US-Soldaten in Deutschland
US-Soldaten der 12. Kampfhubschrauber Brigade bei einer militärischen Zeremonie im bayerischen Illesheim. Bildrechte: dpa

Nato USA schicken 1.500 Soldaten zusätzlich nach Deutschland

Mehrfach hatte US-Präsident Trump die Nato in Frage gestellt. Regelmäßig rügt er die Partner und verlangt höhere Militärausgaben. Doch jetzt setzt er ein Zeichen für das Bündnis – und schickt 1.500 zusätzliche US-Soldaten nach Deutschland.

US-Soldaten in Deutschland
US-Soldaten der 12. Kampfhubschrauber Brigade bei einer militärischen Zeremonie im bayerischen Illesheim. Bildrechte: dpa

Ungeachtet der Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Nato und den Bündnispartnern verlegen die USA 1.500 zusätzliche Soldaten nach Deutschland. Botschafter Richard Grenell zufolge sollen sie die Nato und die europäische Sicherheit stärken. Aktuell sind etwa 33.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert.

Die Stationierung der zusätzlichen Kräfte sowie ihrer Familien soll in diesem Jahr beginnen und bis 2020 abgeschlossen sein. Als Stützpunkte wurden Grafenwöhr, Ansbach und Hohenfels in Bayern sowie Kaiserslautern und Baumholder in Rheinland-Pfalz genannt.

US-Stützpunkt Kaiserslautern/Ramstein Der 1.400 Hektar große Luftwaffenstützpunkt Rammstein in Rheinland-Pfalz ist das Hauptquartier der US Air Force für Europa und Afrika sowie die Zentrale Kommandobehörde zur Führung von Nato-Luftstreitkräften.

Mit mehr als 8.000 Militärangehörigen und hunderten Zivilbediensteten ist Ramstein der personell größte Stützpunkt der US-Luftwaffe außerhalb der USA. Zusammen mit den mehr als 50.000 Angehörigen der US-Army in Kaiserslautern bildet der Komplex den größten US-Stützpunkt im Ausland.

Von der Leyen: Bekenntnis zur Nato

Brüssel: Donald Trump, Präsident der USA, kommt zu einer Pressekonferenz zum Abschluss des Nato-Gipfels.
Donald Trump drohte im Juli beim Nato-Gipfel in Brüssel mit einem Alleingang der USA. Bildrechte: dpa

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen begrüßte die Verstärkung der US-Truppen als "willkommenes Zeichen für die Vitalität der transatlantischen Beziehungen" und sprach von einem "Bekenntnis zur gemeinsamen Sicherheit".

Äußerungen von US-Präsident Trump hatten wiederholt Fragen zur künftigen Rolle der USA in der Nato aufgeworfen. Kurz nach seinem Amtsantritt 2017 hatte er das transatlantische Bündnis grundsätzlich in Frage gestellt.

Dauerstreit um Verteidigungsausgaben

Beim Nato-Gipfel im Juli in Brüssel hatte Trump mit einem Alleingang in Verteidigungsfragen gedroht, sollten die Bündnispartner ihre Verteidigungsausgaben nicht erhöhen. Er pocht immer wieder auf die gemeinsam festgelegte Zielgröße, die Mitgliedsländer sollten zwei Prozent der Wirtschaftsleistung in den Wehretat stecken. Nach einer Krisensitzung beim Gipfel im Juli hatte Trump sich dann allerdings zur Nato bekannt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. September 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. September 2018, 19:17 Uhr

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30 Kommentare

09.09.2018 18:26 der_Silvio 30

@28 Klaus; "UFOs sind auch nicht ausgeschlossen, es macht aber wenig Sinn sich jeden Tag damit zu beschäftigen."
Dass sie die Meinung ihrer Kontrahenten ins lächerliche ziehen, kennen wir ja alle (von ihnen und ihren links-rot-grünen Gesinnungsgenossen.
Das ändert aber nichts daran, daß es anderen Meinungen gibt, und sie sich offenbar nicht anders artikulieren können. Gleichzeitig sehe ich, daß ich Recht habe, gerade weil sie so reagieren.
Die Stationierung von 35.000 Soldaten kommt nicht von ungefähr und soll ein Zeichen von Macht und Stärke der Besatzer setzen.
Ich brauche und will keine 35.000 US-Soldaten in meinem Heimatland. Die können sehr gern abziehen!

09.09.2018 14:54 Klaus 29

@ { 09.09.2018 08:05 O-Liner (4. V.) }
Da das Gesetzt keine Auswirkungen hat, besteht wohl auch kein Handlungsbedarf.
Letztendlich profitiert Deutschland von den zusätzlichen Soldaten, weil die auch am Konsum beteiligt sind und so für zusätzliche Steuereinnahmen sorgen. Außerdem haben die Standorte auch zivile deutsche Angestellte, so dass die auch noch für Arbeitsplätze sorgen.
Von daher kann man das alles sehr entspannt sehen.

09.09.2018 14:39 Klaus 28

@ { 08.09.2018 23:31 der_Silvio }
UFOs sind auch nicht ausgeschlossen, es macht aber wenig Sinn sich jeden Tag damit zu beschäftigen.
Und wenn die Soldaten bei uns sind, dann können die auch nichts anstellen. Alleine deswegen ist das schon gut, dass die bei uns sind.
Amerikanische Soldaten haben wir bei uns schon seit über 70 Jahren, keine Sekunde davon haben wir uns eingeschüchtert gefühlt. Allerdings sind wir auch keine Angsthasen und vor UFOs fürchten wir uns auch nicht.

09.09.2018 08:14 O-Liner (4. V.) 27

@16. (Blumenfreund): Steile These von Ihnen - viel zu steil! Da kann ich nur auf "Der vergessene Krieg" verweisen. Ihre Behauptungen sind eine einzige Verdrehung der Tatsachen; sie wollen wohl den Amis um jeden Preis eine 'reinsemmeln? Historisch ist etwas ganz anderes passiert!

09.09.2018 08:05 O-Liner (4. V.) 26

@12.: Was wollen Sie eigentlich von mir? Was ist überhaupt an meinem Post auszusetzen? Auszug aus der aktuellen Fassung: "Art 120 GG: (1) Der Bund trägt die Aufwendungen für Besatzungskosten und die sonstigen inneren und äußeren Kriegsfolgelasten nach näherer Bestimmung von Bundesgesetzen..." Jeder kann da weiterlesen. Warum ist das da nicht schon längst 'rausgenommen worden? Bei anderen Dingen im GG konnte es gar nicht schnell genug gehen, sie zu eliminieren. Wissen Sie eigentlich, wie oft das GG schon geändert worden ist?

08.09.2018 23:31 der_Silvio 25

@21 Klaus; "Niemand, aber warum beschäftigen Sie sich mit total unwahrscheinlichen Sachen. Es fehlt allein schon das Motiv für eine solche Vorgehensweise."

Total unwahrscheinlich?
Das bedeutet doch wohl gleichzeitig, daß ein Wahrscheinlichkeit gibt!
Wozu die Aufstockung der Truppen?!?
Wozu sind in Deutschland 35.000 US-Soldaten stationiert?!?
Für mich ist das nichts anderes als daß die amerikanische Besatzungsmacht die Schiene der Einschüchterung fährt, und zwar im Blick auf Deutschland.

08.09.2018 22:18 Klaus 24

@ { 08.09.2018 16:40 Ullrich }
Den Koreakrieg hat Nordkorea angefangen, aber keine Seite hat dazu beigetragen die Lage zu entschärfen, bzw. alle Beteiligten haben sogar noch ordentlich Öl ins Feuer gegossen. Von daher waren die Verbrecher auf allen Seiten auszumachen. Ca. 4 Millionen Menschen mussten diesen Blödsinn mit dem Leben bezahlen. Nach dem Krieg hatte die Grenze nur einen minimal anderen Verlauf.
Mir ist jetzt nur nicht ganz klar, was das jetzt mit den 1.500 Soldaten zu tun haben soll, die jetzt zusätzlich zu uns entsendet werden.
Ich finde die Stationierung in Deutschland gut, weil wenn die bei uns sind, können die nichts anstellen.
Kaiserslautern und Baumholder ist ja bei uns in der Nähe. Wir passen da schon auf, dass die nichts anstellen.

08.09.2018 21:31 D.o.M. 23

@Ullrich: Habe verstanden. Unsere A-Befreier sind also völlig altruistische Friedensengel. Jeder Waffeneinsatz gegen fremde Völker schmerzt sie zu Tränen. Aber humanistische Hilfe tut nun mal weh....
Schluss! Mich stösst die amerikanische Politik und deren Selbstverständnis einfach nur ab. Und dieses Recht dürfte mir wohl zustehen. Ich fühle mich in diesem Land kranker Waffennarren einfach nur unwohl.

08.09.2018 16:40 Ullrich 22

@blumenfreund
Ich weiß nicht, wo du diese Fakes her hast!
Noch einmal zum mitschreiben - den Korea Krieg hat Nordkorea angefangen und die Amerikaner waren mit einem (dem ersten überhaupt) UNO Mandat in Korea im Einsatz! Vielleicht solltest du einmal deine Geschichtskenntnise updaten! Die Teilung und damit die Grenze am 38. Breitengrad wurde nach dem Krieg festgelegt und hat ihren Ursprung in der japanischen Besetzung Koreas - ähnlich der Teilung Deutschlands.

08.09.2018 15:47 Klaus 21

@ { 08.09.2018 12:49 der_Silvio }
Niemand, aber warum beschäftigen Sie sich mit total unwahrscheinlichen Sachen. Es fehlt allein schon das Motiv für eine solche Vorgehensweise.