Steuerquote bei 22,8 Prozent Kalte Progression treibt Steuerlast hoch

Die Steuerlast ist 2018 erneut gestiegen. Nach Angaben der Bundesregierung liegt die Steuerquote inzwischen bei 22,8 Prozent - das wäre ein Plus um 0,4 Punkte binnen Jahresfrist.

Die Steuerbelastung der Deutschen ist einem Bericht zufolge im vergangenen Jahr weiter  gestiegen. Die sogenannte Steuerquote kletterte 2018 auf 22,8 Prozent des nominalen Bruttoinlandsprodukts. Das meldete  die "Rheinische Post" unter Berufung auf Daten der Bundesregierung. Die Quote stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte.

Hauptgrund kalte Progression

Als wichtiger Grund für den Anstieg wird in dem Bericht die sogenannte kalte Progression angeführt. Das bedeutet, dass bei einer Lohnerhöhung die Steuerlast durch einen höheren Steuerbetrag überproportional steigen kann. Zudem werden Lohnerhöhungen durch die Inflationsrate geschmälert.  

Zu Beginn der ersten Legislaturperiode der großen Koalition 2005 unter Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Quote noch bei 19,6 Prozent gelegen. Die Steuerquote ergibt sich aus dem Steueraufkommen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt.  

GroKo steuert gegen

Die Bundesregierung versucht inzwischen, die Steuerlast zu senken. Zum Jahreswechsel traten mehrere Änderungen zur Entlastung in Kraft. Vor allem Familien sollen davon profitieren, das Entlastungspaket hat ein Volumen von knapp zehn Milliarden Euro.

So wurde etwa der steuerliche Kinderfreibetrag erhöht. Zudem gibt es eine Rückzahlung aufgrund der "kalten Progression" im Umfang von etwa 2,2 Milliarden Euro.

FDP: CDU hat Wahlversprechen gebrochen

FDP-Fraktionsvize Christian Dürr sagte der "Rheinischen Post", bei der CDU seien Wahlversprechen und Realität zwei unterschiedliche Paar Schuhe. In ihrem Wahlprogramm habe die CDU damit geworben, dass die Steuerquote nicht steigen werde.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Februar 2019 | 13:32 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2019, 14:02 Uhr

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22 Kommentare

15.02.2019 10:27 Mane 22

Genau ich habe keinen Pfennig mehr aber mehr Ausgaben ,Mieterhöhung,Erhöhung Lebensmittel, Strom,usw.Es sollte eine friedl.Aufstand geben und alle fortjagen!

15.02.2019 07:17 Wo geht es hin? 21

@Peter - Zitat von Ihnen: "Wie es ausschaut, war der FDP-Fraktionsvize Dürr bei der Bundestagsdebatte sowie bei der Beschlussfassung zum im Beitrag beschriebenen Entlastungspaket der Bundesregierung nicht anwesend.
Ansonsten würde er wohl kaum von gebrochenen Wahlversprechen daherreden." Zitat Ende. Dazu muss man auch nicht dort anwesend sein, um das mitzubekommen. Allein der Zeitraum von nun fast 14 Jahren mit ständig steigender Steuerbelastung und ständigen Beteuerungen, daran etwas zu ändern, ist ein Beleg dafür, dass der Bürger immer weiter ausgenommen wird. Auch unter Mithilfe der Mitregierungspartei SPD. Also schenken Sie sich Ihre Sprechblasen vom Lohnzettel (die paar Pfenge, die es dort vielleicht mehr gibt, werden einem ganz schnell wieder abgenommen) und nehmen Sie zur Abwechslung mal das REALE Leben wahr - denn DAS sieht genau so aus, wie beschrieben.

14.02.2019 22:27 Peter 20

@19 fischotter: Sie bekommen das Weihnachtsgeld im Dezember ausbezahlt? Da gehören Sie zu einer ganz kleinen Minderheit.
@18 Maxmoritz: Haben Sie verglichen?
Ich schätze, abgesehen von Ihnen beiden haben die Arbeitnehmer sehr wohl festgestellt, dass im Januar mehr Netto vom Brutto auf dem Konto war.

14.02.2019 20:24 fischotter 19

@Peter, ich weiß ja nicht was auf Ihrem Lohnzettel, oder dem Ihrer Frau, im Dezember stand, bei mir war es jedenfalls deutlich mehr dank Weihnachtsgeld, inklusive horrender Abgaben. Sie sollten jedoch nicht nur auf Lohnzettel starren. Da wird mit der einen Hand eine Krume gegeben und mit der andern eine Scheibe Brot genommen.

Seltsamerweise fällt es den Regierenden meist kurz vor Wahlen auf. Dann will man schnell „gegensteuern“. Wie lange will man eigentlich noch über die „Eindämmung der kalten Progression“ faseln? Weitere 10 oder 20 Jahre?

Die Oberen wissen nur zu gut, dass ihnen in diesem Jahr ein richtiges Debakel bei den anstehen Wahlen ins Haus stehen könnte. Da muss schnellstens „gegensteuert“ werden. Und Peterle, neben der kalten Progression sagt Ihnen sicher auch der Steuerzahler-Gedenktag was, oder? Ihre Bundesregierung hat nämlich noch großes mit uns vor, da ist Entlastung mit Sicherheit nicht drin, denn das wird richtig teuer. Halten Sie durch, Peter!

14.02.2019 17:36 Maxmoritz 18

@Peter(15): Der war gut!

14.02.2019 16:00 Klarheit 17

----"....Die Bundesregierung versucht inzwischen, die Steuerlast zu senken. ...."-----,

FakeNews oder Ironie ??

die Steuer und Abgabenlast erreicht immer neue Höchststände !
Steuerzahlergedenktag – das ist der Tag, bis zu dem wir ausschließlich für Staat und Sozialkassen arbeiten – hat sich mittlerweile auf den 18. Juli geschoben
Zitat : Bund der Steuerzahler (BdSt) . Noch nie habe der Bürger länger bis zum Steuerzahlergedenktag arbeiten müssen.
---- dazu kommen noch kommunalen Steuern und Gebühren ++++++

14.02.2019 13:13 kleinerfrontkaempfer 16

Kalte oder warme Progression ist doch völlig Schnuppe. Man muß erstmal Steuern zahlen, davon möglichst recht viel. Dann ist auch der Verdienst respektabel und mit einem findigen Steuerberater (den man ja auch löhnen muß) macht sich das in der Steuererklärung im Plus deutlich bemerkbar. Otto Normalverbraucher oder Geringverdiener die keine Steuererklärung machen merken erstmal nix oder fast nix.
=> Soli abschaffen, das wäre mal was!

14.02.2019 09:46 Peter 15

@14: Im MDR-Artikel steht das aber ganz anders.
Die Bundesregierung hat nämlich bereits gehandelt. Lesen Sie doch bitte noch einmal nach. Zum 1. Januar 2019 sind Gesetze in Kraft getreten, die die Bürger entlasten und die kalte Progression eindämmen.
Jeder mag auf seinen aktuellen Lohn- und Gehaltszettel schauen und den Netto-Betrag mit dem vom Dezember vergleichen. Er wird unschwer erkennen, dass er im Januar 2019 mehr Geld überwiesen bekommen hat.

14.02.2019 07:23 ein schon länger in Deutschland lebender 14

@Peter 6

Politiker sagen viel den lieben langen Tag,

sie erkenn das aber immer nur bei den anderen ;-)

13.02.2019 22:23 Bitte noch mehr Steuern 13

Keinem, wird etwas weggenommen!! Das waren die Worte der Politkaste.
Merkels Massenimmigration und Leyens Rüstungswahn müssen bezahlt werden, darum bitten immer wieder wählen, wer das befürwortet.
Dieses System kann man nur stoppen, indem man nichts mehr kauft, nur das nötigste.
Dann geht es schneller als man denkt.