Streikbeteiligte und Streikmotive vor dem Technischen Rathaus Leipzig.
Die Tarifgespräche für den öffentlichen Dienst haben bislang kein Ergebnis gebracht. Die Gewerkschaften kündigten deshalb Warnstreiks noch vor Ostern an. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler

Tarifkonflikt Streiks im öffentlichen Dienst vor Ostern angekündigt

Streikbeteiligte und Streikmotive vor dem Technischen Rathaus Leipzig.
Die Tarifgespräche für den öffentlichen Dienst haben bislang kein Ergebnis gebracht. Die Gewerkschaften kündigten deshalb Warnstreiks noch vor Ostern an. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler

Die Deutschen müssen sich vor Ostern auf Warnstreiks im öffentlichen Dienst einstellen. Das kündigten die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund im laufenden Tarifkonflikt für die 2,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen an.

Alle Tarifbereiche von Streiks betroffen

Die Streiks sollen zunächst bis Mitte April andauern. Dann soll es die nächsten Tarifgespräche geben. Wo genau gestreikt werden soll, ließen die Gewerkschaften offen. Verdi-Chef Frank Bsirske sagte, er gehe davon aus, dass in der gesamten Breite des Tarifbereichs gestreikt werde.

Bei den Tarifgesprächen wird unter anderem über die Löhne für Erzieher und Sozialarbeiter, Mitarbeiter von Müllabfuhren, Straßenreinigungen, Krankenhäusern, Stadtverwaltungen, für Feuerwehrleute, Straßenwärter und Bundespolizisten verhandelt.

Aktionen auch an Flughäfen

Auch an den Flughäfen - die dortigen Bodenverkehrsdienste gehören den Kommunen an - soll es Aktionen geben. Besonders hob Bsirske die Sparkassen hervor. Bei der Bezahlung von deren Mitarbeitern hätten sich die Arbeitgeber besonders hart gezeigt.

Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn

Verdi und der Beamtenbund fordern unter anderem sechs Prozent mehr Lohn und mindestens 200 Euro mehr im Monat. Bsirske begründete diese 200-Euro-Forderung damit, dass auch die unteren und mittleren Lohngruppen an der guten Konjunktur teilhaben sollen.

Arbeitgeber verweisen auf finanzielle Probleme

Die Arbeitgeber wiesen die Forderungen als zu hoch zurück. Sie zeigten sich aber zuversichtlich, in der Aprilrunde die Tarifverhandlungen abschließen zu können. Der Präsident der kommunalen Arbeitgebervereinigung VKA, Thomas Böhle, sagte, man habe in wichtigen Punkten Annäherungen erzielt, sei in anderen aber noch weit auseinander.

Böhle verwies darauf, dass viele Städte in finanziellen Problemen steckten. Krankenhäuser hätten mit einem Kostendeckel umzugehen. Den Berechnungen zufolge summieren sich die Gewerkschaftsforderungen auf sieben Milliarden Euro.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. März 2018 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2018, 21:55 Uhr

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5 Kommentare

15.03.2018 17:13 Ekkehard Kohfeld (Lieber Demokrat als grünes Ziegelstein) 5

@ Fragender Rentner 4 Gibt es auch Menschen die für die H4-Menschen auf die Staße gehen werden?
Bin auf die Kommentare gespannt. :-)##Doch die gibt es bei Pegida (Nicht Lutz Bachmann alleine ist Pegida) nur wurden und werden die mit der Nazi - Klatsche tot geschlagen und die laufen da nicht mit weil sie Nazis sind sonder weil Jahrzehnten außer Versprechungen nicht passiert ist und außer Pegida niemand für sie spricht kann man hier auch erkennen wie Armut schön oder wegdiskutiert wird,weil nicht sein darf was nicht sein kann Armut in unserm ach so reich Land und sie wächst ständig weiter vielleicht macht auch niemand mehr was,weil Deutschland gar nicht mehr dazu in der Lage ist,einfach Pleite (Misswirtschaft ohne Ende) siehe BW,Öffentliche Dienst (Personal).

15.03.2018 16:00 Fragender Rentner 4

Gibt es auch Menschen die für die H4-Menschen auf die Staße gehen werden?

Bin auf die Kommentare gespannt. :-)

14.03.2018 10:29 Gerd 3

"Böhle verwies darauf, dass viele Städte in finanziellen Problemen steckten."

das glaube ich nicht, denn wenn es um Schutzsuchende geht gibt es doch auch keine Engpässe.
Und wenn man sich dann überlegt, das kaum noch Schutzsuchende kommen, ist doch genügend Geld frei geworden.

14.03.2018 08:01 Gerd 2

200,00 Euro?

500 würde ich fordern!

Die Flüchtlingskrise ist überwunden, die Renten sind aufgestockt und auch die Mütter bekommen mehr Geld.

Also raus mit den Mrd.

14.03.2018 03:14 Hans 1

Ja, die schon gut von Steuergeldern leben, bekommen den Hals mal wieder nicht voll. Mindestens 200 € mehr, wollen die 2,3 Millionen Beschäftigten. Das sind jeden Monat 460000000 EUR zusätzlich. Man fragt sich sowieso schon, was die Leute im Rathaus den ganzen Tag machen.