Schild mit 120-Geschwindigkeitsbegrenzung und Gefahrzeichen Kurve an einer befahrenen Autobahn
Nach dem Willen der Deutschen Umwelthilfe sollte Tempo 120 künftig auf allen deutschen Autobahnen gelten. Bildrechte: MDR/Jörg Thiem

Debatte um Tempolimit Umwelthilfe fordert Tempo 120 auf Autobahnen

In der Debatte um generelle Tempolimits hat sich die Deutsche Umwelthilfe für Tempo 120 auf Autobahnen und Tempo 80 auf Landstraßen ausgesprochen. Dadurch könnten jährlich fünf Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Schild mit 120-Geschwindigkeitsbegrenzung und Gefahrzeichen Kurve an einer befahrenen Autobahn
Nach dem Willen der Deutschen Umwelthilfe sollte Tempo 120 künftig auf allen deutschen Autobahnen gelten. Bildrechte: MDR/Jörg Thiem

In der Tempolimit-Debatte fordert die Deutsche Umwelthilfe eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen und von maximal 80 Stundenkilometern auf Landstraßen.

Wir fordern ein Tempolimit von 120 auf allen Autobahnen und 80 auf Landstraßen.

Jürgen Resch, DUH-Geschäftsführer

Fünf Millionen Tonnen CO2 einsparen

Jürgen Resch, Chef der Deutschen Umwelthilfe, bei einer Pressekonferenz.
Resch: "Verkehrssektor muss Beitrag leisten." Bildrechte: imago/Jürgen Heinrich

DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch sagte in der "Rheinischen Post“, mit einem Tempolimit von 120 auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen ließen sich bis zu fünf Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Der Verkehrssektor müsse endlich seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, begründete Resch den Vorstoß seines Verbandes.

Kritik an Scheuer-Kritik

Zugleich kritisierte der DUH-Chef Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer für dessen "abfällige Äußerungen" über die Verkehrskommission der Bundesregierung. Der CSU-Politiker zeige anschaulich, dass er "weder die Verkehrssicherheit noch den Klimaschutz" im Sinne habe.

Die Verkehrskommission hatte ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf Autobahnen, höhere Sprit-Steuern und eine Pflicht-Quote für Elektroautos vorgeschlagen. Scheuer hatte daraufhin in der "Bild"-Zeitung von teils unverantwortlichen, "völlig überzogenen, realitätsfernen Gedankenspielen" gesprochen.

SPD für Tempo 130

SPD-Vize Ralf Stegner sprach sich hingegen dafür aus, die Einführung von Tempo 130 auf deutschen Autobahnen "unvoreingenommen zu prüfen". Wenn ein Tempolimit einen nachweisbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten könne, "müssen wir das zumindest ernsthaft in Erwägung ziehen", sagte Stegner dem "Tagesspiegel".

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. Januar 2019 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2019, 11:17 Uhr

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142 Kommentare

23.01.2019 20:15 nasowasaberauch 142

Nun, ich meine 114 Pneumologen aus allen Teilen des Landes sind keine Minderheit und lassen nicht die Spekulation zu Teil einer Verschwörung zu sein. Das Audio von Prof. Kekulè sagt eindeutig, dass die Grenzwerte in der EU mit heißer Nadel gestrickt wurden und die geltenden Grenzwerte zu überprüfen sind. Diese EU Grenzwerte gelten vorerst, aber die DUH wird es in Zukunft schwerer haben Fahrverbote durchzusetzen, da die Gerichte eine Güterabwegung treffen müssen zwischen einer fragwürdigen, unbewiesenen Gesundheitsbeeinträchtigung und der Einschränkung der Mobilität bis hin zur kalten Enteignung.

23.01.2019 19:47 Bernd L. 141

Eulenspiegel:
Die Grenzwerte wurden von qualifizierten EU-Abegeordnete ( z.b. Grüne Ska Keller, Islamwissenschaftlerin) und Poltikwissenschaftlern (Umweltministerin Schulze) bestätigt, was sind da schon 100 Wissenschaftler, die Lungenexperten sind.
Ich hatte es früher schon geschrieben: Die Diesellüge ist aufgeflogen. Wenn du ein totes Pferd reitest , steige ab (frei nach den Dakota-Indianern).

23.01.2019 16:54 Eulenspiegel 140

Also da sagen eine kleine Minderheit von Lungenfachärzten das die Bewertung der Giftigkeit von Abgasen total falsch ist. Das die Giftigkeit total überschätzt wird. Und das die Forschungsergebnisse nach dem die Grenzwerte festgelegt wurden im Grunde schon vor der Untersuchung feststanden. Und nur sie haben die wirklich richtige Bewertung. Also ich frage mich schon wieso haben eine kleine Minderheit von Lungenfachärzten plötzlich so ein Interesse daran das die Schadstoffgrenzwerte angehoben werden? Und was läuft da eigentlich im Hintergrund? Diese Fragen kann ich nicht beantworten. Ich denke eins muss klar sein: Solange nicht eindeutig feststeht das erheblich höhere Grenzwerte unbedenklich sind müssen die jetzigen Grenzwerte als unantastbar gelten Da tritt nämlich automatisch das im GG festgeschriebene unveräußerliche Recht auf Leben und körperliche Unverletzlichkeit in kraft.

23.01.2019 15:26 reiner202 139

Die deutsche Umwelthilfe braucht selber Hilfe.
Wenn man langsam fährt hast du mehr CO2 auf der Stelle als wenn du zügig vorbei fährst.

23.01.2019 13:26 Ekkehard Kohfeld 138

@ Kritiker 131 Die Manipulation der Massen zugunsten neu entstehender Produkte (E-Auto-Schwindel) ist unübersehbar. Werdet endlich mal wach!##

Richtig alleine der Begriff "Seltene Erden" die da verwendet werden sollte doch zu denken geben,warum nennt man die wohl so,weil die unendlich sind und deshalb auch sehr billig?Tonnen von Blei,was hoch giftig ist verbauen,merkwürdiger Umweltschutz.

23.01.2019 12:06 Ekkehard Kohfeld 137

@ Lilly 134 "methodisch fragwürdige Untersuchung"

Ich finde auch sehr fragwürdig die Messungen von CO2.
CO2 ist ein flüchtiges Gas,wird wohl niemand abstreiten.
Wie gelingt es da bei Luftbewegungen bis hin zu Sturm CO2 zu messen,klammert sich das an den Messstationen fest oder ist das da vielleicht fest eingebaut.Oder gar kein Autoverkehr weil Radrennen und trotzdem erhöhte Werte haben das die Zuschauer oder Radfahrer verbreitet?Wohl zu viel Hülsenfrüchte gegessen:-)

23.01.2019 10:21 Ekkehard Kohfeld 136

@ NRW-18 128
Das sehe ich auch so. Hinzu kommt, dass man den LKW-Verkehr dank schlecht bezahlter Fahrer aus RO, BG und LT und im Ausland zugelassener Fahrzeuge so billig gemacht hat, dass die Bahn nicht konkurrieren kann und und die Auftraggeber billig davonkommen.
Dass Krabben per LKW von Schleswig-Holstein zum Puhlen nach Marokko und zurück transportiert werden, ist für mich das Paradebeispiel dieses Irrsinns.##

Völlig richtig,da frage ich mich dann immer wollen unsere selbst ernannten Umweltschützer das nicht sehen oder können sie das nicht,wie bei dem verlagern des Elektronikschrott oder alter Autos ins Ausland,aus den Augen aus dem Sinn?Aber das mit der Abgaslüge dreht sich gerade.

23.01.2019 10:09 Thomas Eichler 135

ich bin für eine Limit von 130km/h Nicht weniger und nicht mehr. Ich fahre schon lange mit dem Tempomat in der Einstellung. Da man nicht oft bremsen und beschleunigen braucht , kann ruhig und entspannt im Verkehr mitfließen. Die ewige Raserei und der Krieg der PS-Protze nervt nur, ebenso wie die Elefantenrennen. Blinken ist auch zur Nebensache erklärt. Also schön 130km/h!!

23.01.2019 09:19 Lilly 134

da haben die Von RRG und Jürgen Resch (Studium abgebrochen), Pech gehabt.

"Diesel-Abgase machen krank, sagt die Deutsche Umwelthilfe und beruft sich dabei auf eine Studie des Helmholtz-Institutes. Für den ehemaligen Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Lungenheilkunde eine methodisch fragwürdige Untersuchung"

https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/berichte-und-interviews/Diesel-Fahrverbote-Stickoxid-feinstaub-100.html

23.01.2019 09:14 Ekkehard Kohfeld 133

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