Sachsen-Anhalt Millionenverlust: AWO lässt Kauf von Kliniken prüfen

Nach dem Kauf von zwei defizitären Krankenhäusern hat die AWO Sachsen-Anhalt einen Verlust von knapp sieben Millionen Euro erlitten. Wie es dazu kommen konnte, soll nun eine externe Prüfgesellschaft herausfinden.

Das Logo der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist an einem Gebäude im Ostend der Stadt zu sehen.
Kurze Zeit nach dem Kauf gingen die Krankenhäuser in Insolvenz. Bildrechte: dpa

Das Präsidium des AWO-Landesverbands Sachsen-Anhalt hat beschlossen eine externe Prüfungsgesellschaft zu beauftragen, um mögliche Unregelmäßigkeiten beim Kauf von zwei Krankenhäusern durch die Arbeiterwohlfahrt Sachsen-Anhalt im Jahr 2011 aufzuarbeiten.

Das ARD-Magazin FAKT hatte Ende Juni über den Kauf von zwei defizitären Krankenhäusern in Niedersachen durch die AWO-Sachsen-Anhalt berichtet. Ungewöhnlich: Die Krankenhäuser wurden von zwei ehemaligen Beratern der AWO-Sachsen-Anhalt verkauft. Kurze Zeit später gingen die Krankenhäuser in Insolvenz. Die AWO Sachsen-Anhalt erlitt dabei einen Verlust von knapp sieben Millionen Euro.

Der AWO-Bundesverband begrüßt die Entscheidung des Präsidiums des Landesverbands nun ernsthafte Aufklärung zu betreiben: "Im Rahmen unserer Verantwortung als aufsichtführende Gliederung nehmen wir alle bekannt gewordenen Sachverhalte sehr ernst und werden daher den Prüfungsprozess eng begleiten."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | exakt | 07. Oktober 2020 | 20:15 Uhr