "andere Links" ist ihre Strategie . Ob die Kooperation mir der Nachfolgepartei der SED in Bremen das Ei des Columbus ist, wage ich stark zu bezweifeln. Bezogen auf die Niederlande führte das " andere Links" doch wohl zum Erfolg und nicht ein Kuschelkurs mit " linken Linken"

16.08.2019 14:20 Winter 77

Ohjemine,der Stegner!! Und vielleicht noch mit der Schwan!! zum kaputt lachen!!Naja besseres hat die spd eh nicht zu bieten!!! Ein Vorschlag ,wie wäre es,damit es bei der spd wieder aufwärts geht,macht Herrn SARRAZIN zum Parteivorsitzenden!! Doch er,wird sich schön bedanken !

16.08.2019 12:10 Wessi 76

@ 75 ...was ich merke ist allenfalls, dass mittlerweile auch im Westen der linke Fluegel gesamt regierungsfaehig wird.Siehe Bremen.So leid es mir um die eigene Partei tut, die bei mir ja um die 35% pendelt, wichtig ist mir primaer allemal die kampfesbereite Richtung gegen rechts, also das Inhaltliche nicht die Einzelpartei!Merken Sie was?Ausserdem sind 12-14% die sich mit einer starken linken Fuehrung sicherlich steigern liessen, eben nicht 5%, sondern das Dreifache.Ich verweise hier auch noch auf das Beispiel Niederlande.Da waren die Sozis bei 7, sind aber nun schon wieder bei 18-20%.

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16.08.2019 11:08 Dreißiger 75

Wessi, SPD weit entfernt von 5%-Marke? Vor 20 Jahren lagen die Sozis bei um die 40%!! Jetzt bei 12 bis 14%, merken Sie etwas?
Die restlichen 7 bis 10% schaffen die auch noch und dieses "Topduo", falls gewählt, wird dazu wesentlich beitragen.

16.08.2019 07:28 Ludwig 74

Die SPD hat fertig! Und mit diesem Personal wird die Talfahrt zur Schussfahrt. Die innerparteiliche Kultur hat ganz offensichtlich die falschen Leute in die Parteispitze befördert. Arme alte Tante SPD.

15.08.2019 23:51 Querdenker 73

Für mich ist die „sozial“demokratische Agenda2010 Partei eine Satirepartei.

Die Bewerbung dieser beiden Kandidaten ist auf jeden Fall sehr spaßig.

Gehört das mit zum „Projekt 5%“?

Zitat: „Man sehe nicht mehr, wofür die SPD brenne, begründete die frühere Präsidentin der Viadrina-Universität von Frankfurt (Oder) zur Motivation ihrer Kandidatur. Nötig sei jemand, der Politik handfest etwa in Berlin-Wedding verkaufen könne.“

Also ich sehe es immer wieder ganz deutlich, wofür die SPD steht.

siehe „bz-berlin Jeder dritte Berliner hat Migrationshintergrund“

Zitat: „… Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund … … Wedding und Kreuzberg auf 53 Prozent, ...“

Viele Muslime wählen die SPD (siehe „tagesspiegel Migranten und Politik: Diese Parteien wählen Einwanderer“).

15.08.2019 20:21 oppie 72

Ich finde es positiv ,dass die beiden kandidieren wollen . Gestern habe ich noch gelacht ,heute bin ich reifer. Ralle und Gesine ,Forza !

15.08.2019 17:07 Wessi 71

@ 24 Dass ich hier beim mdr (Osten) kommentiere, ist mir schluessig.Aber in diesem Artikel geht es um den SPD-BUNDESvorsitz.Der muss von der Gesamtpartei gewaehlt werden, nicht nur vom Osten, auch wenn dort in 3 Laendern Wahl ist.Mit "moegen" hat das nun gar nichts zu tun,man muss aber immer wieder klar machen, dass die Zeiten der abgeschotteten DDR, vorbei sind.Ausserdem eben:ARD s.Impressum. Der von mir angesprochene user vermutet, dass bundesweit die SPD unter 5 % rutschen koennte.Davon ist sie ebenso weit entfernt, wie AUCH in Brandenburg (Osten)@ 65 Re.Stegner: das wird im Westen anders gesehen+das wissen Sie.Aber die 2 sind nur eine Moeglichkeit.Das wissen Sie auch.