Koalition auf Kompromisssuche Manuela Schwesig: Grundrente nur ohne Bedürftigkeitsprüfung

Die SPD will die Grundrente ohne Vermögensprüfung, die Union pocht gemäß Koalitionsvertrag auf eine Prüfung. SPD-Vizechefin Manuela Schwesig will bei diesem Streitpunkt keine Kompromisse machen.

Die stellvertretene SPD-Bundeschefin Schwesig gibt im Streit mit der Union um die Grundrente nicht nach. Sie sagte MDR AKTUELL, von einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung würden drei bis vier Millionen Menschen profitieren, mit dieser Prüfung dagegen nur 180.000 Menschen.

Für die Grundrente "lohnt sich zu streiten"

Es gehe um Menschen, die nach harter Arbeit in der Rente besser abgesichert sein sollten. Deshalb sei der Vorschlag von Bundesarbeitsminister Heil die viel bessere Lösung. Für diese lohne es sich zu streiten. An einen Bruch der Koalition glaubt Schwesig nicht. Nur weil man um eine gute Lösung ringe, müsse man nicht gleich die Regierung in Frage stellen. Bei der Union war das Konzept einer Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung auf massive Kritik gestoßen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. März 2019 | 07:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. März 2019, 07:14 Uhr