Ausschreitungen Sperrstunde am Frankfurter Opernplatz

Mit einer Sperrstunde am Opernplatz will die Stadt Frankfurt am Main einer Eskalation von Partynächten wie am Wochenende vorbeugen. Künftig gilt Freitag und Samstag von null Uhr an ein Betretungsverbot für den Opernplatz. Am Wochenende war eine Party aus dem Ruder gelaufen.

Zwei Weinflaschen werden im Lucae-Brunnen auf dem Opernplatz gekühlt.
Als die Party in Frankfurt noch friedlich war. Bildrechte: dpa

Die Stadt Frankfurt am Main hat nach den Wochenend-Krawallen ein Betretungsverbot für den Opernplatz beschlossen. Sicherheitsdezernent Markus Frank sagte auf einer Pressekonferenz, das Verbot solle freitags und sonnabends ab Mitternacht gelten. Daneben solle es verstärkte Kontrollen in der näheren Umgebung geben. Ziel sei es, von außerhalb Anreisenden zu signalisieren, dass es sich nicht lohne, in die Stadt zu kommen. Es werde verstärkte Kontrollen geben, auch wenn sich der Strom der Feiernden zu anderen Orten verlagere.

Wir werden die Stadt nicht sperren - aber wir werden diese Krawalle nicht zulassen.

Rosemarie Heilig Frankfurter Umweltdezernentin

Party aus dem Ruder gelaufen

In der Nacht zum Sonntag war es auf dem Opernplatz nach einer Party von rund 3.000 Menschen zu Ausschreitungen gekommen. Der Stadt zufolge wurden die Einsatzkräfte aus der Menge mit Flaschen angegriffen, obwohl sie deeskalierend gehandelt hätten.

Der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill nimmt bei einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium Stellung zu den gewalttätigen Krawallen in der Nacht zum Sonntag auf dem Opernplatz der Stadt.
Polizeipäsident Gerhard Bereswill Bildrechte: dpa

Mindestens fünf Beamte seien verletzt und mehrere Polizeifahrzeuge beschädigt worden. Etwa 500 bis 800 der Anwesenden hätten gejubelt, wenn eine Flasche die Polizisten getroffen habe.

39 Menschen waren vorübergehend festgenommen worden. Der überwiegende Teil von ihnen ist nach Angaben von Polizeipräsident Gerhard Bereswill polizeibekannt, unter anderem wegen Körperverletzung, Diebstahls oder Drogendelikten. Gegen sie werde wegen schweren Landfriedensbruchs und Körperverletzung ermittelt. Von diesen Tatverdächtigen lebten 29 nicht in Frankfurt - es solle nun geprüft werden, Aufenthaltsverbotsverfügungen für Frankfurt auszusprechen, um zu verhindern, "dass diese Leute wieder Frankfurt betreten", betonte Bereswill.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. Juli 2020 | 16:00 Uhr

29 Kommentare

maheba vor 2 Wochen

Auch wenn es politisch nicht so gewollt ist muss endlich mal eingestanden werden, dass wir ein in Deutschland ein Integrationsproblem haben. Jahrelanges Wegsehen und "Friede- , Freude- , Eierkuchenmentalität hat dazu geführt das ein nicht unerheblicher Teil von Mikranten oder schon Nachkommen ehemaliger Mikranten unseren Rechtsstaat nicht akzeptieren.
Durch solche wiederholten Krawalle, die lächerlichen Konsequenzen, Diskussionen und Schuldzuweisungen hinterlassen den Eindruck einer staatlichen Ohnmacht. Dies macht Tür und Tor auf für eigenwillige Interpredationen und rechtes Gedankengut.

Mikro vor 2 Wochen

Der Matthias Ich glaube Sie verwechseln hier Täter und Opfer.Anders ist Ihr inkompetenter Beitrag nicht zu erklären.Mit den pösen Räächten hat der Beitrag nicht das geringste zu tun.Aber das verstehen Sie als Linker wohl nicht.

aus Elbflorenz vor 2 Wochen

...tatsächlich kommt an einigen Orten (Hamburger Bahnhof - ist glaube ich jetzt eingestelllt, viele öffentliche Toiletten) klassische Musik. Erinnert ein bisschen an die akustische Abwehr von Handelsschiffen gegen Piratenangriffe.