Ein Elektrobus der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe steht am Opernplatz.
In vielen Städten sind schon Elektrobusse im Einsatz. Bildrechte: dpa

Nahverkehr Städtetag: Neue EU-Vorgabe macht Bustickets teurer

Der Deutsche Städtetag warnt vor steigenden Preisen im Nahverkehr. Grund ist eine neue EU-Vorgabe zur Anschaffung sauberer Busse. Dadurch könnte das Angebot des ÖPNV nach Auffassung des Städtetages langfristig teurer werden.

Ein Elektrobus der Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe steht am Opernplatz.
In vielen Städten sind schon Elektrobusse im Einsatz. Bildrechte: dpa

Eine neue EU-Vorgabe zur Anschaffung sauberer Busse könnte aus Sicht des Deutschen Städtetages zu steigenden Preisen im öffentlichen Nahverkehr führen.

Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte, die Städte würden einen Umstieg auf umweltfreundlichere Fahrzeuge befürworten. Derzeit gebe es aber nur wenige Bus-Modelle, die emissionsfrei seinen. Diese seien noch dazu teuer. Deshalb sei zu befürchten, dass die ÖPNV-Tickets langfristig teurer würden. Möglich sei auch, dass das Angebot im Nahverkehr reduziert werden müsse.

Dedy zufolge wären höhere Ticketpreise das falsche Signal. Für eine Verkehrswende müsse der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut und noch attraktiver gemacht werden. Dadurch werde der Umstieg auf Busse und Bahnen erleichtert.

Neue Busse sollen sauber sein

Das Europaparlament hatte am Donnerstag eine neue EU-Richtlinie beschlossen, um den Klimaschutz voranzubringen und die Luft in den Städten zu verbessern. Danach müssen in Deutschland bis 2025 mindestens 45 Prozent der angeschafften Busse "sauber und energieeffizient" sein. Ab 2026 gilt das für 65 Prozent der neu angeschafften Busse. Als sauber und energieeffizient gelten etwa Elektrobusse oder Busse mit Biogas- und Wasserstoffantrieb.

Das EU-Parlament bestätigte zugleich verbindliche Klimaschutzziele für Lastwagen. Neue Modelle sollen bis 2025 im Durchschnitt 15 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen als heute. Bis 2030 sollen es mindestens 30 Prozent weniger sein.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. April 2019 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. April 2019, 09:59 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

31 Kommentare

20.04.2019 20:38 Klarheit 31

EU - Nein danke !

20.04.2019 16:53 Mane 30

Warum sagt die beste EU nicht,wir sollen sofort neue Busse von China kaufen.Sind doch preiswert. Die lieben Mitbürger zahlen doch alles.

20.04.2019 16:20 Gerd 29

@ 2 8 , das kann die nicht , also sinnlos !!

[Liebe User, bitte bleiben Sie beim Thema. Kommentare ohne Bezug zum Thema des Artikels werden entsprechend unserer Kommentarrichtlinien (http://www.mdr.de/service/kommentarrichtlinien100.html ) nicht freigegeben. Ihre MDR.de-Redaktion]

20.04.2019 14:04 Sachse43 28

@26: Niemals wurde das Europa in diesen Grenzen so gewollt, also mal sachlich bleiben!

20.04.2019 13:32 Sachse43 27

@26: Niemals wurde das Europa in diesen Grenzen so gewollt, also mal sachlich bleiben!

[Liebe User,
bitte bleiben Sie beim Thema.
Kommentare ohne Bezug zum Thema des Beitrags werden entsprechend unserer Kommentarrichtlinien (http://www.mdr.de/service/kommentarrichtlinien100.html) nicht freigegeben.
Ihre MDR.de-Redaktion]

20.04.2019 10:45 CDU Wählerin 26

ZITAT:
Der Gedanke, Europa zu vereinen, ist nicht neu. Schon vor 500 Jahren hatte der niederländische Theologe und Philosoph Erasmus von Rotterdam die Völker Europas zu einem Völkerbund aufgerufen. Und William Penn, der Quäker, nach welchem der amerikanische Bundesstaat Pennsylvania benannt wurde, beschwor 150 Jahre später die Staaten, eine Europäische Bundesversammlung zu schaffen. Auch der große französische Dichter Victor Hugo kündigte im Jahre 1851 die "Vereinigten Staaten von Europa" an. Er erntete Hohn und Spott. Stattdessen war Europa dem Krieg stets näher als dem Frieden.

Erst nach dem Schrecken zweier Weltkriege nahm man die Appelle ernst. In seiner berühmten Züricher Rede vom 19. September 1946 sagte der damalige britische Premierminister Winston Churchill: "Wenn Europa einmal einträchtig sein gemeinsames Erbe verwalten würde, dann könnten seine drei- oder vierhundert Millionen Einwohner ein Glück, einen Wohlstand und einen Ruhm ohne Grenzen genießen.

20.04.2019 10:15 Hans 25

Man könnte auch einen Herold die neuen Regelungen (vor den EU-Institutionen) ausrufen lassen!

20.04.2019 10:12 Sachse43 24

Auch deshalb: Raus aus der EU!

20.04.2019 09:48 Bingo 23

Teuerung durch EU-Vorgaben: "Wir" aus Deutschland, profitieren ja angeblich nur durch die EU, warscheinlich auch ein "Vorteil" wir sind warscheinlich nur dumm um diesen zu erkennen. Dumm genug sind "Wir" ja und wählen diese Politiker, die sollche Entscheidungen treffen...

20.04.2019 09:48 jochen 22

Den ganzen EU - Irrsinn haben wir der Merkel zu verdanken.
Die hat seit Jahren darauf hingearbeitet. Immer schön die Systemparteien wählen, dann klappt es auch mit den Vorschriften und Verboten.