Hunderte halten in Leipzig eine Kundgebung ab gegen die Abschiebung eines Syrers
Hunderte Menschen demonstrieren gegen eine Abschiebung in Leipzig. Bildrechte: dpa

Protest gegen Abschiebung Hunderte solidarisieren sich mit abgeschobenem Syrer

Einen Tag nach den Auseinandersetzungen beim Protest gegen eine Abschiebung im Leipziger Osten haben erneut Hunderte Menschen demonstriert. Die Polizei ermittelt gegen eine Person, die am Rande der Auseinandersetzungen aus einer Gastwirtschaft einen Hitlergruß gezeigt haben soll.

Hunderte halten in Leipzig eine Kundgebung ab gegen die Abschiebung eines Syrers
Hunderte Menschen demonstrieren gegen eine Abschiebung in Leipzig. Bildrechte: dpa

Einen Tag nach den Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei beim Protest gegen die Abschiebung eines Mannes haben am Mittwochabend erneut Hunderte Menschen im Leipziger Osten demonstriert. Bei einer Kundgebung zeigten sie am Abend ihre Solidarität mit dem nach Spanien abgeschobenen Syrer.

Nach Angaben eines Polizeisprechers nahmen rund 500 Menschen an der Kundgebung teil. Zu neuen Auseinandersetzungen kam es dabei nicht. Jedoch werde rund 20 Menschen vorgeworfen, sich nach der Demonstrationen trotz der Aufforderung durch die Polizei nicht ordnungsgemäß vom Ort entfernt zu haben. Im sozialen Netzwerk Twitter berichteten am Mittwochabend mehrere Menschen, sie seien von der Polizei eingekesselt worden. Die Beamten nahmen die Personalien auf.

Ermittlungen wegen Zeigen des Hitlergrußes

Ermittelt werde außerdem gegen einen Mann, der am Rande der Veranstaltung aus einer Gaststätte heraus den Hitlergruß gezeigt haben soll, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor war ebenfalls auf Twitter ein Foto verbreitet worden, auf dem der Mann zu sehen sein soll. Das Foto sei sichergestellt und die Identität des Mannes für die weiteren Ermittlungen aufgenommen worden, so die Polizei.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 10. Juli 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2019, 12:41 Uhr

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31 Kommentare

11.07.2019 12:53 nasowasaberauch 31

Der Respekt gegenüber Polizei, Rettungskräften oder Feuerwehr ist verloren gegangen. Dieses Problem gegenüber der Polizei geht zurück auf die 1968 er Genaration und hat bis heute keine Bande oder Grenze gefunden. Die Politik steht nicht zu 100% hinter ihren Beamten und ist zu tolerant bei solchen Angriffen auf die Staatsgewalt. Was sagt eigentlich Burkhard Jung dazu? Auf Tauchstation? Wer nach dreimaliger Aufforderungen zur Räumung den Anweisungen nicht folgt, der muss mit Konsequenzen rechnen und dies vollkommen zurecht. Diese Randalierer sollten mal versuchen z.B. in Frankreich oder den USA einen Polizisten anzugreifen, es hätte für sie nicht absehbare Folgen. Daran kann Juliane Nagel und Konsorten erkennen wie schön sie es doch hier haben.

11.07.2019 12:40 MDR.de-Redaktion 30

Liebe Leser,

da die Mehrheit der Kommentare gegen unsere Netiquette verstößt, schließen wir die Kommentar-Spalte. Wir sind immer an einer konstruktiven Diskussion interessiert, doch selbst einige der freigegebenen Kommentare lassen jede Sachlichkeit vermissen und sind grundlegend aggressiv formuliert. Das ist nicht die richtige Basis für einen respektvollen Meinungsaustausch.
Darüber hinaus bieten wir Hass, Hetze und Rassismus keine Plattform. Bei uns steht die Menschenwürde über der Meinungsfreiheit.

Die MDR.de-Redaktion

11.07.2019 12:38 Gewalt ggü. Einsatzkräften 29

ist KEINE Handlung im Rahmen des demokratischen Spektrums. Es handelt sich schlichtweg um eine Straftat. Die Polizei darf zur Abwehr einer drohenden Gefahr / Eskalation alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen. Hierzu gehören auch die Mittel zur Eigensicherung. Ebenfalls stünde noch der Tatbestand eines evtl. Landfriedensbruchs im Raum.Was soll also nun das Gejammer durch Steine- und Flaschenwerfer? Jetzt muss die Justiz zeitnah handeln und Urteile sprechen. Leider wurde sie auch kaputtgespart, so dass die Umsetzung von Rechtstaatlichkeit nicht immer gegeben ist. Wenn die Mehrheit der Wähler Sachsens wünschte, dass sich vollziehbar Ausreisepflichtige dieser Maßgabe entziehen,gäbe es doch längst in diesem Bundesland eine rot-grüne Landesregierung. Die Umfragewerte sehen jedoch gänzlich anders aus.

11.07.2019 12:31 Pattel 28

Frage : wurde öffentlich bekannt gegeben,das an dem Tag (mit Uhrzeit ) der syrische Mensch offiziell abgeschoben werden soll bzw.abgeholt wird ?
Wo kamen denn diese Demonstranten bzw. Chaoten plötzlich her?

11.07.2019 12:23 Lisa 27

@MDR 3
„Laut der zuständigen Landesdirektion Sachsen wurde er abgeschoben, weil er keine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, sondern nur für Spanien hatte.“

Das kommt davon wen man die Grenzen nicht kontrolliert.

Und noch mal @MDR,
Bitte verschont mich mit Links wo steht das die Grenzen kontrolliert werden, wir wissen inzwischen das es nicht stimmt!

11.07.2019 12:19 Das Gewaltmonopol liegt eben beim Staat 26

Da können die " Demonstranten" noch so zetern. Im Fall des abgeschobenen Syrers sind alle zur Verfügung stehenden Mittel der Rechtstaatlichkeit ausgeschöpft worden. Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte u.a. sind Straftaten von nicht geringem Gewicht. Unverständlich ist, dass sich von Steuergeldern alimentierte Parteienvertreter, z. B. Linkspartei mit einem gewaltbereiten Mob solidarisieren u. die Situation evtl. auch noch anheizen statt zu deeskalieren und zu erklären, dass die Abschiebung nach rechtstaatlichen Maßgaben erfolgt. Es sei denn, die betreffenden Politiker sind in puncto Gesetzeslage total unwissend, was ebenfalls fatal wäre. Mit Demokratie hat das absolut nichts zu tun.
Es ist schon erstaunlich, dass sich die abgeschobene Person 2 Jahre lang in Deutschland aufhalten konnte.

11.07.2019 12:01 Klarheit 25

Friedliche rechte Festivalteilnehmer werden mit allen medialen, politischen , polizeilichen Maßnahmen bekämpft - links/rot/grüner Extremismus verharmlost !
Ostritz - Null Verletzte , Leipzig- 11 verletzte Polizisten und demolierte Streifenwagen -- wo bleibt eine SOKO LinksExtremismus ?

11.07.2019 12:01 roca remeed 24

Als gesichert muss in diesem Aufmarsch gegen Polizei und Behörden gelten, dass er in mehrfacher Hinsicht Recht und Gesetz unseres Staates bricht. Ich wünsche mir künftig eine Berichterstattung, die solche gewaltaffinen rechtwidrigen Akte auch als solche schon in der Überschrift kennzeichnet, Euphemismen wie "Solidarität" unterlässt und Verharmlosungen seitens Blockadeteilnehmern nicht noch kolportiert. Das öffentlich zu wertende vordergründige Thema ist hier massenhafter Rechtsbruch und erschreckender Kontrollverlust des Staates, und nicht das Fehlverhalten eines Kneipenbesuchers, das sicher gesonderter Behandlung zugeführt wird. Gewiss, journalistische Verantwortlichkeit ist in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen vor Herausforderungen gestellt, die nicht leicht zu meistern sind; umso wichtiger aber bleibt die Orientierung an Eckwerten von Rechtsstaat und Grundgesetz. Wie schnell entsteht sonst der Eindruck tendenziöser, linkslastiger Berichterstattung!

11.07.2019 11:51 frank d 23

Keiner von diesen Demonstranten oder den darüber berichtenden hat persönlich gebürgt? Für diesen einen Syrer? Warum fordern eigentlich die von ihrer eigenen Moral betrunkenen immer Solidarität zu lasten Dritter? Warum ist denn kein einziger darunter gewesen, der auch eigene Ressourcen einsetzen wollte? Nennt man so etwas nicht Heuchelei? warum fragt nicht mal ein MDR-Faktenchecker so etwas? Oder haben die Demonstrierenden alle kein eigenes Einkommen? Werte MDR schaffende wo bleibt das kritische Hinterfragen? Oder reicht es zu fordern das andere mal machen sollen? Sapere Aude

11.07.2019 11:39 Ekkehard Kohfeld EU - Wahl NRW SPD -14,5 % Ihr werdet immer weniger :-) 22

@ MDR[Lieber Ekkehard Kohfeld,
dieser Artikel bezieht sich auf die Demo am 10.07, auf der es, außer dem vermeintlichen Hitlergruß, zu keinen strafbaren Handlungen kam. In dem Artikel zu den Geschehnissen vom Vortag haben wir auch über die verletzten Beamten berichtet. Freundliche Grüße aus der MDR.de-Redaktion ]
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Ich zitiere.

"Nach Angaben des Innenministeriums wurden elf Polizisten
verletzt."

Mehr steht hier nicht,das nennen sie Bericht???????
Ach nein elf verletzte Polizisten und keine Straftat haben die sich beim Nase bohren selber verletzt???????
Und es steht oben im Bericht,kennen sie ihr eigenen Bericht nicht?

Unglaublich,sagen Sie mal halten Sie ihre eigenen Leser für so blöde?

[Lieber Herr Kohfeld,
nochmal: Hier geht es um die Demo am 10.7. Was Sie ansprechen passierte am 9.7. Vielleicht sollten Sie sich die Artikel vom Vortag ansehen. Im aktuellen Artikel ist z.B. folgendes verlinkt: https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/geplante-abschiebung-eskaliert-100.html
Da heißt es " Elf Polizisten verletzt, drei Einsatzwagen beschädigt
Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen schwerem Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung ein. Ein Verdächtiger wurde in Abstimmung mit der Staatswanwaltschaft wieder von der Polizei entlassen. Zwei Beschuldigte befinden sich weiter in Polizeigewahrsam. Der Abzuschiebende konnte nach Behördenangaben dennoch weggebracht werden. Die Polizei spricht am Mittwoch nach dem Einsatz von elf verletzten Beamten und drei beschädigten Einsatzwagen."
Freundliche Grüße aus der MDR.de-Redaktion]