Corona.-Virus Die Übung für den Pandemie-Ernstfall

Bereits 2007 wurde eine große Übung für den Fall einer Pandemie durch ein Virus durchgeführt – ganz ähnlich wie die heutige durch Corona. Doch welche Folgerungen haben Bund, Länder und Unternehmen daraus gezogen?

Modell Coronavirus
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Die Corona-Krise hat die Welt und Deutschland völlig überrascht – die Bürger wurden unvorbereitet getroffen. Doch der Staat hatte solch eine Pandemie bereits 2007 auf dem Schirm. Damals fand die großangelegte Übung namens "Lükex" statt – der Ernstfall wurde geprobt.

Das Ausmaß in diesem Szenario war deutlich größer als heute: In acht Wochen erkrankten fiktive 27 Millionen Menschen - ein Drittel der Bevölkerung  Deutschlands. Passende Schlagzeilen wurden erfunden, die Krisenstäbe mussten reagieren. Das Kanzleramt, sieben Bundesministerien, sieben Bundesländer und etwa 50 Unternehmen und Organisationen waren dabei. Insgesamt etwa 3.000 Menschen an verschiedenen Orten.

Doch welche Erkenntnisse hat diese Übung damals gebracht? Zum einen fiel der Personalausfall durch die inszenierte Krankheit auf – nicht nur, weil Menschen sich infizierten, sondern auch, weil sie sich um Angehörige kümmern mussten. Besonders im Fokus: der Gesundheitssektor, die Lebensmittelversorgung und andere "kritische Infrastrukture". Zum anderen war die bundesweite Lageerfassung nicht zufriedenstellend. Und drittens gab es keine Möglichkeiten, die Krisenstimmungslage im Land zu erfassen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR exakt | 01. April 2020 | 20:15 Uhr