Der Schriftzug "Finanzen" steht am Bundesministerium für Finanzen.
Deutschland steuert das fünfte Jahr in Folge auf einen Haushaltsüberschuss zu. Bildrechte: dpa

Halbjahresbilanz Staat erzielt Milliardenüberschuss

Der deutsche Staat steuert das fünfte Jahr in Folge auf einen Haushaltsüberschuss zu. Statistiker führen den aktuellen Milliardenüberschuss auf sprudelnde Steuern und Sozialbeiträge zurück.

Der Schriftzug "Finanzen" steht am Bundesministerium für Finanzen.
Deutschland steuert das fünfte Jahr in Folge auf einen Haushaltsüberschuss zu. Bildrechte: dpa

Steuereinnahmen, Sozialbeiträge und die weiter wachsende Wirtschaft haben dem Staat im ersten Halbjahr erneut einen hohen Überschuss beschert. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen nahmen von Januar bis Juni 761,8 Milliarden Euro ein. Rund 713,7 Milliarden Euro gaben sie im Gegenzug aus.

Höchste Halbjahreswert seit Wiedervereinigung

Damit beläuft sich der Überschuss nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden auf 48,1 Milliarden Euro. Das ist der höchste Wert in einem Halbjahr seit der Wiedervereinigung.

Fünftes Plus in Folge

Deutschland steuert damit das fünfte Jahr in Folge auf einen Haushaltsüberschuss zu. Schon im vergangenen Jahr hatte der Überschuss der öffentlichen Haushalte mit insgesamt 36,6 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht.

Ausgaben nur mäßig gestiegen

Während sich die Einnahmen des Staates unter anderem bedingt durch Wirtschaftswachstum und gute Beschäftigungsentwicklung im ersten Halbjahr um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhten, stiegen die Ausgaben nur um 1,2 Prozent.

Dabei verweisen die Statistiker aber auch auf einen Sondereffekt: Bis Mitte des Jahres war kein Haushalt verabschiedet – was die Ausgaben des Bundes stark limitierte. Für das zweite Halbjahr erwarten sie deshalb Nachholeffekte.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. August 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. August 2018, 09:08 Uhr

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61 Kommentare

25.08.2018 21:38 Kritischer Bürger 61

Quelle: MDR-Aktuell 21.30 Uhr vom 25.08.2018 +...In Berlin hat das Spitzentreffen der großen Koalition begonnen. Kanzlerin Merkel, CSU-Chef Seehofer und Vizekanzler Scholz von der SPD beraten über die Renten- und Arbeitsmarktpolitik. Seehofer hatte sich vor dem Treffen optimistisch geäußert. Vielleicht werde man nicht alle Probleme sofort lösen, aber wesentliche Schritte vorankommen. Eine Unterrichtung der Öffentlichkeit im Anschluss ist nicht geplant. ..+ Na na da sieh einer mal an was die Bürger zu interessieren hat und was nicht bestimmen die Politiker! Da kann man doch nur den Hut ziehen und wieder einmal feststellen: Bürger haben das zu nehmen was ihnen die Politik als Krümel vorlegen will. Warum wundert das mich nicht? Weil es sicher nicht das erst Mal ist und nicht das Letzte Mal sein wird und Politiker so mit ihren Mitmenschen umgehen aber sich dann wundern warum so viele dann frustriert Protest wählen!

25.08.2018 21:23 Kritischer Bürger 60

@Peter 56: Nur eine Frage noch: Wo warne ich davor Anteile von Aktien von deutschen Unternehmen zu kaufen. Wieder einmal REINE AUSLEGUNGSSACHE IHRERSEITS oder?

25.08.2018 21:20 Kritischer Bürger 59

Lieber KEIN RISIKO eingehen genau so wie es mit Krediten ist aber am Ende zwar auf fragwürdige Gewinne verzichten aber kein Geld verschwendet zu haben! Das ist meine Devise und die wurde auch von den Kindern so weit wie möglich übernommen. Ich erinnere nur an einen Kommentar in dem ich schrieb: Heut zu tage sind Kredite sehr schnell der Weg in die Schulden(falle) und wenn man dazu ggf. noch arbeitslos wird wer ist da dann wohl bei den Kreditzinsen der einzige Gewinner und wer der andere Verlierer?

25.08.2018 21:15 Kritischer Bürger 58

@Peter 56: Warum Fadenscheinig? Ob ich nach der Nullzinspolitik auf Spareinlagen noch einer Bank oder ein Geldinstitut irgend einen Cent anvertraue ist ganz meine Sache. Über Geldinstitut geht nur das Nötigste und der Rest ist (nicht nur bei mir) binnen max. 14 Tage in meiner eigenen Tasche. Daher brauche ich kein Vertrauen in Bankgeschäfte zu haben, genau so wenig wie man mir entlocken will, ob ich Bargeld daheim horte! Darauf zielt doch Ihre Frage sicherlich hin! Aber man kann beruhigt sein der Alltag und die Unterstützung der Kinder hier und da mal da bleibt nicht viel von dem gesamten Geld übrig!
+... Wie oft hat Sie Ihr Bankberater angesprochen,...+ Das kann ich nicht einmal mehr zählen, nur wenn ich dann immer auf das verweise wie ach so hilfsbereit jene Berater wie Banken waren, als unsere Töchter sich Selbstständig machten, da ist sehr oft die Tür schneller als die Antwort des Beraters gewesen! Daher finde ich muss ich weder etwas ignorieren noch irgendwo nach Hilfen betteln!

25.08.2018 21:05 Peter 57

@55: So schlecht, wie es manchmal hingestellt wird, ist die Riesterrente gar nicht:
Ich rechne es Ihnen vor:
Jahreseinkommen eines Arbeitnhemers mit einem Kind: 24.000 €
Beitrag zur Riester-Rentenversicherung (4%): 960 € pro Jahr
Förderung durch den Staat: Grundzulage 175 €, dazu abhängig vom Geburtsjahr des Nachwuchses 185 Euro oder 300 Euro jährlich
Dazu können die geleisteten Beiträge von der Steuer abgezogen werden.
Und noch etwas ist wichtig: Die eingezahlten Beträge inklusive der Förderung sind per Gesetz garantiert.
Mal ganz realistisch: Ist es für oben beschriebenen Riester-Sparer kein gutes Geschäft, wenn er auf sein eingezahltes Geld noch mal bis zu 50% oben auf vom Staat erhält?
Ich würde sagen, von einer solchen Rendite könnte er auch bei 5% Sparzinsen nur träumen.

25.08.2018 18:05 Peter 56

@52 Bürger: Sie warnen davor, Anteile in Form von Aktien von deutschen Unternehmen zu kaufen, da das risikoreich sein könnte.
Sind deutsche Banken, denen Sie Ihr Geld anvertrauen, um Zinsen zu erwirtschaften, keine Unternehmen wie VW, SAP oder Siemens?
Arbeiten deutsche Banken, denen Sie Ihr Erspartes anvertrauen, seriöser?
Ich glaube, Ihre Argumente sind fadenscheinig und gehen am Thema vorbei.
Der deutsche Sparer hatte zu Beginn der Niedrigzinsphase 2009 die Chance, sein Vermögen bis heute zu verdoppeln. Das steht fest. Er hat es nicht getan, lamentiert aber über die fehlenden Erträge aus seinem Sparbuch.
Eine letzte Frage (allerdings weiß ich nicht, ob Sie ein paar tausend Euro auf dem Konto haben): Wie oft hat Sie Ihr Bankberater angesprochen, Ihr Erspartes in Aktien anzulegen? Wie oft haben Sie diesen Hinweis zur Geldvermehrung ignoriert?

25.08.2018 17:47 ralf meier 55

@Peter Nr 49: Ich vermute mal, den vielen Menschen, die dem guten Ratschlag unserer letzten Regierungen gefolgt sind und fürs Alter mit Riester Rürop u.a. vorsorgten, geht es nicht um Fun und schon gar nicht um Risk. Ihnen geht es wohl eher um ein menschenwürdiges Einkommen im Alter. Das wird durch die derzeitige Politik akut bedroht (siehe dazu meine Verweise im Kommentar Nr 46 )

Sie meinen selber Schuld ? Nun gut, diese Menschen hätten vielleicht nicht auf die guten Ratschläge insbesondere der SPD (siehe Riester/Rürop) hören sollen.


25.08.2018 17:27 Peter 54

@53 Ekki: Einmal im Jahr präsentiert Herr Raffelhüschen seine Prognosen zur drohenden Verschuldung Deutschlands.
2016 warens 7.7 Billionen, ein Jahr später 7,0 Billionen. Er teilt uns aber nicht mit, wann er diesen Horror erwartet.
Was er uns auch vorenthält, ist seine berufliche Nähe zur Versicherungswirtschaft, wo er sich, ich zitiere Lobbypedia, "seit Jahren im Interesse der Versicherungswirtschaft für die private Altersvorsorge" einsetzt.
Ekki, zaubern Sie doch bitte andere Kronzeugen aus dem Hut, Herr Raffelschüschen taugt dazu nicht.

25.08.2018 16:25 Ekkehard Kohfeld 53

@ Ziegelstein 51 Ein Jahr später, auch in der "Welt", spricht er nur noch von 7 Billionen Euro.##Ach nur 7 Billionen das zahlen wir ja aus der Porto - Kasse und wissen sie das braucht man nicht mehr auseinander dröseln da sind die Flüchtlingskosten ja drin.Zudem steht da noch „Der Staat weist nur ein Drittel der Schulden aus“ dann rechen sie mal schön weiter.Sie erstaunen uns immer wieder wie naiv ein erwachsener Mensch sein kann und was man ihnen glauben kann,gar nichts ihr Zitat
"Argumente und Wahrheiten sind nicht alles im Kampf gegen Rechts."Sie verbreiten getreu ihrer eigenen Selbstbezichtigung bewußt und wiederholt FakeNews.

25.08.2018 14:36 Kritischer Bürger 52

@Peter 49: Ja ja, kein Risiko; kein Gewinn ist meine Gegenmeinung, denn wie viele haben durch solche Vorhaben, wie Sie diese anführen ABER AUCH schon ihr angelegtes Geld verloren? Wer geldgierig ist soll eben in Aktien anlegen etc. nur darf sich dann nicht aufregen wenn diese im Wert sinken und schnell unter den Wert des Kaufpreises liegen. Genügend Beispiele gibt es und da die Wirtschaft immer korrupter wird und wie zuletzt der Abgasskandal, um hier in dieser Wettbewerb noch Vorteile zu erlangen ist eine solche Anlage nicht nur Risiko sondern ein Zeichen das man eben zu viel Geld hat und ggf. zu vielen Versprechungen auf höhere Renditen folgte bis zum bitteren Ende! Gerade jene Mitmenschen, die Sie hier ansprechen wollen, haben in benannter bis heute erst einmal damit zu tun das wenige Geld was diese Menschen bekamen/bekommen für sich und für den eigenen Alltag ausgeben zu müssen. Lieber das Geld vom Sparbuch rechtzeitig abheben und dann es auch gut verwalten verhindert Probleme.