Gewerkschaftler von Verdi demonstrieren mit einem Plakat mit der Aufschrift ''Mehr Lohn?''.
Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen Düsseldorf beteiligen sich Anfang Januar an einem Warnstreik. Bildrechte: dpa

Warnstreiks abgewendet Tarifeinigung für Flughafen-Sicherheitsleute

Flugreisende können aufatmen: In den Tarifverhandlungen für das Flughafen-Sicherheitspersonal ist es zu einer Einigung gekommen. Die Gewerkschaft Verdi hatte höhere und bundesweit einheitliche Stundenlöhne gefordert.

Gewerkschaftler von Verdi demonstrieren mit einem Plakat mit der Aufschrift ''Mehr Lohn?''.
Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen Düsseldorf beteiligen sich Anfang Januar an einem Warnstreik. Bildrechte: dpa

In den Tarifverhandlungen für das Sicherheitspersonal an Flughäfen gibt es eine Einigung. Das teilten eine Verdi-Sprecherin und der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) am frühen Donnerstagmorgen mit.

"Nach intensiven Verhandlungen haben wir in der Nacht ein Ergebnis erzielen können", erklärte BDLS-Verhandlungsführer Rainer Friebertshäuser. Die Einigung sehe bis 2021 jedes Jahr eine Erhöhung von 3,5 bis 9,77 Prozent vor, sagte Friebertshäuser. Die erste Erhöhung trete im März in Kraft, für Luftsicherheitsassistenten in der Passagier- und Handgepäckkontrolle bereits im Februar. Die nächsten Erhöhungen folgten jeweils im Januar. Die Verdi-Sprecherin kündigte an, Einzelheiten der Einigung am Donnerstagvormittag bekannt zu geben.

Viele Flugausfälle durch Warnstreiks

Am Mittwoch waren die Tarifverhandlungen bereits in die fünfte Runde gegangen. Mitte Januar hatte Verdi den Druck auf die Arbeitgeber mit Warnstreiks an acht deutschen Flughäfen erhöht. Die Gewerkschaft forderte, den Stundenlohn für Mitarbeiter der Passagierkontrolle bundesweit auf 20 Euro zu erhöhen.

Anstatt regionaler Tarifverträge will Verdi zudem einen bundesweit einheitlichen Abschluss einführen. Bislang variierten die Löhne für die rund 23.000 Beschäftigten der Flughafen-Sicherheit je nach Bundesland und Tätigkeit zwischen 11,30 Euro und 17,16 Euro. Insgesamt gibt es drei Berufsgruppen mit unterschiedlichen Aufgaben an den Flughäfen. Die eine Gruppe kontrolliert Passagiere und deren Gepäck, die zweite Zugänge und Zufahrten an den Flughäfen und die dritte Fracht, Post und Catering für die Flugzeuge.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. Januar 2019 | 03:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2019, 06:55 Uhr

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5 Kommentare

25.01.2019 15:57 Fragender Rentner 5

@Jörg zu 3

Hast du gut erkannt, er steigt ja nur auf 19,00 € bis 2021 und es soll für alle den gleichen Lohn dann in Deutschland geben.

25.01.2019 15:45 Wessi 4

@ 3 Du bist auch so einer der Tarifverhandlungen+Demokratie nicht kapiert hat: man setzt hoch an+kommt zu einem für alle Seiten respektierbaren Kompromiß.So gehts.Nicht mit 100% Denke."Lächerlich" sind 3,5-9,77% überhaupt nicht."Lächerlich" sind diejenigen die immer alles schlecht machen was dem Anspruchs-"ichich" nicht genügt!

24.01.2019 16:36 Jörg 3

Wieder mal viel geklappert und nichts erreicht. Typisch ver.di. Der Abschluß ist doch wohl kein Erfolg.
20,00 € gefordert. Da reichen die lächerlichen Prozente doch jetzt wohl nicht ran. Typisch für diese Gewerkschaft. Dafür haben die Flugreisenden viele Kosten.

24.01.2019 13:07 Zeitgeist 2

Nun wage ich mal eine Ansage bis 2021 wird hier im weiten Umland ein Flughafen dicht gemacht.

24.01.2019 10:22 Fragender Rentner 1

Wenn beide Seiten zufrieden oder eher nicht ganz zufrieden sind, dann ist es ein relativ guten Abschluß für die AN.