Riesige Buchstaben bilden auf einer Bühne das Logo der SPD.
Wer wird künftig die SPD anführen? Auf einem Parteitag im Dezember soll die neue Parteiführung geklärt werden. Bildrechte: dpa

Parteispitze SPD-Führung spricht sich für Doppelspitze aus

An der Spitze der SPD könnte künftig auch eine Doppelspitze stehen. Dafür sprach sich die kommissarische Parteiführung aus. Wer den Posten bekommen soll, soll die Partei entscheiden. Nach dem SPD-Debakel bei der Europawahl war Andrea Nahles als Partei-und Fraktionschefin zurückgetreten.

Riesige Buchstaben bilden auf einer Bühne das Logo der SPD.
Wer wird künftig die SPD anführen? Auf einem Parteitag im Dezember soll die neue Parteiführung geklärt werden. Bildrechte: dpa

An der Spitze der SPD soll künftig eine Doppelspitze stehen. Dafür sprachen sich am Montag die kommissarischen Parteichefs Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel aus.

Dreyer: SPD braucht Kraft

Eine Doppelspitze sei "kein Allheilmittel, aber die SPD braucht Kraft", sagte die kommissarische Parteichefin Malu Dreyer. Ko-Parteichef Torsten Schäfer-Gümbel ergänzte, die Parteiführung wolle Interessenten ausdrücklich ermutigen, sich als Team für die Parteiführung zu bewerben. Es werde aber auch Einzelkandidaturen geben können.

Entscheidung trifft Basis

Berlin: Die kommissarischen Parteivorsitzenden der SPD, Manuela Schwesig (l-r), Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, Thorsten Schäfer-Gümbel und Malu Dreyer, Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz, beantworten nach der Sitzung des Parteivorstands der SPD im Willy-Brandt-Haus Fragen von Journalisten.
Die kommissarische Spitze: Manuela Schwesig, Thorsten Schäfer-Gümbel und Malu Dreyer (v.l.n.r.). Bildrechte: dpa

Wer den Vorsitz übernehmen wird, soll per Mitgliederentscheid bis zum 26. Oktober entschieden werden. Im Vorfeld sollen sich die Kandidaten in bis zu 30 Regionalkonferenzen der Basis vorstellen. Sollte kein Team oder kein Einzelbewerber auf 50 Prozent Zustimmung kommen, ist eine Stichwahl mit einem zweiten Mitgliederentscheid geplant.

Ko-Parteichefin Manuela Schwesig sagte, die Partei erhoffe sich von der Mitgliederbeteiligung eine "lebendige Debatte". Die Entscheidung solle "nicht im Hinterzimmer" fallen, sondern von den 440.000 Mitgliedern getroffen werden. Die Wahl der neuen Parteispitze ist dann auf einem Parteitag Anfang Dezember geplant.

Neuwahl nach Rücktritt von Nahles nötig

Eine Neuwahl ist notwendig geworden, nachdem Andrea Nahles Anfang Juni nach dem SPD-Debakel bei der Europawahl als Partei-und Fraktionschefin zurückgetreten war. Die Parteiführung übernahmen zunächst kommissarisch die Ministerpräsidentinnen von Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern, Dreyer und Schwesig, sowie der hessische Landeschef Schäfer-Gümbel.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. Juni 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2019, 22:01 Uhr

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31 Kommentare

26.06.2019 21:35 Norbert NRW 31

@29 tja ihre permanente unflätige Rumrülpserei färbt halt ab, möchte ich mal sagen.
Schon total unfair wenn die roten Edeldemokraten mit der realen Demokratie zu tun bekommen und mal die Meinung gegeigt kriegen.
Die Sozialdemokratie spielt keine Rolle mehr, und das hat nichts mit Sachsen am Hut. Sie reden von deutscher Eiche ? Das ich nicht lache, Trauerweide passt deutlich besser...

26.06.2019 17:36 lummox 30

wie aus anderer quelle zu erfahren ist: Gesine Schwan und Kevin Kühnert sollen die traumkandidaten sein, erfahren und jung, frau und mann gemeinsam, keine schlechte option.

26.06.2019 16:47 Wessi 29

Ich habe selten so viel inhaltsloses Herumgeblubber von den rechtspopulistischen usern zu einem Thema gehört wie hier.Nur um irgendeinen blödsinnigen Kommentar zu liefern, lassen sie unisono ihre gesamte DGeschwätzigkeit hören.@ 24 aha.Wieviel Prozent des Volkes der BRd leben in Sachsen?Was berührt das die deutsche Eiche, wenn, wie ohnehin bekannt, die SPD dort wenig Wählerstimmen bekommt?Allenfalls interessant ist, daß auch dort Stimmen an die Grünen gehen.Also weiter nach links! Genau wie in den Niederlanden+Polen wird sich auch die deutsche Sozialdemokratie konsolidieren.Ob nun mit oder ohne Doppelspitze.

26.06.2019 09:54 Dieter 28

Ich wage mal einen Tipp: Schwan/Kühnert gewinnt knapp gegen Stegner/Chebli.
P.S. Der Niedergang der einst stolzen und großen Volkspartei SPD bereitet mir Schmerzen. Das Schlimme ist, die SPD-Oberen erkennen nicht mal die Ursache.

25.06.2019 17:35 Auf der Sonnenseite des Lebens 27

@Peter 6,11,20

Hochmut kommt vor dem Fall.

Kannten sie das nicht? ;-)

25.06.2019 15:39 Manni 26

Doppelspitze wird bei dem Verschlei0 an Personal nicht reichen.
Ich würde mal mit Freddy Quinn tippen... erst " Hundert Mann und ein Befehl" werden reichen. :-)))))))

25.06.2019 15:31 Fragender Rentner 25

1. kommt es anders und 2. als du denkst.

Wer weiß da noch alles geschied?

25.06.2019 14:55 Zahlmeister 24

Egal wer sich im Dezember 19 für den Parteivorsitz "opfert", am Niedergang der SPD wird sich nichts ändern. Viel zulange hat die SPD die gesellschaftlichen Veränderungen, wie auch in anderen EU-Ländern, ignoriert. Die Zei der "großen Volksparteien" ist vorbei. Zudem hat Merkel gekonnt die SPD auflaufen lassen und auch deren marginalen Erfoge als die ihrigen verkauft. Dulig, der mit den Grünen und Linken gern eine "progressive Politik" machen möchte, sollte sich bewerben. Denn bei der Wahl am 01.09. in Sachsen ist nicht sicher, ob die SPD noch über die 5% kommt!

25.06.2019 13:26 Ludwig 23

Doppelspitze wäre schon zu begrüßen
- aber nur, wenn die beiden Chefs sich dann das Gehalt des einen Vorsitzenden teilen, der es auch hätte allein hinbekommen müssen ;-) Halbe Leistung bei doppelter Kohle ist abzulehnen!

25.06.2019 12:48 Guter Schwabe 22

@20 Peter: Aber Sie wissen doch auch, Das Kind was in den Brunnen gefallen ist,…