Die Linke Kipping: Wahlergebnisse Ausdruck "neuer Protestkultur"

Für die Linken-Vorsitzende Katja Kipping sind die Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg, die ihrer Partei massive Verluste brachte, Ausdruck eines Rechtsrucks. Sie sieht die Bundesregierung gefordert.

Katja Kipping spricht auf dem Bundesparteitag der Partei Die Linke
Bundesvorsitzende der Linkspartei Katja Kipping tue das Ergebnis der sächsischen Landtagswahl weh. Bildrechte: Joerg Sarbach/dapd

Die Linkspartei sieht die Verluste bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg als Ausdruck einer neuen Protestkultur bei den Wählern. Die Bundesvorsitzende Katja Kipping sagte bei MDR AKTUELL, einige hätten sich entschieden, ihren Unmut so auszudrücken, dass es richtig wehtue und deutlich schockiere.

Kurswechsel gegen Rechtsruck

Die Linke stehe für einen Protest voller Achtung vor der Demokratie und den Menschenrechten. Die AfD setze auf Protest voller Verachtung. Wenn man den Rechtsruck aufhalten wolle, brauche es im Bund einen wirklichen Kurswechsel, fährt Kipping im Interview fort. Das heiße, alle müssten vor Armut geschützt sein und die Mitte deutlich besser gestellt werden.

Parteivorsitzende Katja Kipping (Die Linke) haelt ihre Rede 5 min
Bildrechte: IMAGO

Die Linke hat in Sachsen viele Wähler an die AfD verloren. Hat die AfD die Linke im Osten als "Kümmerpartei" abgelöst. Auf diese Frage antwortet Katja Kipping (Linke) im Interview.

MDR AKTUELL Di 03.09.2019 05:49Uhr 04:46 min

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Die Linke hatte in Sachsen im Vergleich zu 2014 8,5 Prozent verloren. In Brandenburg waren die Verluste ähnlich hoch.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. September 2019 | 05:49 Uhr

37 Kommentare

Querdenker vor 38 Wochen

„Die Linke“ ist finde im Land der „Ungläubigen“ und der Religionskritik eigentlich nicht wirklich wählbar.

Die traditionelle Religionskritik bei den Linken wurde in der Toilette heruntergespült. Ideologie frisst Religionskritik (siehe „deutschlandfunk Samuel Schirmbeck Liberale Muslime weltweit sind von Linken in Europa enttäuscht“)

Der deutsche Philosoph und Kritiker der Religion Karl Marx sagte: „Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen.“ und „Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.“

siehe „zeit Atheismus: Die gottloseste Gegend der Welt“

Zitat: „Eine Studie der Universität Chicago, erschienen 2012, kam zu dem Ergebnis: Nirgendwo auf der Welt glauben so wenige Menschen an Gott wie in Ostdeutschland.“

Pudel vor 38 Wochen

Wessen Wahlkampf nur in "Nazis raus" Parolen besteht und die Meinung bzw. den Standpunkt anderer Bürger nicht respektiert, braucht sich doch nicht zu wundern, wen sich die Wählerinnen und Wähler von einem abwenden.
Insofern hat die Linke doch den besten Wahlkampf für die AfD gemacht.
Hat indirekt auch Sara Wagenknecht gesagt.
Wenn die letzten alten SED-Kader gestorben sind,das ist ja nach wie vor ihr Wählerklientel, kann die Linke ihren Laden zumachen .

Leachim-21 vor 38 Wochen

@kennemich : nein bei anderen Parteien ist es nicht besser , nur bezieht sich dieser Artikel auf die Linke also habe ich auch über die Linke geurteilt und nicht über die anderen Parteien. das mache ich bei den Artikel über diese Parteien.