Party am Brandenburger Tor Polizeigewerkschafter kritisiert Silvester-Sicherheitszone für Frauen

Berlin will bei der großen Silvesterparty am Brandenburger Tor eine spezielle Sicherheitszone für Frauen einrichten. Szenen wie vor zwei Jahren in Köln sollen sich nicht wiederholen. Doch Polizeigewerkschafter Wendt hat Bedenken: Der Staat signalisiere damit, dass öffentliche Plätze unsicher seien. Abgeriegelte Areale führten zum Ende der Selbstbestimmtheit.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft sieht die geplante Sicherheitszone für Frauen auf der Silvesterparty am Brandenburger Tor kritisch. Gewerkschaftschef Rainer Wendt sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Einrichtung einer solchen Zone sende eine verheerende Botschaft. Damit sage man, dass es Zonen der Sicherheit und Zonen der Unsicherheit gebe.

Aus Sicht von Wendt bedeutet dies das Ende von Gleichberechtigung, Freizügigkeit und Selbstbestimmtheit. Frauen sollten ein Anrecht darauf haben, überall sicher zu sein.

Sicheres Areal für Frauen

Die Berliner Polizei hatte mitgeteilt, in diesem Jahr auf der Festmeile am Brandenburger Tor erstmals eine "Women's Safety Area" einzurichten. Dorthin sollen sich Frauen wenden können, die sich belästigt fühlen oder Opfer eines Sexualdeliktes geworden sind.*

In der Silvesternacht vor zwei Jahren hatten junge Männer vor allem aus Nordafrika am Kölner Hauptbahnhof viele Menschen sexuell bedrängt und bestohlen. Auch aus anderen Städten wurden Übergriffe auf Frauen gemeldet.

1.400 Polizisten in Köln im Einsatz

Als Reaktion auf die Übergriffe in der Kölner Silvesternacht  2015/16 will die Polizei in Nordrhein Westfalen wie schon vor einem Jahr mit mehreren Tausend Beamten für Sicherheit sorgen. Von den landesweit insgesamt 40.000 Polizisten sollen zum Jahreswechsel 5.700 im Einsatz sein, davon allein 1.400 in Köln.


* Erläuterung zur sogenannten "Women´s Safety Area"

Dabei handelt es sich laut Veranstaltern um eine Anlaufstelle für Frauen in einem kleinen Zelt des Deutsche Roten Kreuzes. Gedacht ist sie für alle Frauen, die sich unwohl fühlen. Auf dem Münchner Oktoberfest existiert das Konzept unter dem Namen "Sichere Wiesn" seit 2003 und hat mehrmals Preise gewonnen. Bei der "Women´s Safety Area" in Berlin handelt es sich nicht um einen nur für Frauen abgesperrten Bereich für die Feierlichkeiten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. Dezember 2017 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Januar 2018, 13:26 Uhr

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83 Kommentare

02.01.2018 16:37 Wessi 83

@ 79 ausgerechnet Sie wagen soetwas zu posten?@ 73 Durchgekaut?Noch immer leiden Menschen durch den deutschen Terror weil ihnen Familieteile fehlen.Letztendlich ist doch die deutsche Teilung eine direkte Folge dieses Terrors+seiner Täter!Warum soll es diese Schutzzonen nicht geben?Es gibt+gab dafür durch testosterongesteuerte Teutonen auch schon genügend Grund.Auch wenn es Leute gibt die "nie etwas davon (und anderem) gewusst haben wollen".Polizei an allen Grenzen würde viel mehr kosten.

02.01.2018 16:17 Fragender Rentner 82

Was wollt ihr denn, ist doch fast nicht geschehen, bei diesen Kosten und dem Aufwand, von den benötigten Steuermitteln wollen wir nicht sprechen.

Wird das in Zukunft noch mehr?

02.01.2018 16:04 Wo geht es hin? 81

@Täterbeschützender Krause - Zitat von Ihnen: "Da es für Dich - nach Deinen eigenen Worten - eine 'Pflicht' gibt, 'Muslime und Araber' zu diskriminieren, bist Du einfach 'fehl am Platze' in einer Bundesrepublik." Zitat Ende. Und das entscheiden Sie? Lol! Aber Unwahrheiten kommen Sie auch hier eben nicht aus, nur um Ihr verqueres Weltbild zu rechtfertigen: Sie verschweigen wieder das kleine Wörtchen "kriminelle", was ich VOR "Muslime und Araber" gesetzt hatte. Auch habe ich niemanden "diskriminiert" - nur die Plicht benannt, Kriminelle auszugrenzen! Oder wollen Sie ein paar davon in der guten Stube haben? Bitte sehr und nur zu! Ich tue Ihnen leid? Interessiert mich wie die letzte Wasserstandsmeldung, denn ich kann und will nicht Ihren sprunghaft wechselnden Gemütszustand therapieren...

02.01.2018 11:19 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 80

@ 79:
Ick weeß: Mitleid is' nich' Dein Ding! ;-)

02.01.2018 10:41 Norbert 79

@78 na jetzt fahren Sie Ihre Leid und Mitleidschiene mal runter und lassen Sie anderen Ihre Meinung.
Ist ja schon fast krankhaft wie Sie hier Leute aus dem Osten diffamieren. Und das schreibt jemand der in der westlichsten Großstadt aufgewachsen ist die es gibt...

02.01.2018 09:37 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 78

noch @ 76:
Du tust mir leid.
Ich denke, ohne gewisse Erfahrungen in der DDR wärst Du ein freier Mensch geworden.

Offensichtlich reden wir zwei verschiedene Sprachen, haben unterschiedliche Kulturen...
ich bin halt nicht 'in Gefangenschaft' geboren, für mich sind Küsten natürlich Küsten, an denen erstmal Wasser anbrandet... und nicht Zäune, Mauern oder Dämme, die versuchen, ein "Eindringen oder Flüchten" von Menschen zu verhindern.

...
Du tust mir leid! Aufrichtig!

02.01.2018 09:27 Krause - "lieber nackt als rechtsextremistisch!" 77

@ 76:
Wenn Du nicht gelernt hast , anlaßlosen Respekt zu aufzubringen, kannst Du ihn eben auch nicht aufbringen.

Da es für Dich - nach Deinen eigenen Worten - eine 'Pflicht' gibt, 'Muslime und Araber' zu diskriminieren, bist Du einfach 'fehl am Platze' in einer Bundesrepublik.
Laß Dich weiterhin bei Flut an 'Fluten von Flüchtlingen' denken und dieses Wort 'Flut' mit nichts anderem als 'flüchtende Menschenmassen' in Verbindung bringen.

Du tust mir leid.
Ich denke, ohne gewisse Erfahrungen in der DDR wärst Du ein freier Mensch geworden.

02.01.2018 08:12 Wo geht es hin? 76

@Täterbeschützender Krause - Zitat von Ihnen: "Soll ich Dir Ausgrenzer nun noch erklären, daß Zäune selten Wasserfluten aufhalten, Flutdämme jedoch bedeutend besser?" Zitat Ende. Netter Versuch - aber vollkommen durchschaubar. DENN: wir haben hier bis jetzt mit KEINEM Wort über WASSER diskutiert, sondern über Flüchtlinge und das australische Modell. Und da Sie auf meine konkreten Fragen nicht eine konkrete Antwort gegeben haben, sondern lieber populistisch Ihre "moralische Überlegenheit" als Totschlagargument herausstellen wollen - das machen Leute, die mit Ihrem Latein am Ende sind. PS: Übrigens finde ich die Antwort von User "Anne 70" auf Ihre bisherigen Auslassungen sehr treffend...und ich bin nicht "scharf" auf Ihre Art des "Respekts"! Denn der ist nur ein "laues Lüftchen"..."Wind" sieht anders aus!

02.01.2018 07:39 Barth Brandt 75

Wenn öffentliche Plätze in D nicht mehr sicher sind, sollte man das nicht verheimlichen. Dass es so schlimm kam, ist kein Naturereignis, es ist die krasse Fehlentscheidung Merkels. Sie ist dafür politisch verantwortlich.

01.01.2018 18:53 ein schon länger in Deutschland lebender 74

"Seit den Übergriffen am Silvester-Abend 2015 am Hauptbahnhof Köln zeigt die Polizei zum Jahreswechsel mehr Präsenz auf öffentlichen Plätzen."

da sind jetzt zwei Fragen offen, wo hat dieser Personenkreis gestern gefeiert und die entscheidende Frage wie hat die Politik das sexuelle verlangen in den Griff bekommen?