ErzieherInnen und LehrerInnen stehen während eines Warnstreiks mit Fahnen und Trillerpfeifen auf dem Dorothee-Schlegel-Platz in
Die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes wollen mit den Warnstreiks Druck auf die Bundesländer ausüben. Bildrechte: dpa

Schulen, Unikliniken, Polizei Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Deshalb wollen die Gewerkschafter mit Warnstreiks die ganze Woche über Druck machen. Betroffen sind unter anderem Schulen.

ErzieherInnen und LehrerInnen stehen während eines Warnstreiks mit Fahnen und Trillerpfeifen auf dem Dorothee-Schlegel-Platz in
Die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes wollen mit den Warnstreiks Druck auf die Bundesländer ausüben. Bildrechte: dpa

Noch die ganze Woche über sind Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu Warnstreiks aufgerufen. Am Montag legten bereits hunderte Sozialpädagogen und Lehrer in Niedersachsen die Arbeit nieder, mindestens 30 Schulen blieben laut der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) geschlossen.

Ab Dienstag sollen weitere Warnstreiks folgen. Dann wollen unter anderem Lehrer in Sachsen ihre Arbeit niederlegen. Schüler und Eltern müssen sich deshalb auf Unterrichtsausfall vorbereiten. Auch in weiteren Bundesländern sind die ganze Woche über Streiks geplant. In Berlin sind am Mittwoch unter anderem kommunale Kitas, Schulen, Feuerwehr und Polizei betroffen.

Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

Aufgerufen zu den Warnstreiks in dieser Woche hatte neben der GEW auch der Beamtenbund dbb. Die Arbeitnehmervertreter wollen dadurch den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen mit den Ländern erhöhen. Von denen sind laut Gewerkschaftsangaben rund 2,3 Millionen Beschäftige betroffen.

Die Gewerkschaften verweisen bei den Verhandlungen auf sprudelnde Steuereinnahmen und fordern sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr. Die Länder wiesen dies bisher aber als überzogen zurück. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 28. Februar geplant.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL Radio | 12. Februar 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2019, 05:00 Uhr

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22 Kommentare

13.02.2019 22:09 Ralph Donath 22

Ist doch schön, so kurz vor den Winterferien (14Tage!!!!) noch einen Tag frei zu bekommen.
Natürlich ist auch dieser Job anstrengend, aber welcher ist das nicht?

12.02.2019 21:22 Fakt 21

>>reiner202, #16:
"Wie ist es bei den Lehrern? Die können machen was sie wollen?"<<

Nö, aber die können, solange sie nicht verbeamtet sind, ihr Grundrecht auf Streik wahrnehmen. Und da dies ein Grundrecht ist und wir in einer Demokratie leben, wird sie auch kaum "die Polizei holen" - auch wenn Sie es offenbar gerne hätten.

12.02.2019 17:39 Peter 20

@13 DB: Natürlich werden die Bediensteten der Länder nicht schlecht bezahlt.
Allerdings leisten die Polizisten, Lehrer, Justizbeamte, Berufsfeuerwehrleute auch gute Arbeit.
Und wir wissen: Gerade in diesen Berufsgruppen werden händeringend Mitarbeiter gesucht. Gute Gehälter sind als Anreiz absolut notwendig.

12.02.2019 17:28 Peter 19

@9 Peter: mein lieber Namensvetter: Warum sollte den Beschäftigten im Öffentlichen Dienst nicht das gleiche Recht zustehen wie den Beschäftigten in der Wirtschaft? Ich meine, für mehr Gehalt streiken.

12.02.2019 17:12 Fragender Rentner 18

Wünsche viel Erfolg.

12.02.2019 16:48 Frustfliege 17

Die Streikende sollten jede Zurückhaltung fallen lassen! Schulen und Kitas nicht nur stunden- oder tageweise schließen, sondern gleich ein oder zwei Wochen! Es muss wehtun! Auf das Verständnis der Foren-Trolle braucht man dabei ganz sicher nicht zu warten, die sind ohnehin nicht ernstzunehmen.

12.02.2019 16:36 reiner202 16

Wir haben eine Schulpflicht für Kinder,gehen sie nicht zur Schule,werden die Eltern bestraft bzw.die Kinder werden von der Polizei geholt.Wie ist es bei den Lehrern? Die können machen was sie wollen? Auch diese sollten von der Polizei geholt werden,das wäre gerecht gegenüber den Schülern.

12.02.2019 15:02 Johny 15

Jetzt wird langsam auch dem Letzten klar: Man kann den Euro nur einmal ausgeben. Dumm gelaufen...

12.02.2019 14:58 Bingo 14

Das Niveau ist am sinken. In Hamburg, sprangen 8 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, aus Protest und für Lohnerhöhung, in das 4 Grad kalte Wasser der Alster. Ich hoffe man gibt am morgigen Tag nicht seinen Krankenschein ab,wenn ja, bitte Sperrung des Krankengeldes für diese geistlose Aktion.

12.02.2019 13:33 DB 13

Das ist Jammern auf hohem Niveau.