Die Schuldenuhr-Umstellung vom Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.
Schuldenuhr vom Bund der Steuerzahler am 18. Januar. Bildrechte: dpa

Schuldenberg schmilzt Staatsverschuldung sinkt um 53 Milliarden Euro

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung haben dank sprudelnder Steuereinnahmen ihren Schuldenstand weiter gesenkt. Die Gesamtstaatsverschuldung sank Ende Dezember auf 1,914 Billionen Euro.

Die Schuldenuhr-Umstellung vom Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.
Schuldenuhr vom Bund der Steuerzahler am 18. Januar. Bildrechte: dpa

Der deutsche Staat hat seinen Schuldenberg durch steigende Steuer- und Beitragseinnahmen weiter abgetragen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung standen demnach Ende Dezember 2018 mit 1914,3 Milliarden Euro im Minus. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2,7 Prozent oder 53 Milliarden Euro weniger als im Jahr zuvor.

Der Staat profitiert demnach derzeit von starker Binnenkonjunktur, Rekordbeschäftigung und höheren Löhnen. Dadurch stiegen Steuer- und Beitragsaufkommen. Zugleich entlasten niedrige Zinsen auf der Kostenseite.

Mitteldeutsche Länder beim Schuldenabbau vorn dabei

Alle Ebenen des öffentlichen Gesamthaushalts haben Schulden abgebaut. Der Bund senkte die Verschuldung um 2,3 Prozent auf 1,213 Milliarden Euro, die Länder um 2,7 Prozent auf 571 Milliarden Euro. Den höchsten Schuldenabbbau meldete Bayern (-13,9 Prozent), dahinter folgten Sachsen (-9,4) und Thüringen (-7,4).

Bis auf Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen verringerten laut Statistik alle Bundesländer ihre Außenstände. Dabei litten Schleswig-Holstein und Hamburg vor allem unter den Problemen der HSH Nordbank.  

Auch Gemeinden bauen Schulden ab

Der Schuldenstand der Gemeinden sank um 5,6 Prozent auf 129,7 Milliarden Euro. Laut Statistischem Bundesamt gab es einen Rückgang in allen Ländern, außer ihr Baden-Württemberg und Niedersachsen. Besonders stark verringerten Gemeinden und Gemeindeverbände in Sachsen (-9,0 Prozent) und Thüringen (-7,5) ihre Verbindlichkeiten.

Spitzenreiter war Hessen mit einem Schuldenabbau der Gemeinden um knapp 27 Prozent. Allerdings gab es dort einen Sondereffekt, weil die "Hessenkasse" Kredite von Kommunen übernahm.

Die Sozialversicherung stand am Jahresende mit 400 Millionen Euro in der Kreide. Dies waren acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Deutschland verfehlt Schuldenquote

Trotz eines kräftigen Schuldenabbaus hat Deutschland die EU-Vorgaben aus dem Maastricht-Vertrag im vergangenen Jahr knapp verfehlt. Wie die Bundesbank mitteilte, verringerten sich die Staatsschulden im vorigen Jahr um 52 Milliarden Euro auf derzeit 2,06 Billionen Euro.

Der Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt habe damit Ende 2018 bei 60,9 Prozent gelegen und damit immer noch über der Grenzmarke des Maastricht-Vertrags von maximal 60 Prozent. In diesem Jahr soll nun erstmals seit 17 Jahren die EU-Vorgabe bei der Verschuldung eingehalten werden.

Die bislang höchste Quote hatte es in Deutschland mit 81,8 Prozent im Jahr 2010 gegeben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. März 2019 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. März 2019, 18:37 Uhr

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41 Kommentare

01.04.2019 17:48 Rita 41

dieser Staat hat keine Schuldenabgetragen sondern wir werden belogen , dieser Staat ist hoch verschuldet ansonstem wären keine armen Rentner / Kinder / die zur Tafel gehen u s w . es würd stets neues Geld gedruckt mal sehen wie lange noch !!

01.04.2019 16:16 Klaus 40

Nach aktuellen Meldungen soll die Staatsverschuldung in 2019 erstmals seit vielen Jahren unter 60 % des BIP sinken.

01.04.2019 14:34 Klaus 39

@ { 31.03.2019 22:06 Klarheit }
Sie sollten in diesem Zusammenhang auch erwähnen, dass Deutschland kurz davor ist die Schuldengrenze wieder einzuhalten, während Italien seine Schulden mehr als halbieren müsste um dieses Ziel zu erreichen.
Von daher ist es auf jeden Fall gut, dass die Schulden abgebaut werden.

31.03.2019 22:06 Klarheit 38

-----".....Der deutsche Staat hat seinen Schuldenberg durch steigende Steuer- und Beitragseinnahmen weiter abgetragen. ...."------,

der gesamte Beitrag ist eigentlich FakeNews - der Staat hat seine Schulden abgebaut auf Kosten der deutschen Sparer , der Altersvorsorge vieler Menschen, die von der EZB und der Merkel Regierung geförderte/betriebene Null Zinns Politik , die fast zinslose Kreditaufnahme hat zum Abbau der Schulden geführt !

Interessant ist die Meldung das DE seit 16 Jahren die EU-Vorgabe bei der Verschuldung NICHT eingehalten hat - etwas was man der neuen Regierung in Italien ja ständig vorwirft ......

31.03.2019 13:47 Peter 37

@36: Ach Schneemann! Meinen Sie tatsächlich, Ihnen glaubt jemand das Zeugs, was Sie da schreiben.
Eine positive Nachricht ins Negative rücken ist selbst am Sonntag Morgen einfach. Weit schwerer ist es, ohne ins Reich des Spekulativen abzudriften, Argumente zu finden, die das untermauern.

31.03.2019 09:19 Schneemann - lieber "rechts" als käuflich 36

Wieder mal so eine Jubelmeldung aus dem Ministerium für Wahrheit, die leicht durchschaubar und noch leichter auseinandergenommen werden kann. Allein mit fehlt die Lust dazu an diesem schönen Sonntagmorgen.

30.03.2019 22:22 Hossa 35

Was sind 53 Milliarden bei einer Verschuldung von 1,914 Billionen Euro?
Das ist der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein.
Ohne die Nullzinspolitik wäre das Pendel in die andere Richtung ausgeschlagen.
Die Geldmenge die gedruckt wurde,wird als Bumerang irgendwann zurückkommen.

30.03.2019 21:35 kritiker 34

Jehr mehr Schulden abgebaut werden desto besser für die nachfolgenden Generationen !

30.03.2019 19:17 Kiel_oben 33

Jammern auf höchstem Niveau. Millionen wollen ausgerechnet zu uns und wir könnten sie aufnehmen und versorgen ohne das jemand weniger hat, niemand Hungern oder Dursten muss und sogar die medizinische Versorgung ist hier mehr als abgesichert DANK unserer weitsichtigen erfolgreichen Regierung

28.03.2019 11:49 Mediator an Mane(28) 32

Lange habe ich mich gefragt ob ich auf ihren niveaulosen Beitrag überhaupt antworten soll.

Sie wollen also die Regierung fortjagen? Sicher können sie auch erklären warum! An den sehr guten Kennzahlen unseres Landes im Bereich von Wohlstand, Arbeitslosigkeit, Sicherheit, Freiheit sowie Rechtssicherheit kann es ja wohl kaum liegen, dass sie so unzufrieden sind. Vermutlich liegt es einfach daran, dass sie generell nicht in der Lage sind zwischen einem Unrechtsregime wie dem in der DDR und einer demokratisch legitimierten Regierung wie der unseren zu unterscheiden.

Erzählen sie doch einmal was wir für den Rest der Welt angeblich für Unsummen ausgeben. Selbst der letzte Rechtspopulist hat doch inzwischen kapiert, dass auch Entwicklungshilfe durchaus das Ziel hat negative Effekte von Deutschland fern zu halten.
Ein Blick in den Bundeshaushalt zeigt übrigens, dass sie Unsinn reden und dass die überwältigende Mehrheit des Geldes in Deutschland für Deutschland ausgegeben wird.