Viele ausgedrückte Zigaretten
Leider ein viel zu häufiges Bild am Strand und im Park: Kippen über Kippen. Bildrechte: imago/JOKER

Weggeworfene Kippen Tabakindustrie soll für Parkreinigung zahlen

Wohin mit dem Zigarettenstummel? Einige Raucher sind da ziemlich achtlos. Das Ergebnis sind verdreckte Gehwege, Parks und Strände. jetzt will die Umweltministerin die Tabakindustrie an den Reinigungskosten beteiligen.

Viele ausgedrückte Zigaretten
Leider ein viel zu häufiges Bild am Strand und im Park: Kippen über Kippen. Bildrechte: imago/JOKER

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will die Tabakindustrie wegen weggeworfener Zigaretten an den Reinigungskosten beteiligen. Die SPD-Politikerin sagte der Funke-Mediengruppe, wer Wegwerfartikel wie Zigaretten herstelle, werde künftig mehr Verantwortung für den Müll übernehmen müssen. Die Zigarettenindustrie könnte an den Reinigungskosten für Strände und Parks beteiligt werden. Schulz kündigte an, sich dafür auf der EU-Ebene einzusetzen.

Richtlinie gegen Einweg-Plastik

Das Europaparlament hatte zuerst eine Kostenbeteiligung der Tabakbranche als verschärfende Maßnahme zur geplanten Einweg-Plastik-Richtlinie gefordert. Geplant ist, Einweg-Artikel aus Plastik zu verbieten. Über die Richtlinie diskutieren am Dienstag die EU-Kommission, das Europaparlament und der Ministerrat.

Schulze sagte weiter, sie hoffe, dass ein europaweites Verbot von überflüssigem Einweg-Plastik noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werde. Das allein reiche aber nicht. Man müsse weltweit zu drastischeren Mitteln greifen als bisher.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Dezember 2018 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2018, 08:55 Uhr

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36 Kommentare

19.12.2018 15:51 Fragender Rentner 36

Man könnte doch auch Blitzer aufstellen und jedesmal wenn eine Kippe oder ähnliches weggeschmissen wird, dann blitzt man sie sofort mit Datum und Uhrzeit.

Da werden sich doch bestimmt welche finden lassen, die so etwas entwickeln können.

19.12.2018 10:14 Fragender Rentner 35

Ob hier so mache Partei des BT nicht auch klagen könnte?

19.12.2018 09:43 Emil 34

Ich hatte mal einen Direktor, der entsorgte seine Kippen immer im mitgebrachten Aschenbecher. Wer der Meinung ist, das Problem läßt sich ohne Druck auf die direkten Verursacher lösen, der hat ganz wenig Lebenserfahrung und ist auf seinem Posten fehl am Platz.

19.12.2018 08:00 Jakob 33

Kann ich da auch was vom Kuchen abbekommen? Ich laufe täglich meine Runde um's Haus und sammle Kippen auf. Bisher völlig gratis für die Raucher, die kein Problem darin sehen, ihren Dreck einfach überall hin zu schmeißen, wo sie gerade quarzen.

19.12.2018 07:03 Buddha 32

Stimme ich voll zu.
Als Hausmeisterdienst räume ich wöchentlich hunderte von Zigarettenstummel weg.
Die werde ich einmal im Monat sortieren und an den jeweiligen Hersteller schicken und Pfand kassieren.
Da wird es bald Streit unter den Hausmeisterdiensten geben. Ich stecke schon mal meine Claims ab.

19.12.2018 00:15 DER Beobachter 31

Ich gestehe, ich bin Passionsraucher. Meine Kippen versuche ich rücksichtsvoll im öffentlichen Mülleimer zu entsorgen. Die gewohnten Rechtsbesorgten hier müssen kein gewohntes rechtsbesorgtes Politikum/Brimborium draus machen...

18.12.2018 21:16 Heinrich 30

Naumann23. Welche Laster Haben sie denn, W50 oder Robur? Viel schlimmer sind die Kaugummis, Kippen kann man wegkehren. Ich bin übrigens Nichtraucher.

18.12.2018 21:09 Auf der Sonnenseite des Lebens 29

vielleicht sollte man ähnlich den Hundetütchen, Tütchen für Kippen bereitstellen, da kann man die Stummel dann einstecken und zu Hause der Richtigen Entsorgung zuführen.

18.12.2018 21:06 Auf der Sonnenseite des Lebens 28

Die Hersteller dürfen doch nicht bestraft werden, die verkaufen die Kippen an den Händler und der wirft die Kippen doch nicht weg.

Der Händler verkauft die Kippen an die Umweltverschmutzer, der Händler muss zahlen.

18.12.2018 19:54 Gerd Müller 27

Endlich trifft es mal Verursacher und Profiteur. Vllt. kann Verursacher auch bei Rauerkrankheiten finanz. beteiligt werden.