MDR extra |18.12.2017 | 20:15 Uhr Politik im Bürgercheck - Michael Kretschmer stellt sich

Nach dem Rücktritt Stanisław Tillichs soll nun Michael Kretschmer den Freistaat Sachsen als neuer Ministerpräsident führen. Auf dem 42-Jährigen liegen große Erwartungen. Nach dem Schock der Bundestagswahl, bei der die CDU in Sachsen von der AfD als stärkste Kraft abgelöst wurde, soll Kretschmer die Landespolitik neu beleben und Vertrauen zurückgewinnen. Heute Abend stellt er sich in einer Live-Sendung Fragen von Bürgern.

Nach dem Rücktritt von Stanislaw Tillich führt nun Michael Kretschmer den Freistaat Sachsen als neuer Ministerpräsident. Mit 42 Jahren ist er deutlich jünger als sein Vorgänger, und es liegen große Erwartungen auf ihm.

Nach dem Schock der Bundestagswahlen am 24. September für die CDU, bei denen die Christdemokraten in Sachsen massiv in der Wählergunst verloren hatten und sogar hauchdünn von der AfD als stärkste Kraft abgelöst wurden, soll der bisherige Generalsekretär der CDU in Sachsen die Landespolitik neu beleben und Vertrauen zurückgewinnen. Die nächste Landtagswahl im Freistaat ist in nicht einmal zwei Jahren.

Kretschmer stellt sich den Fragen von Bürgern

In unserer Live-Sendung "Politik im Bürgercheck" um 20:15 Uhr im MDR-FERNSEHEN stellt sich Michael Kretschmer wenige Tage nach seiner Wahl den Fragen von Bürgern. Was hat er vor? Was sind seine Pläne für die nächsten Monate? Wie will er die drängenden Probleme anpacken und so den Sorgen und Ängsten der Menschen begegnen?

Sicherheit, Bildung, ländlicher Raum

Wir wollen dem neuen Ministerpräsidenten in unserem Bürgercheck gemeinsam mit den Zuschauern konkret bei drei großen Themengebieten auf den Zahn fühlen, die auch über Sachsen hinaus in ganz Deutschland relevant sind: Innere Sicherheit, Bildungspolitik und die Entwicklung des ländlichen Raums.

Live aus Chemnitz

Kaufhaus Schocken, Staatliches Museum für Archaelogie (SMAC) in Chemnitz
Staatliches Museum für Archälogie in Chemnitz. Bildrechte: IMAGO

Dabei wird Michael Kretschmer live vor Ort mit Fragen aus dem Studiopublikum konfrontiert. Zusätzlich werden wir ihm Fragen und Meinungen von Onlinenutzern und Radiohörern übermitteln, auf die er antworten soll. Zu jedem Themenblock wird es Fallbeispiele, einordnende Grafiken, die Meinung der anderen Parteien aus dem sächsischen Landtag sowie Einschätzungen von Experten geben.

Ort der Live-Übertragung ist das Foyer des Sächsischen Museums für Archäologie in Chemnitz. Moderiert wird die Sendung von Uta Deckow und Gunnar Breske.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 18. Dezember 2017 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2017, 20:22 Uhr

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60 Kommentare

19.12.2017 07:13 Friedrich Frenzel 60

Es hat keinen Sinn. Den ganzen Mist hat Biedenkopf verzapft.
Ich ärgere mich maßlos darüber, dass ich mich damals als CDU-Mitglied dafür engagiert habe, dass Biedenkopf Ministerpräsident wird.
Ich bin auf eigene JKosten mit meinem Privat-PKW -
aufgerüstet zum Lautsprecherwagen durch Technik vom Kreisfunk Auerbach - durch die Kreise Auerbach (Vogtl.), Reichenbach, Plauen Stadt und Land, Zeulenroda, Zwickau und Oelsnitz (Vogtl.) gefahren und habe für diesen Herrn Wahlkampf gemacht und mir die Zeit um die Ohren geschlagen, der uns Ostdeutsche dann ja wirklich wie DDR (Der DOOFE REST) behandelte.

19.12.2017 01:01 AufmerksamerBeobachter 59

Mecker*Mecker*Mecker - Ok, es liegt viel im Argen, der Typ hat es sich aber immerhin angehört, in Chemnitz und nicht wieder aus irgendeinem Schnöselsalon in Dresden. Muss man anerkennen.

Inhaltlich ist er halt auch ein Politiker - entscheidend wird sein, ob sich bis zur Wahl - ENTSCHEIDEND- was ändert (Verbeamtung, Verkehr, Sicherheit).

Ein altermäßiger Umbruch _ist_ fällig, er hat auch seine ersten 100 Tage verdient. Im Grunde will Keiner ein Fossil wie de Meziere als Versorgungsposten in diesem Amt sehen.

Man täuscht sich oft - vlt. wird er mal anerkannter als Biedenkopf, es sind andere Zeiten angebrochen *prognostizier*

18.12.2017 23:29 Eine junge Grundschullehrerin 58

Wir reden über Ausgleichszahlungen für erfahrene Kollegen. Zurecht! Doch was ist mit denen die bereits in den letzten 5 Jahren in den Beruf eingestiegen sind? Der aktuellen Generation Junglehrer? Sollen die kündigen und sich neu einstellen lassen, um von den versprochenen Vorteilen zu profitieren? Was hält mich als junger Lehrer in Sachsen, wo ich hier wohnen und bequem in einem anderen Bundesland arbeiten kann, dass weniger Arbeitsstunden besser bezahlt?

18.12.2017 23:15 Heide Kühne 57

Nach dem offiziellen Rundbrief von Herrn Haubitz, bin ich endlich wieder euphorisch ins Lehrerzimmer gegangen...tatkräftige Projekte, Energie und Kraft, vorbereitete gute Stunden werden ständig zunichtegemacht gemacht, weil Klassen zusammen gelegt werden müssen und unzählige Stunden ausfallen. Herr Haubitz war endlich wieder ein Lichtblick. Jetzt soll mir ein Jurist meine Lehrertätigkeit erklären......würde ein Jurist sich gern von Lehrern die Arbeit vorschreiben lassen??? Zwei Kinder im bildungsfähigen Alter reicht sicher nicht für einen Einblick on dieses Amt!!!
Ein Dank nochmal an den Ethiklehrer in der Sendung, der mir aus dem Herzen gesprochen hat...Und einen Dank an Herrn Haubitz, von dem wir hoffentlich (wieder) hören werden!!!

18.12.2017 23:10 Quereinsteiger 56

Danke Herr Kretschmer,
endlich bekommt die Schuldenbremse ein Gesicht.

18.12.2017 21:51 H.F.Fischer 55

Ich bin aus Sachsen, habe es vor 11 Jahren verlassen auf Grund er dortigen Lohnpolitik gegenüber Lehrern. Meine Mutter ist krank und pflegebedürftig - ich versuche seit mehreren Jahren wieder zurück gehen zu können in meinem Beruf als Lehrerin (3 Sprachfächer). Im Ministerium "jubelt" man immer bei meinem Anruf "Mit den Fächern sind sie ja multipel einsetzbar!" .... "Ach, das tut uns leid - Ihren Beamtenstatus müssen sie aufgeben! - Da könne wir sie nicht nehmen!" .. Fazit: Sachsen hat es nicht nötig, ausgebildete Lehrer aufzunehmen - lieber nimmt man den Stundenausfall in Kauf. Bildung der Kinder ist unwichtig, weil nur das Geld eine Rolle spielt. Ich bin maßlos enttäuscht. Was sagt der Ministerpräsident dazu? Wahrscheinlich nichts. Danke!

18.12.2017 21:48 Mike Richter 54

Was wird mit der Lehrerausbildung in Chemnitz? Wird diese - für die Region Südwestsachsen - gestärkt?

18.12.2017 21:40 diana 53

Hallo Herr Kretschmer,

Ich habe mich vor kurzem für die Seiteneinstieg als Lehrer an Grundschulen in Sachsen beworben, leider würde diese Bewerbung abgelehnt, mit der Begründung, dass ich nur einen Bachelor- Abschluss habe. Obwohl dieser in den veröffentlichen dazu angeblich ausreichend wäre. Letzte Woche habe ich mich zu einem Studium als Grundschullehrer informiert, wahrscheinlich werde ich nie eine Chance haben den Lehrer Beruf auszuführen, da ich auch für das Staatsexamen keine finanziellen Mittel bekommen würde, aufgrund des ersten Bachelor Studiums. Ich wollte ihnen nur sagen, das meiner Meinung nach vielen Menschen, die den Lehrer Beruf machen wollen, auch viele Steine in den Weg gelegt werden.

18.12.2017 21:38 Regine Ziems 52

Wie soll der Sprachunterricht für Flüchtlingskinder bei Lehrermangel gestaltet werden, damit diese Kinder nicht wegen Sprachschwierigkeiten aus der Grundschule in eine Förderschule versetzt werden? Muss man diese Kinder nicht im Vorfeld des Schulbesuchs in kleinen Gruppen zusammenfassen und intensiv unterrichten? Und das zeitnah! Nur so kann Integration gelingen!

18.12.2017 21:35 Mirko Grund 51

Thema Neueinstellung von Lehrkräften : Ich denke es geht unter Umständen weniger um Verbeamtung,als vielmehr um die Diskrepanz von ca 800 Euro zwischen Sachsen und dem Rest. Dazu fehlende Referendariatstellen. Also ich würde weder hier studieren, noch als Lehrer arbeiten wollen! Thema Bahn: Bereits in den 1990er Jahren gab es eine Ic Verbindung zwischen Hof und Dd. Wurde alles aufgegeben. Mittlerweile braucht man mit dem Zug fast 2 Std von Chemnitz nach Dd,mit dem Auto eine! Dazu komplett fehlende Bus Verbindungen, intransparente Tiketpreise . Von verdreckten Zügen ganz zu schweigen.