Trockenheit Millionen an Dürre-Nothilfen in Mitteldeutschland ausgezahlt

Landwirte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben in den vergangenen Jahren stark unter der Dürre gelitten. Insgesamt erhielten sie deswegen 90 Millionen Euro an staatlichen Nothilfen.

Ein Landwirt pflügt ein staubtrockenes Feld in der Region Hannover.
2018 und 2019 waren für die Landwirte wegen der Trockenheit schwierige Jahre. Bildrechte: dpa

Nach der extremen Dürre im Jahr 2018 haben Landwirte in Mitteldeutschland Nothilfe in Millionenhöhe bekommen. Das geht aus Zahlen des Bundesagrarministeriums hervor. Danach wurden insgesamt mehr als 90 Millionen Euro an rund 1.100 landwirtschaftliche Betriebe in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gezahlt.

Allein Sachsen-Anhalt bekam Mittel in Höhe von mehr als 56 Millionen Euro. Nur in Brandenburg fielen die Hilfen höher aus. Die landwirtschaftlichen Betriebe in Sachsen erhielten laut den Zahlen insgesamt mehr als 21 Millionen Euro, die in Thüringen etwa 13 Millionen Euro.

Fast 300 Millionen Euro bundesweit ausgezahlt

Bundesweit flossen knapp 292 Millionen Euro an betroffene Landwirte. Bund und Länder hatten die Hilfen im August 2018 beschlossen und sich bereit erklärt, jeweils rund 170 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Schwelle für eine staatliche Unterstützung war, dass Betriebe in ihrer Existenz gefährdet sind. Gerechnet worden war mit bis zu 10.000 betroffenen Höfen. Experten befürchten unterdessen, dass es ohne anhaltenden Regen auch 2020 wieder zu Missernten kommen könnte.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. Januar 2020 | 19:07 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2020, 13:39 Uhr

4 Kommentare

Eulenspiegel vor 7 Wochen

Der Klimawandel ist endgültig bei uns angekommen. Darum benötigen wir für das Jahr 2020 sehr viel Regen. Für den Wald und für die Felder. Aber so viel Regen wie wir benötigen wird es garantiert nicht geben. Wir gehen schwierige Zeiten entgegen. Auch wenn einige Leute noch nicht wahr haben wollen. Aber der Klimawandel wertet nicht auf die Begriffsstutzigen.

Beautiful Spirit vor 7 Wochen

DasWaldsterben geht nach den beiden trockenn Jahren 2018 + 2019 weiter bze. rst richtig los. Regen der letzten Wochen ist viel zu gering und können der Natur nicht wirklich helfen. Danke für die konstruktive Berichterstattung mit der wir uns auf Priserhöhungen wegn Lebensmittelimporte, einstellen können. Deutschland wird nicht wie 1946-1948 hungern! Unsere weitsichtige Regierung kann weltweit ordern und uns wird weltweit geholfen.
Afrika ist da mit der Heuschreckenplage sehr viel schlimmer dran.

W.Merseburger vor 7 Wochen

Diese Nothilfe für die landwirtschaftlichen Betriebe ist erforderlich und kann nur unterstützt werden. Wenn aber nun oben im Bericht Experten zitiert werden, die sagen, sollte es in 2020 keinen Regen geben ist mit Missernte zu rechnen, dann muss man nur den Kopf schütteln über diese "primitive" Berichterstattung.